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Reaktionen nach der Wahl von Astrid Burisch zur Bürgermeisterin von Lieberose / Volles Pflichtenheft

Zustimmung aus allen Fraktionen

Erster Gratulant: Amtsdirektor Bernd Boschan überreicht der frischgebackenen Bürgermeisterin Astrid Burisch Blumen.
Erster Gratulant: Amtsdirektor Bernd Boschan überreicht der frischgebackenen Bürgermeisterin Astrid Burisch Blumen. © Foto: MOZ/Jˆrg K¸hl
Jörg Kühl / 14.11.2012, 07:38 Uhr
Lieberose (MOZ) Lieberose hat eine neue ehrenamtliche Bürgermeisterin. Elf Abgeordnete des Stadtparlamentes wählten am Montag die Lieberoserin einstimmig. Gegenkandidaten wurden nicht aufgestellt. Kerstin Michelchen bleibt stellvertretende Bürgermeisterin.

Nachdem sich zwei der drei Fraktionen im Lieberoser Stadtparlament im Vorfeld der Wahl aus taktischen Gründen zurückgehalten hatten, einen eigenen Kandidaten zu benennen, musste mit allem gerechnet werden. Doch es blieb bei einer Kandidatin: Die bisherige stellvertretende Bürgermeisterin Astrid Burisch von der Fraktion Die Linke. Deren Fraktionsvorsitzender Horst Dommaschk warb unmittelbar vor der Wahl für seine Kandidatin: "Frau Burisch hat sich als stellvertretende Bürgermeisterin gut eingearbeitet und bewährt." In geheimer Wahl - Amtsdirektor Bernd Boschan demonstrierte den 40 anwesenden Zuschauern die leere Wahlurne - gingen die Abgeordneten, einzeln aufgerufen, in die Kabine. Das Ergebnis überraschte dann doch: Alle elf Abgeordneten hatten sich einstimmig für die Kandidatin ausgesprochen. "Soviel Harmonie, ganz ungewöhnlich!", raunte ein Beobachter im Publikum. Boschan gratulierte der neuen Bürgermeisterin, die bis Herbst 2014 nun die Geschicke Lieberoses ehrenamtlich leitet. Die frisch Gewählte versprach: "Ich werde versuchen, in den zwei Jahren alles zu tun, um meiner Aufgabe gerecht zu werden."

Sowohl die Fraktion Freie Liste Lieberose, als auch die Fraktion Schützenverein hatten vor der Wahl davon abgesehen, einen Gegenkandidaten ins Rennen zu schicken. "Ich hatte aus persönlichen Gründen keine eigene Kandidatur zum gegenwärtigen Zeitpunkt erwogen, und außerdem wäre eine Mehrheit nicht sicher gewesen", sagte die Vorsitzende der Fraktion Freie Liste Lieberose, Kerstin Michelchen, am Tag nach der Wahl. Der Vorsitzende der Fraktion Schützenverein, Peter Kossatz: "Wir sind mit Frau Burisch als Stellvertreterin ganz gut gefahren und außerdem sind es nur zwei Jahre, dann werden die Karten neu gemischt."

Wie die stellvertretende Amtsdirektorin Kerstin Chilla bestätigt, bleibt Kerstin Michelchen, die von den Stadtverordneten am 9. Juli dieses Jahres zur zweiten stellvertretenden Bürgermeisterin gewählt worden war, in ihrer gewählten Funktion. Astrid Burisch, die sich vor Aufregung bis zum Programmpunkt "Wahl eines ehrenamtlichen Bürgermeisters" mehrfach verhaspelte, leitete die Sitzung nach ihrer erfolgreichen Wahl merklich souveräner. Die Souveränität wird sie auch benötigen, schließlich stehen zahlreiche Probleme ins Haus, die gelöst werden müssen: Die Etablierung eines neuen Jugendklubs, neue Nutzungsregeln für die Darre,, Investitionsbedarf im Zentralort und in den Ortsteilen, fehlende Radwegeanbindungen, Ausbau der touristischen Infrastruktur, Klagen über schlecht ausgebaute Fußwege zum Friedhof und mit vielem mehr wird sich die neue Amtsträgerin beschäftigen müssen.

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