Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Speisen im Keller der Bischöfe

Die lange Tafel steht für Gäste bereit: Hausmeister Thomas Seide im Gewölbekeller des historischen Hauses. Dort finden bei Veranstaltungen bis zu 60 Gäste Platz.
Die lange Tafel steht für Gäste bereit: Hausmeister Thomas Seide im Gewölbekeller des historischen Hauses. Dort finden bei Veranstaltungen bis zu 60 Gäste Platz. © Foto: moz
Bernhard Schwiete / 13.12.2012, 20:38 Uhr
Fürstenwalde (MOZ) Es ist eines der ältesten Gebäude in Fürstenwalde, und nun kehrt neues Leben in seinen alten Mauern ein. Das Bischofsschloss ist nicht nur saniert, sondern auch - zumindest in Teilen - öffentlich zugänglich. Am Wochenende eröffnet dort ein neues Restaurant. Auch Veranstaltungen sind geplant.

"Ist schön geworden", sagt der Passant auf dem schneebedeckten Weg im Vorbeigehen. Seinen Blick gerichtet hat er dabei auf das Bischofsschloss, das 20 Jahre lang leerstand und nun herausgeputzt wurde. Hellgrau ist die neue Fassade, die Passanten erblicken. Laut Denkmalschutz hätte es auch Gelb oder Terrakotta sein dürfen, doch die neuen Besitzer entschieden sich für die weniger leuchtende Variante. "Das sieht sehr elegant aus", sagt Victoria Schmidt-Zerfowski. Mit ihrem Mann Jens Schmidt sowie den erwachsenen Kindern Saskia und Fabian bildet sie die Familie der neuen Schlossherren, und der Stolz ist ihr anzuhören. Bei einer Auktion waren die Berliner auf das Gebäude aufmerksam geworden. "Wir haben mitgesteigert, und auf einmal waren wir Schlossbesitzer", erzählt Victoria Schmidt-Zerfowski.

Erworben hatten sie allerdings eine Ruine, die Reste der im 14. Jahrhundert erbauten Residenz der Bischöfe von Lebus, die seit der Wiedervereinigung leer standen und verfielen. Familie Schmidt investierte. "Wir sind in der glücklichen Lage, und das leisten zu können. Ich habe einen guten und vor allem sicheren Job", sagt Jens Schmidt, Regierungsdirektor im Bundespresseamt in Berlin. "Wir träumten immer von einem Mehrgenerationenhaus, in dem wir alle leben wollten. Zu Fürstenwalde hatten wir vorher überhaupt keinen Bezug, aber wir sind hier unheimlich toll aufgenommen worden", sagt Victoria Schmidt-Zerfowski.

In dem Gebäude neben der Kulturfabrik sind indes nicht nur Wohnungen entstanden. Dort kann künftig auch gespeist werden - Victoria Schmidt-Zerfowski feiert am Wochenende die Eröffnung ihres "Restaurant Bischofsschloss". Dessen Prunkstück ist das historische Gewölbe im Keller. Der Raum zwischen den original erhaltenen Mauern kann für geschlossene Veranstaltungen gebucht werden. "Wir haben schon Buchungen für eine Weihnachtsfeier und für zwei Hochzeiten im Mai", sagt die Inhaberin. Victoria Schmidt-Zerfowski schwebt auch eine kulturelle Nutzung vor. Sie denkt an Lesungen und Konzerte.

Im Alltag ist das Erdgeschoss geöffnet, der dortige Gastraum bietet Platz für 28 Gäste. Auf den ersten Blick wirkt er eher schlicht. Das Aussehen ist aber mit bedacht gewählt. Die Bezüge der Stühle, die Tischdecken, die Vorhänge, die Wand des Tresens - alles ist in Lila, der Farbe der Bischöfe, gehalten. Besonders stolz ist Victoria Schmidt-Zerfowski aber auf die schwarz-weißen Fliesen im Fußboden. "Original Villeroy & Boch von 1840", sagt sie. Bis nächsten Sommer fertig werden soll außerdem eine Terrasse, die mit duftenden Pflanzen wie Salbei, Thymian, Lavendel oder Zitronenmelisse dekoriert wird. Victoria Schmidt-Zerfowski ist da vom Fach - bis zu ihrem Umzug nach Fürstenwalde betrieb sie einen Kräuter-Großhandel in Berlin. Die Rolle als Gastronomin ist neu für sie. "Ich bin mir aber ganz sicher: Das wird was", sagt sie.

Zur Eröffnung sind Restaurant und Gewölbekeller am Sonnabend und Sonntag ab 12 Uhr geöffnet. Es gibt Führungen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Luise K. 15.12.2012 - 12:21:46

Zustimmung für Leserin

In der Meinungsäußerung von Leserin sehe ich nicht den Ansschein einer "Suggestion" oder "Aufgeregtheit". Sie formuliert ihre eigene Meinung. Das findet bei mir eine klare Zustimmung. Frau Alter: Sie theoretisieren, plurailiseren (ich und mein Netzwerk) und polarisieren. Drei Kommentare hier und drei im Nachbarforum ohne konkret zu werden. Vion dieser Methodik kommen Sie einfach nicht weg. Nur Präsenz per Namen und leeren Worten in Foren oder Ihre persönliche Entscheidung, auffällig in Kleidung und Frisur in der Öffentlichkeit sein zu wollen - das reicht nun wirklich nicht. Auch ich werde Sie bei der Wahl nicht ankreuzen.

E.Alter 15.12.2012 - 09:34:40

Tatsachen stellen...

Genau, liebe LESERIN, das versuche ich zu machen. Den Tartsachen stellen und Lösungswege suchen. Mit Ihrem .. bei der Wahl nicht mehr berücksichtigen........ versuchen Sie dem Leser zu suggerieren. dass man als Abgeordnete nur auf Wählerfang ausgerichtet ist. Dann müsste ich zuhause bleiben und nichts machen. Denn wer nichts macht, macht auch keine Fehler ist ist dann vermutlich bei Ihnen wählbar. Nein Danke,meine besuchten Sprechstunden und Netzwerke zeigen mir, dass ich versuche die Menschen zu erreichen, dabei ist mir bewusst, dass es unterschiedliche Meinungen und Sympatien gibt, damit kann und muss ich leben. Meine Meinung im M0Z Forum steht mir als Bürgerin von Fürstenwalde genauso zu, wie Ihnen. Ich wünsche Ihnen einen besinnlichen 3.Advent und weniger Aufgeregtheit.

Leserin 14.12.2012 - 13:20:08

Sprunghaft und unglaubwürdig

"13.12.2012 13:47:00, Elisabeth Alter, Müll im Wald von verantwortungslosen Bürgerinnen und Bürgern, Ich kann die vorangegangenen Aufzählungen nur bestätigen. Die SPD Fürstenwalde räumt seit 20 Jahren 2 x im Jahr mit dem Stadtforst das Waldgebiet um Fürstenwalde auf. Weniger Bauschutt, Drahtrollen, Altreifen, Möbel, Haushaltsmüll u.v.a.im Wald, stellen wir leider nicht fest." sowie "14.12.2012 06:47:17, Elisabeth Alter, Herzlich willkommen in unserem schönen Fürstenwalde" Die dynamische Entwicklung von Fürstenwalde/Spree hat mit Hilfe des Schnees wohl einen Quantensprung vollzogen. Anders kann ich mir das nicht erklären. Im Vorbeitrag, wie auch hier, ist wieder die Vorliebe der Moderation durch Frau Alter a la Kaiserhof Fürstenwalde/Spree u.a.O. ersichtlich. Muss das sein? Ein Forum dient doch zum Gedankenaustausch. Und wenn ich mich als Multi-Abgeordnete einmische, dann erwarten die Bürger auch, dass man sich den Tatsachen stellt. Einfach abzudrehen, weil es nicht ins persönliche Karriereprofil passt, erzeugt Unglubwürdigkeit. Da ich dieses Verhalten bei Frau Alter permanent beobachte, und ich nicht darauf hoffen kann, das sie es abstellt, werde ich sie bei der nächsten Wahl nicht mehr berücksichtigen.

Egal 14.12.2012 - 11:54:26

@E.Alter

Die MOZ nicht zu manipulieren? Der war echt nicht shlecht...

E.alter 14.12.2012 - 11:41:50

Totale Überschätzung meiner Möglichkeiten....

Nun weiß ich ja nicht was Sie geschrieben haben, aber ich bin mir fast sicher, das die MOZ nicht zu manipulieren ist. Wünschen würde ich mir schon, dass Kommentarschreiber sich zu ihrer Meinung auch bekennen. Wer dazu zu feige ist, sollte dann auch auf einen Kommentar verzichten. Auch das hat etwas mit Meinungsfreiheit zu tun. Demokratie ist keine Einbahnstraße!

Egal 14.12.2012 - 11:24:16

Nanu

Ups, wer ist denn für die Löschung meines Kommentar zuständig, die MOZ oder gar Frau Alter? Hier wird das recht auf Meinungsfreiheit wahrhaftig gelebt. Bravo den Verantwortlichen!

Elisabeth Alter 14.12.2012 - 06:47:17

Herzlich willkommen in unserem schönen Fürstenwalde

Und wieder verschwindet eine ungepflegte Ecke in Fürstenwalde und wird durch ein liebevoll restauriertes Schloss aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Das Ambiente um Dom, Museum und Kulturfabrik bietet sich an, Gäste hinzuführen und das Restaurant aufzusuchen. Mir hat die Weihnachtsfeier und Eure umsichtige Art uns den Abend angenehm zu gestalten, sehr gefallen. Das Kellergewölbe erinnert mich an meine Heimatstadt Meissen, werde also ab und zu auf ein Gläschen vorbeikommen. Stets zufriedene Gäste wünschen Euch Gernot und Elisabeth Alter

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG