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Eine Scheune voller Trödelschätze

Kunsttraum: So nennen Hannah Norman-Köppel und Peter Norman ihre Sammlung in einer der Granseer Scheunen an der Bundesstraße 96.
Kunsttraum: So nennen Hannah Norman-Köppel und Peter Norman ihre Sammlung in einer der Granseer Scheunen an der Bundesstraße 96. © Foto: MZV/Mandy Oys
Mandy Oys / 10.05.2016, 21:21 Uhr
Gransee (mo) Unmengen Geschirr in den Regalen, Malereien, Skulpturen, Bücher - hinter einem der Scheunentore an der Bundesstraße verbirgt sich der "Kunsttraum" eines Berliner Ehepaares. Sie reisen regelmäßig nach Gransee, mit Raritäten im Gepäck, stapeln ihre Schätze dort, wo früher Getreide gelagert wurde. Sonntags, meistens jedenfalls, öffnen sie die Scheune, um die "Schätze" unters Volk zu bringen.

Die jüngsten Exponate stammen aus der Schaffenszeit von Regisseurin Ramona Welsh, der Tochter von Betreiberin Hannah Norman-Köppel. Gemeinsam mit ihrem Mann Peter Norman betreut sie die Trödelscheune, wie sie im Volksmund heißt. Ramonas Animationsfilme seien nun Teil dessen. So wird es auch eine Filmveranstaltung in naher Zukunft geben. Diese Veranstaltungen gehörten dazu. "Peter ist Märchenerzähler, Osterhase und Weihnachtsmann", sagt Hannah Norman-Köppel. Im Vordergrund aber stehen die Dinge, die in der Scheune untergebracht sind. Es sind häufig Geschenke, die ihren Platz in Gransee finden, vieles stamme von Menschen aus Oberhavel. "Gefällt jemandem ein Stück, ist der Preis Verhandlungssache. Wir verkaufen die Dinge und fördern damit die Stiftung", sagt Hannah Norman-Köppel. Gemeint ist die Gesellschaft zur Förderung der Schönen Künste, eine von Peter Norman und Mitstreitern aus der Taufe gehobene Institution, deren Mitglieder den Stiftungsgründern zufolge Bildende Künstler, Literaten und Musiker sind.

Hannah Norman-Köppel war bis vor wenigen Jahren Galeristin auf Schloss und Gut Liebenberg, wie sie erzählt. Noch heute lädt sie zu Veranstaltungen dorthin ein - im Rahmen der Stiftungsarbeit, zum Projekt Sommergalerie & Künstlerzeile beispielsweise. Steht ein solches an oder ist der Granseer Kunsttraum geöffnet und den beiden die Rückfahrt ins heimatliche Berlin zu weit, haben sie ein Domizil im Löwenberger Land. Das kleinste und älteste Haus Falkenthals sei es, das sie gerade während der warmen Monate gern bewohnen.

Die Scheune an der Granseer B 96 ist seit zwei Jahren geöffnet. Peter Norman fing an zu trödeln, als er in Rente ging. Heute "nehmen wir, was wir kriegen können", sagt Hannah Norman- Köppel, "weil wir gemeinnützig arbeiten".

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