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Inka Bach bleibt bis März

Auf ein Weiteres: Beeskows Burschreiberin Inka Bach bleibt noch weitere vier Monate im Amt.
Auf ein Weiteres: Beeskows Burschreiberin Inka Bach bleibt noch weitere vier Monate im Amt. © Foto: Karl-Heinz Arendsee
Jörg Kühl / 07.12.2012, 20:31 Uhr
Beeskow (MOZ) Burgschreiberin Inka Bach bleibt Beeskow bis Ende März erhalten. Das haben Vertreter von Stadt, Burg und Kreisverwaltung am Rande der eigentlich als "Abschiedslesung" geplanten Veranstaltung bekanntgegeben.

Inka Bach machte auf der Bühne des Veranstaltungssaals in der Burg einen regelrechten Freudensprung, als sie nach ihrer Lesung, die eigentlich die letzte sein sollte, die Nachricht erhielt: Ihre Burgschreiberzeit geht in die Verlängerung! Der Vorsitzende des Burgfördervereins, Rolf Lindemann, gratulierte als erster und gab bekannt, dass das Stipendium bis Ende März fortgesetzt wird. Inka Bach habe sich sehr schnell in die Herzen der Beeskower eingefügt uns sich "eine veritable Fangemeinde" erarbeitet. Die Angesprochene zeigte sich gerührt und gestand: "Ich bin verliebt in Beeskow!" Da sie erst spät mit ihrem eigentlichen Vorhaben, das sie in Beeskow verwirklichen wollte, nämlich einen historischen Roman mit dem Arbeitstitel "Gehen mit Andor" voranzutreiben, begonnen habe, sei sie froh über die Verlängerung des Stipendiums.

Zu Beginn der Lesung hatte auch Burgdirektor Tilman Schladebach lobende Worte für Inka Bach gefunden. Die Inhaberin des Burschreiber-Stipendiums sei "ein Geschenk für Beeskow". Sie habe ihr Amt "in herausragender Weise" ausgeübt. Als Beleg nannte Schladebach die zahlreichen MOZ-Kolumnen, in denen die Berliner Autorin ihre intime Sicht auf die Streleburgenstadt dargestellt hatte. Auch Frank Steffen würdigte Inka Bachs Burgschreiberzeit. Sie habe "ein angenehmes Bild von Beeskow gezeichnet, ohne unkritisch zu sein", sagte der Bürgermeister.

Inka Bach gab das Lob zurück. Es liege auch an Beeskow, dass sie hier "so fleißig" sei. Es sei ihr nicht schwer gefallen, Kontakte zu knüpfen. Sie bezeichnete ihren Aufenthalt in Beeskow als eine "bezaubernde Zeit". Inka Bach nutzte die "Abschiedslesung", um den zahlreich erschienenen Gästen einige ihrer Kolumnen vorzutragen. Diese handeln vom Flanieren über das Altstadtpflaster, von einer angeblich ausgestorbenen Apfelsorte, die sich im Brandenburgischen wiederfindet, von ihren Erlebnissen während einer Expressbusfahrt, und vielen anderen Details, die Inka Bach meist liebevoll, manchmal auch mit einem neckischen Augenzwinkern, zu Papier gebracht hat. In einer Kolumne "wundert" sich die Autorin, dass sich viele Beeskower lieber in ihre Gärten verkrümeln, anstatt die wunderbaren öffentlichen Plätze in der Altstadt zum Entspannen zu nutzen.

In der nun hinzugewonnenen Zeit als Burgschreiberin möchte sich Inka Bach stärker um ihren angefangenen Roman "Gehen mit Andor" kümmern. Darin werden auch Anregungen aus ihrer Beeskower Zeit mit einfließen. So spielt beispielsweise Paul Marcus, ein 1901 in Beeskow geborener Journalist und Schriftsteller, der unter seinem Kürzel PEM bekannt wurde, eine Rolle. Außerdem wird der Roman ein Kapitel "Lieberose" enthalten.

Das Burschreiberstipendium wird anteilig von der Stadt, dem Kreis und dem Burgförderverein gestiftet. Erst zwei Burgschreiber, Henryk Bereska und Ildiko Röd, hatten von einer Verlängerung ihres Aufenthaltes Gebrauch gemacht, jedoch ohne dass auch das Stipendium weitergelaufen wäre.

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