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Kritik an Ludwig: "Ihr Auftritt hat System"

Andreas Wendt / 19.12.2012, 19:44 Uhr
Potsdam (ndt) Auf das Grußwort der früheren CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzenden Saskia Ludwig an die Denkfabrik der neuen Rechten reagieren die Brandenburger Regierungsfraktionen mit scharfer Kritik. "Frau Ludwig fühlt sich offenbar heimisch in einem Milieu, das ein Scharnier zwischen Konservatismus und Rechtsextremismus ist", sagte am Mittwoch der SPD-Generalsekretär und Sprecher der SPD-Fraktion zur Bekämpfung des Rechtsextremismus, Klaus Ness. Ihr Auftritt in der Zeitschrift "Junge Freiheit" sei offenbar kein Irrtum gewesen, sondern habe System.

Die Linken fordern von der brandenburgischen CDU-Spitze Konsequenzen. Dieter Dombrowski und Michael Schierack müssten eine klare Trennlinie ziehen und jetzt deutlich machen, "wie eine demokratische Partei mit einer solchen Entfremdung umgeht", betonte der Parlamentarische Geschäftsführer Thomas Domres.

Der CDU-Landtagsabgeordnete wird nach einem Grußwort bei der Eröffnung einer Zweigstelle des "Institut für Staatspolitik" (IfS) in Berlin ein Kuschelkurs mit der Neuen Rechten unterstellt. Der Beitrag Ludwigs ist inzwischen sowohl auf ihrer eigenen als auch auf der Homepage der IfS-eigenen Zeitschrift "Sezession" veröffentlicht worden. Beim "Institut für Staatspolitik" handelt es sich um eine private Einrichtung, die nach Einschätzung des unabhängigen Infosystems für alternative Politik und Kultur im Land Brandenburg (Inforiot) als intellektueller Sammlungspunkt für die Neue Rechte gilt. Erst im Oktober seien auf einer vom IfS-Spektrum organisierten Veranstaltung in Berlin auch Funktionäre der NPD aufgetaucht.

Saskia Ludwig war schon vor dem umstrittenen Grußwort auch in den eigenen Reihen in die Kritik geraten. Nach einem Beitrag für die Wochenzeitung "Junge Freiheit" war sie im September als CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzende zurückgetreten.

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Paul Orrrdnung 21.12.2012 - 18:23:01

Gäste sollten sich doch benehmen

Armer aufgeregter Gast, mit Ihren Attacken auf die Presse und auf jegliche Benennung von rechtem und rechtspopulistischem Auftreten geben Sie zu erkennen wes Geistes Kind Sie sind. Dabei sollen sich doch Gäste in Ihrem nationalen Teutschland immer ordentlich benehmen und nicht "Pfui Teufel!" heulen. Ich ahne und weiß schon, wie Sie mit Demokratie und Menschenrechten umgingen, wenn Sie und Ihre Kameraden an die Macht kämen. Zum Schaden von Millionen Menschen und zu unserem Glück verloren wir das letzte nationalistische Abenteuer. Danach sehnen sich die Menschen hier nicht zurück! Fassen Sie das doch endlich und tragen Sie es mit Würde.

Gast 20.12.2012 - 08:14:13

Unfasslich

Sie betreiben private Gesinnungsjustiz, Ausgrenzung von anderen Meinungen und persönliche Hetze, weil Frau Ludwig aus einer anderen politischen Richtung kommt. Das ist antidemokratisches, totalitäres Gebahren. Und dann behaupten Sie, Frau Ludwig hätte ein Problem mit der Demokratie! Das ist bodenlos und zeigt, dass Sie Meinungsfreiheit, Freiheit der Rede und Pressefreiheit nicht verstanden haben. Sie sind verantwortlich dafür, dass in unserem Land demokratische Grundrechte substanziell beschädigt werden. Pfui Teufel.

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