Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Studentenparlament beauftragt Ausschuss zu Verhandlungen mit Stadtverkehrsgesellschaft / Starttermin 9. Dezember steht

AStA fordert konkrete Zahlen für Bus nach Slubice

Martin Stralau / 20.11.2012, 06:58 Uhr
Frankfurt (mst) Die Gespräche zur geplanten Buslinie nach Slubice gehen weiter. Jetzt hat das Studierendenparlament der Viadrina (Stupa) den AStA damit beauftragt, Verhandlungen über den grenzüberschreitenden Bus zu führen. Diskutiert wurde im Parlament vor allem über den Preis, den jeder Student als Zuschuss für die Linie pro Semester zu zahlen hat, wie Ronny Diering von der Hochschulgruppe dielinke. SDS Viadrina berichtet. Bemängelt wurde laut Diering, dass den Abgeordneten des Parlaments trotz mehrmaliger Anfragen keine konkreten Zahlen zur Preisbewertung der Netzerweiterung aufgrund konkreter Nutzungsprognosen genannt wurden. "Im Rahmen des Verkehrsverbundes Berlin Brandenburg wäre es möglich gewesen, einfach die zusätzlichen Kilometer nach Slubice in das Semesterticket mit einzuberechnen und uns dann einen Preis zu nennen."

"Jetzt", sagt Diering, "haben sich die Studierenden anstelle eines realen auf einen politischen Preis geeinigt. Jeder Abgeordnete hat eine Zahl gesagt, die er für angemessen hält und dann haben wir den Mittelwert gebildet." Wie viel das nun pro Student im Semester sei, wollte Diering vor den Verhandlungen nicht verraten.

Unabhängig davon sei es ein positives Signal, "dass es nun endlich überhaupt einmal eine grenzüberschreitende Nahverkehrslinie gibt", teilte die Hochschulgruppe mit. "Wir bekennen uns eindeutig zum grenzüberschreitenden Nahverkehr." Die im Parlament getroffene Vereinbarung sei jedoch ein ökonomischer Blindflug, da ihm keine genauen Zahlen vorgelegt wurden. Die Studenten fordern weiter die Umsetzung der Doppelstrategie erst Bus, dann Straßenbahn.

Andreas Rein, Leiter des städtischen Projekt- und Flächenmanagements geht weiter davon aus, dass die Linie zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember startet. "Es ist wichtig, uns mit den Studenten zu einigen, da es die Linie einerseits finanziell entlastet und sie anderseits eine wichtige Zielgruppe für diesen Bus sind." Vorab konkrete Nutzungszahlen zu nennen, sei schlicht nicht möglich. Rein: "Wir schauen uns das ein Jahr an und rechnen dann ab. Frankfurt und Slubice sind sich einig, dass sie die anfallenden Kosten tragen werden."

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
JohnDo 21.11.2012 - 21:57:13

Tarifbereich D

Leute, ist doch ganz einfach…Uni Slubice ist FF Tarifbereich D und kostet wie folgt: Anschluss Einzelfahrausweis: +0,30 € VBB Umweltkarte (Monat) AB+D: +7,50 € Semester (6 Monate): +27,00 € Wenn die Pinke nicht reicht, wird die Linie 98x aus Unwirtschaftlichkeit eingestellt. Ich möchte nicht wissen, was das für eine Diskussion geworden wäre wenn es eine Tram gegeben hätte. Die Kosten für Straße aufreißen und Schienen verlegen, die Masten aufstellen und Oberleitungen verbauen. Wenn ich zur Arbeit muss, interessiert es niemanden wie ich dahin komme (Bus, Bahn, zu Fuß) egal, Hauptsache pünktlich. Die Damen und Herren Viadrina Studenten haben sich doch genau DIESE Uni zum studieren ausgesucht. So sollen sie mit der Infrastruktur leben, wie ich mit meinem Arbeitsplatz auch. Diese Rabatt- und Nehmer- Mentalität ist hier sehr ausgeprägt wie ich finde aber Ökonomisch läuft das so nicht.

Marco Habeck 21.11.2012 - 15:10:22

richtig erkannt

Leser! Das meinte ich damit.Im übrigen habe ich nur die Kosten für das Ticket für Berlin+ 1 Landkreis und eine kreisfreie Stadt gerechnet. Selbst Rentner mit dem VBB-Abo 65plus zahlen mit 279,50 für das halbe Jahr deutlich mehr für das gesamte VBB Gebiet. Ich muss lachen das die Studierenden zur Finanzierung des Semestertickets.betragen. Die kosten tragen alle Fahrgäste und das Land Brandenburg. Der Preis für die Studienreden ist ein Witz. Ich möchte damit aufzeigen das die Studienreden ganz leise sein sollten. Wollen Sie nun den Bus? Wenn nicht empfehle ich das Fahrrad! Dann hat sich die Sache erledigt die meisten Frankfurt Bürger brauchen Ihn nicht. Ich empfehle dringt die Wirkung dieses Tickets auf den Prüfstand zu stellen.

Leser 21.11.2012 - 12:37:05

Semesterticket in BB ist schon Luxux pur

In anderen Städten, z.B. Stuttgart kostet das Ticket mehr, gilt nur für Stuttgart selbst, einschließlich Uni, und auch nicht voll 24h und an allen Tagen. So wie das hier angeboten wird, ist es der pure Luxus! Meiner Meinung nach sollte es abgeschafft werden und neu aufgelegt werden, so dass FF und Slubice mit 5-10km Umland eingeschlossen ist. Auch die polnische Seite. Dass würde auch bedeuten, dass ein nicht unerheblich großer Teil der Studenten ihren Wohnsitz in FF nehmen würden, denn dann würden Fahrkosten +Miete in B wohl ungünstiger ausfallen. Diese tägliche Völkerwanderung am Bahnhofsberg hat nichts mit Flexibilität zu tun. Die Stadt würde von den Ideen, der Kultur, etc. der neuen Mitbewohner vielfältig profiteren.

SeroEna 21.11.2012 - 08:23:09

@Kaufpflicht

Nennen und zeigen Sie mir einen Studenten von Berlin/ Brandenburg der auf das Semesterticket freiwillig verzichten würde! Ihr sogenannter Kaufzwang ist makulatur, wenn Sie darüber nachdenken. Denn jeder Student der Universitäteten auf dt. Seite will das Ticket haben. Schließlich kann man ein halbes Jahr lang das gesamte Streckennetz nutzen. Und sei es nur, wie üblich, um damit nach Berlin zur Wohnung / Party zu fahren. Sofern Sie mir das Angebot auch unterbreiten (6. Semester im Abendstudium + 40h Vollzeit Woche) nehme ich das gerne an. Für nicht mal 25 € pro / Monat das gesamte Streckennetz, inkl. Berlin. Wenn ich da mein Auto gegen rechne, kann ich zweimal im Monat nach Berlin fahren um zu shoppen/ zu feiern und habe noch Geld übrig. Ich sage Ihnen was zur Bereitschaft! Soll der AStA doch nen Bus kaufen, den selbst betreiben und dafür einen Fahrpreis ermitteln. Dann brauch das der Frankfurter Stadtverkehr nicht machen (welchen ich über meine Steuern subventioniere). Statt also ein weitere Baustelle der Subventionen zu öffnen, kann es auch einfach mal nach den Regeln der BWL gehen. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Vorallem, da in Frankfurt (Oder) eigentlich kein Student wirklich ÖPNV bräuchte. Das kann man alles zu Fuß / Fahrrad erledigen. Von daher ist es nur deren Bequemlichkeit, den letzten 500 Meter über die Brücke auch noch gefahren zu werden (bis zur Grenze kommen sie ja jetzt schon mit dem Ticket). Von daher kann man auch sagen, 1,00 € pro Tageskarte und schick ist.

Seit 26 Jahren kein Student mehr 20.11.2012 - 19:14:24

Zusammenhang wirklich nicht verstanden

Herr Habeck, *Sie* haben den Zusammenhang nicht verstanden. Das Semesterticket ist vor allem deshalb so preiswert, weil *alle* Studierenden es kaufen müssen, egal ob sie es brauchen oder nicht. Wenn alle Einwohner Berlins und Brandenburgs verpflichtet würden, eine Zeitkarte des ÖPNV zu erwerben, könnte auch dafür ein sehr günstiger Preis angeboten werden. Die rbb-Berichte zu Übergriffen auf Studierende der Viadrina aus Sozialneid wurden allgemein mit Verwunderung aufgenommen. Jetzt schüren Sie hier genau diesen Sozialneid. Ich kann Stupa und AStA sehr gut verstehen. Es gehört zu ihren Aufgaben, mit Geldern der Studierenden sparsam umzugehen. Trotzdem ist offensichtlich die Bereitschaft vorhanden, einen Beitrag zu leisten. Im Gegenzug belastbare Zahlen zu verlangen, ist legitim.

Marco Habeck 20.11.2012 - 16:44:01

den Zusammebhang nicht verstanden

Da merkt man deutlich das die Studenten die Beziehung zur Wehrschöpfungskette verloren haben. Während ein normaler Fahrgast für die selbe Leistung im Abo 746,90€ für das halbe Jahr aufbringen muss. Sind die Studenten nicht bereit einen noch fehlenden Restbetrag für den Bus aufzubringen. Da wird geredet da müsse der VBB erstmals beweisen was der Bus am Fahrpreis ausmache. Stellen wir doch mal die kosten gegenüber die Fahrgäste für die Finanzierung des Semestertickets aufbringen? Das sind Millionen im Jahr! Die Fehlen den Nahverkehr. Der Sinn des Semestertickets die beiden Vorlesungstätte Berlin und Frankfurt zu verbinden ist misslungen. Es wird dazu genutzt die Stadt so schnell wie möglich zu verlassen. Von einer Beireichung kann hier keine Rede sein. In Berlin zu wohnen scheint viel attraktiver zu sein. Dort fehlen Wohnungen und die Studenten sorgen für volle Züge wo der normale Fahrgast im Gang steht. Weil Geld fehlt zusätzlich Züge zu bestellen. Da solle man sich nicht wundern das den Studenten Hass entgegen schlägt. Wie man sich hier verhält ist alle andere als Fein und Zeugt das man vergessen hat wer ihre Bildung bzw. die Privilegien bezahlt. Ich gebe hiermit den Appell an die Politik die Finanzierung des Semestertickts zu prüfen. Es kann nicht sein das die Pendler und andere Fahrgäste dieses Privileg bezahlen. Der Preis ist gegenüber der Leistung nicht gerechtfertigt. Die Studenten können ruhig eine Ermäßigte Monatskarte erwerben. Hier muss endlich mal etwas getan werden die studierenden mehr an ihren Privilegien zu beteiligen.

REich 20.11.2012 - 15:14:12

Rumgeeier!

Wenn die Studentenschaft partout nicht dazu zu bewegen ist, sich mit 5,00 € pro Semester und Person an dieser Buslinie zu beteiligen, dann sollen sie doch den regulären Fahrpreis von 1,40 € für den Einzelfahrschein zahlen, das Semesterticket wäre für diese Linie dann auszuschließen. Hat schon mal Jemand an diese Variante gedacht?

Der Woltersdorfer 20.11.2012 - 12:00:21

@ Frauke Lange

Als Ex-Frankfurter bin ich immer noch sehr an Ffo. interessiert, aber besser als F.L. kannmann die Gegenwart in Frankfurt nicht kommentieren.

SeroEna 20.11.2012 - 11:53:04

Kosten?

Und wer trägt wieder die Kosten des Busses? Nicht etwa der Student oder der AStA, nein der mündige Bürger mit Fahrschein oder Arbeit (Steuern). Für Berufspendler von und aus Frankfurt (Oder) werden keine Buslinien mit Sinn vorgehalten, aber der Student mit seinen zwanzig Jahren bekommt ein "kostenloses Shuttle" zwischen Wohnheim und Uni für einen symbolischen Preis? Welch ein Glück, das unsere Oberschüler als Stütze der elitären Gesellschaft und des Handwerks dafür auf die Sanierung Ihrer Schulen verzichten (Artikel zur Hutten-Schule: http://www.moz.de/heimat/lokalredaktionen/frankfurt-oder/frankfurt-oder-artikel/dg/0/1/1058489/ ) Man ich fass es einfach nicht. Das Semesterticket in Brandenburg ist doch ein Freifahrtschein für 136 € pro Halbjahr! Selbst wenn man vom Studenten da noch 5 € extra verlangt. -.- Das deckt in keiner Weise die Kosten des ÖPNV oder ist vergleichbar mit den Kosten für PKW-Nutzung. Aber dennoch schön steuerlich anrechenbar als Bildungskosten. Verlangt doch einfach 20% MwSt. und macht für alle den ÖPNV kostenlos, wenn Ihr schon Geschenke macht. Oder behandelt Auszubildende wenigstens gleich! Denn diese Ungerechtigkeit zwischen Schülern, zweiten Bildungsweg, Studenten, Fernstudien/Abendstudien, Auszubildenden oder KiTa-Kindern ist doch ungerecht!

Frauke Lange 20.11.2012 - 11:43:25

Sorry!

Kommentar war zum Beitrag "Das vergessene Gebäude" gedacht. Vielleicht kann es die Redaktion richten!

Frauke Lange 20.11.2012 - 11:16:05

Was läuft schief?

Geld ist reichlich da. Eine Marina für Yachtbesitzer. Ein Bolfrashaus für die WoWi. Ein Gästehaus für die Uni. Eine unrentable Buslinie für Studenten. Ein Güterverteilzentrum,welches keine Arbeitsplätze schafft. Eine Umgehungsstraße die Niemand so richtig braucht. ....... Politiker die dies alles gut befinden. Ein Bundestagskandidat der Die.Linke der sagt, .."Fritz Krause hätte es so gewollt". Gemeint eine parteiinterne Diskussion ob Gästehaus der Uni oder Schulsanierungen zu priorisieren sind. Was läuft schief in der politischen Wahrnehmung und Weichenstellung? Zu weit von den Nöten der Bürger entfremdet? Zu viele Gespräche mit den Machern und Eliten? Oder nur Gefälligkeitspolitik , um den Netzwerkern zu gefallen und dazugehören zu dürfen? Sicher ist nur es läuft etwas mächtig schief gegen die Interessen unserer Schüler und die Mehrzahl der Bürger!

Klaus Walther 20.11.2012 - 10:57:57

Danke!

Sehr löblich, dann verstopfen Sie mit Ihren vollen Einkaufstaschen nicht den Bus. :-)

H. Müller 20.11.2012 - 10:32:33

Keine Informationen

Es verwundert mich nicht, dass keine brauchbaren Zahlen vorgelegt wurden. Zumindest befindet sich die Hochschule in bester Gesellschaft mit den Stadtverordneten. Diese haben nämlich, bis auf den vorraussichtlichen Starttermin 9. Dezember 2012, auch noch keine weiteren Informationen. Zumindest wäre doch interessant zu wissen, wie hoch der Verlustanteil der Stadtverkehrsgesellschaft ist, der durch die Dienstleistungsholding übernommen wird und somit den ausschüttbaren Betrag an die Stadt schmälert. Mich verwundert auch, dass Herr Rein von einem Testlauf von einem Jahr redet. Im "Stadtgeflüster" wurde immer von einem halben Jahr Testphase gebrochen. Auch bin ich gespannt, wann die 60.000 € für das Tramgutachten (polnischer Anteil) kommen, da diese zumindest bis Anfang letzter Woche noch nicht eingegangen sind.

Hannelore R. 20.11.2012 - 08:20:54

der Preis, Zuschüsse und Nutzungsprognosen

Und wenn ab dem 9.12. der Bus dann rollt, bevorzuge ich wohl weiterhin lieber das polnische Taxi. Zum Einkauf betätige ich mich sportlich auf zwei Beinen Richtung Slubice und mit gesättigtem Bauch und hin und wieder mit vollen Einkaufstaschen bevorzuge ich dann doch lieber den preiswerten PKW. Der polnische Taxifahrer ist mir immer sehr behilflich und er nimmt den kürzesten Weg über Hinterstraßen zu meinem deutschen Ziel. Der Bus steht an jeder Ampel und macht dazu noch ständig eine Pause an den Haltestellen. Weil der Bürger heutzutage die Bequemlichkeit liebt, ist abzusehen, wo die Zukunft des "Studentenbusses" hin führt.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG