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Barnimer Schulen gehen neue Wege mit Unternehmen

Mathe-Begeisterung wecken

BGALLREIN / 10.01.2013, 07:01 Uhr
Bernau/Eberswalde (vp/bag) Firmen klagen über Fachkräftemangel, vor allem im technischen Bereich. Die Schulen im Barnim wollen dagegen etwas tun. Das Bernauer Barnim-Gymnasium beispielsweise ist Mitglied im MINT EC-Verein (MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) und hat sich die Stärkung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Ausbildung als Schwerpunkt gesetzt. Hierzu führt die Schule Frühförderungen in Mathematik und Chemie für Grundschüler durch und unterrichtet je einen Zug mit verstärktem Unterricht in den MINT-Fächern. Der Informatik-Unterricht ist durchgängig ab Klasse 5 und Schüler ab Klasse 10 können das Fach Technik belegen.

Das Eberswalder Humboldt-Gymnasium arbeitet eng mit regionalen Unternehmen zusammen. In Kooperation bieten diese den Schülern der Abiturstufe sogenannte MINT-Praktika an.

Sie gehen nach Unterrichtsschluss oder in den Ferien in Unternehmen, beispielsweise in den Metallbau Glawion, in die Ardelt Werke oder ins Projektbüro Dörner und Partner, lernen dort Produktionsabläufe kennen, schauen Mitarbeitern über die Schulter, erhalten Einblicke ins Firmenprofil, in die spezifischen Anforderungen.

Mit dem Projekt, das vom Rotary Club sowie von der Schulstiftung der Barnimer Sparkasse gefördert wird, wolle man gleichzeitig helfen, den Engpass an naturwissenschaftlich-technisch qualifizierten Fachkräften zu überwinden. Schnelle Erfolge seien freilich nicht zu erwarten, sind sich die Initiatoren einig. "Wir sind seit 2010 verstärkt auf der Suche nach Ingenieuren, um unsere Belegschaft zu verjüngen", erklärt Uwe Kleber von Dörner und Partner. Das Werben gestalte sich mitunter schwierig. Nicht nur wegen des viel zitierten demografischen Wandels. Zum Teil würden einfach auch Vorstellungen der Bewerber und konkrete unternehmerische Anforderungen nicht passen.

Die Initiatoren betonen, dass sie die Stärkung der MINT-Fächer insgesamt im Blick haben. Wo sich der Nachwuchs die ersten beruflichen Sporen verdient, sei zweitrangig, hieß es.

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