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Bahn nach Stettin wird bis 2020 ausgebaut

MOZ ds / 08.11.2012, 18:55 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Die Eisenbahnlinie von Berlin nach Stettin soll durchgehend elektrifiziert und für eine Geschwindigkeit bis zu 160 km/h ausgebaut werden. Auf ein entsprechendes Abkommen, das voraussichtlich im Dezember unterzeichnet werde, haben sich die zuständigen Ressorts in Deutschland und Polens geeignet. Das bestätigte das Berliner Verkehrsministerium am Donnerstag auf Anfrage.

Experten halten nun das Jahr 2020 als Fertigstellungstermin für realistisch. Die Kosten liegen bei 104 Millionen Euro. Bereits am 14. November wollen die Minister Peter Ramsauer (CSU) und Slawomir Nowak im Rahmen der deutsch-polnischen Regierungskonsultationen in Berlin ein Abkommen zum Eisenbahnverkehr über die Staatsgrenze unterzeichnen.

Der Ausbau der Strecke nach Stettin, auf der 40 Kilometer zwischen Passow (Uckermark) und Stettin noch nicht elektrifiziert sind, war ursprünglich für 2016 geplant. Die Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm (Grüne) kritisierte am Donnerstag den Zeitverzug.

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Nachdenker 09.11.2012 - 19:21:59

@fran

Kaliningrad ...ist schon recht Makaber für den Nachbarn Polen, dass diese Stadt nach dem umbenannt wurde, der das Massaker von Katyn anordnete .... Übrigens können immer mehr Russen, die dort leben, damit auch nichts mehr anfangen und nennen die Stadt nach ihrem über tausendjährigen historischen Namen "Kenigsberg". Wenn man dazu noch bedenkt, dass Russland Anfang der 90er das Gebiet Deutschland gegen bares zurückgeben wollte ... und Deutschland ablehnte. ... aber das ist eine andere Geschichte.

Fran 09.11.2012 - 18:59:45

Stettin find ich ganz gut

Schliesslich können auch die politisch geschulten jungen Leute erfahren, das Stettin eigentlich eine deutsche Stadt ist. Allerdings fällt mir da ein, Slubice wird ja auch nicht Dammvorstadt genannt. das liegt dann wohl an den hochroten Exztremisten, die sich in dieser Stadt breit gemacht haben. Oder Kaliningrad doch eigentlich die deutsche Stadt Königsberg ist. Das ist eigenartig.

Nachdenker 09.11.2012 - 18:16:44

@xyz

Also unhöflich ist das.? Wie schreiben sie Brüssel, Mailand, Warschau oder Prag? ;-)

xyz 09.11.2012 - 13:37:08

@ Max Drews

Ich gebe Ihnen Recht. Es ist unhöflich. @ Nachdenker Ich lese die Zeitung eigentlich immer und spreche dabei nicht. Aber gut, das mag bei Ihnen anders sein... Ich nehme mal an, die meisten können kein Chinesisch und trotzdem steht in der Zeitung Beijing statt Peking. Ich kann nirgends was von "Neu York" oder "Heiliger Franz", statt New York und San Fransisco lesen, obwohl es doch nur die Übersetzung wäre...

Nachdenker 09.11.2012 - 12:46:06

@Max Drews

Wenn sie Szczecin dann auch noch fehlerfrei aussprechen können, dann gratuliere ich ihnen schon einmal vorab. Nur leider ist es nicht allen Deutschen vergönnt, einen Polnischkurs zu absolvieren, bevor sie dieses Wort in den Mund nehmen. Wir sollten dann doch lieber die deutsche Ausspracheform benutzen, denn Szczecin bedeutet auf polnisch einfach nur Stettin sowie der deutsche Martin in Polen Marcin genannt wird. Völlig abstrus wird es dann, wenn es wie z.B. in Cottbus eine Zielona-Gora-Str .gibt, die von den Einheimischen Ziehlonagora-Str. ausgesprochen wird, und deren Bedeutung so weder für Deutsche noch für Polen verständlich ist. Auch sollte nicht vergessen werden, dass das Tilgen deutscher Ortsbezeichnungen in den ehemaligen Ostgebieten - aus dem vor allem DDR-Sprachgebrauch - durch die damaligen Machthaber aus politischen Gründen geschah, denen sie hoffentlich nicht mehr nachtrauern.

Max Drews 09.11.2012 - 10:38:55

Gedankenlosigkeit? Überheblichkeit?

Freundschaftliche Beziehungen zu den Nachbarn sollte eine Grundlage für unser Handeln sein - auch wenn es mal Probleme gibt. Dazu gehört auch, dass geschichtliche Veränderungen akzeptiert und im Handeln zum Ausdruck gebracht werden. Wie man zum Beispiel bei Wikipedia nachlesen kann, trägt die ehemals deutsche Stadt Stettin seit dem 19. Mai 1946 offiziell den Namen Szczecin. Wenn man gute Beziehungen zum Nachbarland pflegen will, sollte dazu auch gehören, dass man die polnischen Namen verwendet. Alles andere lässt vermuten, dass man gern die alten Zeiten wieder herstellen möchte. Die Gedankenlosigkeit hierbei hat für mich ein erschreckendes Ausmaß angenommen.

proberlinstettin 08.11.2012 - 22:47:10

Tolle Zusammenarbeit!

Super, Herr Ramsauer, dass Sie sich für ein möglichst frühes Fertigstellungstermin eingesetzt haben! Bis dahin wird vielleicht auch der Flughafen BerlinBrandenburg fertig! ;)

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