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"Poprosze, jedno piwo - Bitte ein Bier"

Ansturm auf Polnisch-Sprachkurs
Ansturm auf Polnisch-Sprachkurs © Foto: Philipp Humbsch
Philipp Humbsch / 09.11.2012, 17:19 Uhr
Slubice (MOZ) "Tsch, nicht sch - tsch!". Die polnische Sprache verlangt einer deutschen Zunge einiges ab. Aber die 35 Deutschen, im Alter zwischen 20 und 80 Jahren, waren motiviert dabei, als sie am Mittwoch zur zweiten Lektion des Polnisch-Sprachkurses des Verbuendungshauses Fforst in das Slubicer "London Pub" gekommen waren. "Wir hatten vor zwei Wochen unsere Einführungslektion, da waren es noch nicht so viele Teilnehmer", freut sich Jagna Bronk von der Universität Viadrina. Sie ist Mitglied bei Fforst und eine von drei Polnischmuttersprachlern, die den Interessierten kostenlos Polnisch beibringen. Man würde dabei auf neue Lehrmethoden setzen, es gäbe zwar für jeden Unterlagen mit den Vokabeln, "aber vor allem lernen die Teilnehmer bei uns mit Körpereinsatz." Das heißt hier, dass die Teilnehmer neu gelernte Vokabeln in Mimik und Gestik verpacken, so würden sich diese viel besser einprägen. Auch Jenny Schroth ist vom Verbuendungshaus Fforst und macht beim Kurs mit. Aber die deutsche Studentin gehört dabei auch zu denen, die lernen wollen. "Die Grundidee war eigentlich, dass wir für unsere Fforst-Leute einen Kurs machen: Wir sind ja eigentlich ein deutsch-polnisches Verbindungshaus, aber trotzdem sprechen nur wenige bei uns Polnisch. Wir dachten uns dann, dass sich auch andere dafür interessieren könnten, deswegen laden wir jetzt dazu ein, mitzumachen und sich fortzubilden." Den Ehrgeiz, die Sprache fließend zu sprechen, habe sie nicht. Aber sie wolle in Alltagssituationen nicht länger voraussetzen müssen, dass beim Einkaufen und Feiern in Polen ihr Gegenüber Deutsch spricht. "Ich finde es einfach besser, wenn man dort ist auch Polnisch zu sprechen. Abgesehen davon erwarten wir ja auch, dass Ausländer in Deutschland Deutsch sprechen." Es sei eine Frage des gegenseitigen Respekts, dass man als Bewohner der Grenzregion auch sprachlich mehr auf den Nachbarn zugehe.

Und wer da Nachholbedarf bei sich sieht, erhält mit einer Email an verbuendungshausforst@gmail.com noch mehr kostenlose Infos.

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Benedikt Krüger 13.11.2012 - 02:12:04

Neugier schafft Wissen

Nur um noch ein paar Fakten recht zu rücken. Das fforst ist ein Verbundungshaus, kein Verbindungshaus, es geht hier eher um ein Wortspiel und eine ironische Distanzierung zu studentischen Verbindungen, wir sind keine Sekte, keine geschloßene Gesellschaft und frönen keinen skurilen Ritualen. Um inhaltlich noch was dazu zu sagen, damit es in keinen falschen Licht erscheint, die angewandten Methoden werden schon seit längerer Zeit genutzt und sind bewährt. Weiterhin ist zu ergänzen, und das ist auch sehr positiv, das nicht nur Deutsche am Kurs teilnehmen, sondern Besucher aus vielerlei Länder anwesend waren und manche auch starkes Interesse haben Polnisch gut sprechen zu können. Und nur noch der Richtigkeitshalber: Belarus ist nicht Polen, eine der drei Polnischlehrer kommt aus diesen Land, und es ist eher interessant, das jemand der selbst Polnisch studiert hat nun dies weitervermittelt, das muss man gar nicht unterschlagen. Also in diesen Sinne viel Spaß beim Fragen und Lernen,

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