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Gemeinsames Weihnachtsbaumverbrennen hat in Biesenthal und Rüdnitz Tradition

Gute Stimmung trotz "Zündelproblems"

Abgefackelt: Knutfest wurde am Sonnabend vor dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in Biesenthal gefeiert.
Abgefackelt: Knutfest wurde am Sonnabend vor dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr in Biesenthal gefeiert. © Foto: Renate Meliß
Renate Meliß / 13.01.2013, 23:02 Uhr
Biesenthal/Rüdnitz (MOZ) "Wann wird denn jetzt angezündet, Papa?" Der Steppke zieht ungeduldig an Papas Hand. Scheinbar dauert ihm alles zu lange.

Auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr in Biesenthal lagern am Sonnabend 40 bis 50 ausrangierte Weihnachtsbäume. "Auch der große vom Marktplatz ist dabei", sagt Martin Bartel. Gerade ist er mit einem Bunsenbrenner dabei, das letzte Leuchten der Bäume einzuleiten. Und während dort noch vorgeglüht wird, wärmen sowohl Glühwein als auch die Bratwürste vom Grill schon mal ganz ordentlich.

"Ist bei uns schon eine schöne Tradition, das Knutfest", erzählt Bartel. Doch was normalerweise wie Zunder brennt, gestaltet sich nach dem vorausgegangenen tagelangen Dauerregen schon als eine schwierige "Zündelaktion". Endlich schlagen die Flammen hoch hinauf in den Himmel. Nun strömen auch die umliegenden Anwohner durch den frisch gefallenen Schnee herbei, angelockt von Musik, Glühwein- und Bratwurstduft - abgeputzte Weihnachtsbäume im Schlepptau.

Volksfestartige Stimmung herrscht am Abend auch in Rüdnitz beim Verbrennen der abgeschmückten Weihnachtsbäume. Biesenthals Nachbarn haben das gleiche "Zündelproblem". Menschenanlauf am Grill- und Glühweinstand an der Dorfstraße - wartend auf das wärmende Feuerchen am Feldrand. Abermals sind die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr mit Riesenbunsenbrennern beschäftigt, um den Haufen feuchter Tannenbäume zum Brennen zu bewegen. Der guten Stimmung unter den zahlreichen Besuchern tut das jedoch keinen Abbruch. Glühwein und Bratwürste gehen weg wie nichts, dann klappt es endlich auch mit den Flammen. Sie schlagen hoch in den nachtdunklen Januarhimmel, verschlingen im Nu einen nach dem anderen der noch bis vor kurzem sorgfältig geschmückten Tannenbäume.

"Schön, dass sie das immer hier so machen, da kommt doch gleich Gemütlichkeit auf", sagen die Besucher und schauen dem knisternden Funkenflug zu.

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