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Rhinmilch landet ganz weit oben

Gewinner unter sich: Hellmuth Riestock (Dritter von links) mit den anderen Preisträgern. Der Geschäftsführer der Rhinmilch GmbH ist stolz darauf, dass sich sein Betrieb durchsetzen konnte
Gewinner unter sich: Hellmuth Riestock (Dritter von links) mit den anderen Preisträgern. Der Geschäftsführer der Rhinmilch GmbH ist stolz darauf, dass sich sein Betrieb durchsetzen konnte © Foto: MZV/Veranstalter
Judith Voigt / 27.11.2012, 17:54 Uhr
Hakenberg (MZV) Hellmuth Riestock blieb am Dienstag ganz bescheiden: "Ja, das war schon gut", sagte der Geschäftsführer der Hakenberger Rhinmilch GmbH, nachdem er am Nachmittag vom dritten Landwirtschaftlichen Unternehmertag zurückgekehrt war. Dort wurde erstmals der Agricola-Preis vergeben, eine Auszeichnung, die von den Volksbanken Raiffeisenbanken für Nachhaltigkeit vergeben wird. Riestocks Unternehmen konnte sich dabei den ersten Platz sichern.

Warum gerade seine Firma für ihre nachhaltige Arbeit ausgezeichnet wurde, konnte sich Riestock schnell erklären: "Weil wir eben die ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Anforderungen erfüllen", sagte er. "Wir halten unseren Boden in Ordnung, produzieren darauf das Futter, das unsere Tiere ernährt und vermarkten dann Milch und Fleisch." Außerdem bringe sich die Rhinmilch GmbH in der Region ein. "Wir sind einer der größten Arbeitgeber mit 86 Angestellten", so der Geschäftsführer.

Die Arbeit in der Gemeinde Fehrbellin steht für die Rhinmilch GmbH ganz weit oben: Egal, ob Kitas, Vereine oder Fußballclubs - das Unternehmen unterstützt sie. "Dabei mag es sich bei den Einzelnen nicht um große Summen handeln", erklärte Riestock. "Aber für uns ist das im Jahr schon ganz schön viel." Gesellschaftliches Engagement sei aber für den Betrieb und seine Mitarbeiter sehr wichtig.

Den zweiten Platz belegte die Agrargenossenschaft Uckermark eG. Dritter wurde die Agrargenossenschaft eG in Quitzow. "Die Konkurrenz war stark", meinte Riestock. "Teilgenommen haben ja alle landwirtschaftlichen Betriebe, egal ob groß, klein, öko oder nicht."

Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) lobte während des Unternehmertages die Bemühungen der verschiedenen Firmen: "Der Landwirtschaftliche Unternehmerpreis für Nachhaltigkeit steht auch dafür, dass Bäuerinnen und Bauern seit Jahrhunderten verantwortungsvoll mit den ihnen anvertrauten Böden, Wasser und Wald umgehen." Vogelsänger weiter: "Insbesondere mache ich den Agrarbetrieben Mut für die Zukunft. Wir brauchen Investitionen nicht nur in Technik sondern auch in Köpfe." Hendrick Wendorff, Vizepräsident des Landesbauernverbandes, betonte außerdem, dass die moderne Landwirtschaft komplex agieren muss: "Sie muss Aspekte der Ökologie sowie die der Wirtschaftlichkeit ebenso beachten wie die Wünsche der Verbraucher nach gesunden Lebensmitteln und einer gesunden Umwelt."

Für den ersten Preis bekam die Rhinmilch GmbH 3 500 Euro. Die Firma war durch die Raiffeisenbank Ostprignitz-Ruppin vorgeschlagen worden. Was nun genau mit dem Geld geschieht, konnte Riestocknoch nicht sagen. "Aber wir haben im Frühjahr wieder eine Art Betriebsfest", sagte er. "Da könnten dann vielleicht alle etwas von dem Gewinn haben." Der Preis wird in zwei Jahren wieder vergeben. "Vielleicht können wir noch einmal teilnehmen, wenn wir uns entwickeln", sagte Riestock. "Wir arbeiten daran."

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