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Offener Brief zu Verbandsproblemen

Bürgerinitiative zeigt sich beharrlich

Brigitte Horn / 28.12.2012, 08:26 Uhr
Bernau/Biesenthal (MOZ) Die Bürgerinitiative Wasser- und Abwasserverband Panke/Finow (BI WAV) hat jetzt einen offenen Brief verfasst. Während ihr vor Ort das Interesse an der Klärung von Problemen des Verbandes eher gering erscheint, sieht die Kommunalaufsicht Handlungsbedarf.

Seit mehr als einen Jahr kümmert sich die BI WAV um Angelegenheiten des Wasser- und Abwasserverbandes "Panke/Finow", wobei die Altanschließerbeiträge vielleicht der Anstoß, aber nicht der alleinige Grund ihrer Arbeit war. In einem offenen Brief weisen sie jetzt darauf hin, dass die Bürgerinitiative zwei umfangreiche Informationen zu den Themen der Arbeitsweise des WAV "Panke/Finow" und dessen Finanzsituation verfasste und den Bürgermeistern der Gemeinden Melchow und Rüdnitz sowie der Stadt Biesenthal direkt übergeben hat. An die Abgeordneten, auch an Bernauer, ist ebenso Material zu den genannten Themen sowie zu Entgelt-Forderungen des Geschäftsbesorgers des WAV verteilt worden.

Außerdem macht die Bürgerinitiative in ihrem offenen Brief auf die fehlende Plausibilität bei der Entscheidung zugunsten des Baus einer Abwasserdruckleitung anstelle eines Klärwerkes in Biesenthal aufmerksam. Insbesondere wird dabei auf den nicht nachvollziehbaren Kostenvergleich beider Varianten verwiesen.

Resümiert wird von den Unterzeichner des Briefes, von Burghard Pacholke (Rüdnitz), Max Müller (Melchow) sowie Friedrich Lange und Bernd Meißner (Biesenthal): "Wir müssen leider feststellen, dass unsere Bemühungen zu mehr Transparenz und zur Bereitschaft der Abgeordneten, sich mit der Problematik vertraut zu machen, keinen Erfolg hatten. Der Aufruf zur Bürgerversammlung wurde von keiner Fraktion und keiner Gemeinde beantwortet".

Zur aktuellen Situation wird in dem Papier festgestellt, dass in der Stadtverordnetenversammlung von Biesenthal keine Beachtung des Bürgerbegehrens und keine Berücksichtigung der Argumente der Bürgerinitiative erfolgt sei und nun die Abwasserdruckleitung gebaut werde.

Aufmerksam macht der Brief des Weiteren auf ein Gespräch mit Barnim Landrat Bodo Ihrke zu den Problemen des WAV. Infolgedessen hat die Kommunalaufsicht eine Prüfung der vorgetragenen Probleme zugesichert.

Abschließend fordern die Verfasser des Briefes: "Wir rufen nochmals die Abgeordneten auf, machen Sie sich zu den Problemen des WAV sachkundig und handelt im Interesse der Bürger!"

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Dr. Volker Nitzsche 02.01.2013 - 16:20:25

Bürger wehrt Euch gegen die Verschwendung von Millionen!

Mit der ungerechten Erhebung der Altanschließerbeiträge bringt das Jahr 13 im neuen Jahrtausend für die betroffenen Eigenheimer nichts Gutes. Diese Millionen werden im WAV "Panke/Pinow" weder für notwendige noch für sinnvolle Investitionen benötigt. Die in Fragen Klärtechnik völlig inkompetenten Bernauer Verantwortlichen wollen in der Perspektive das gesamte Abwasser aus dem Verbandsgebiet über teure kilometerlange Druckleitungen noch Schönerlinde leiten und dort das Grundwasser, den Tegeler See und letztendlich das Trinkwasser in der Region belasten. Während die zentrale Abwasserentsorgung für Wohnblöcke alternativlos ist, könnte häusliches Abwasser in den Gärten der Eigenheimer nachhaltig verwertet werden. Natürlich dürften dann nur biologisch abbaubare Haushaltschemikalien verwendet werden. Die teure zentrale Abwasserentsorgung für dörfliche Strukturen wäre also gar nicht notwendig und ist nach EU-Recht auch nicht vorgeschrieben. Trotzdem will der WAV mit den Beitragsmillionen sein Beschäftigungsprogramm für die Abwasserwirtschaft mit der Erschließung z. B. von Birkenhöhe 2014 fortsetzen. Dass die Intensivlandwirtschaft in der Umgebung die Umwelt viel stärker belastet als das die Siedler selbst bei unkontrollierter Verrieselung ihrer Abwässer jemals könnten, interessiert die Verantwortlichen überhaupt nicht.

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