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Der Buchholzer Musiker und Maler zeigt in der Rehfelder Entreégalerie Pastellarbeiten

Die stillen Momente des Lebens

Dirk Schaal / 14.01.2013, 06:29 Uhr
Rehfelde (MOZ) Das Ausstellungsjahr in der Rehfelder Entreegalerie wurde mit einer Vernissage am Freitagabend eröffnet. Der Buchholzer Musiker und Maler Mike Hille zeigt dort noch bis zum 5. April unter dem Titel "Klangfarben" einige Werke.

Das neue Jahr beginnt in der Rehfelder Entreegalerie mit Pastellarbeiten des Malers Mike Hille. Der Buchholzer Künstler lässt sich in keine Schublade stecken. Auf der einen Seite Musiker, der unter anderem mit Heavy Metal Wände zum Erzittern bringt. Auf der anderen Seite Bilder, die fast schon eine zärtlich gehauchte Liebeserklärung an die Einzigartigkeit der Natur und die stillen Momente des Lebens sind.

Im Gespräch mit dem Buchholzer wird aber schnell klar, das alles zusammen ist Ventil, um seine unbändige Lebensfreude herauszulassen. Mike Hille, Jahrgang 1964, ist studierter Musiker. Derzeit unterrichtet er an der Musikschule Hugo Distler Schlagzeug.

Im Jugendalter malte er seine musikalischen Idole, Beatles, Rolling Stones und Deep Purple. Während der Armeezeit 1984/85 in der Uckermark traf er Gleichgesinnte. Mit Malutensilien zog die "kleine Künstlerkolonie" durch die urige Natur, wie Mike Hille schmunzelnd erklärte. Dort kam er mit der Pastellmalerei in Berührung, deren Technik seine Arbeiten bis heute bestimmt.

Eine vorfrühlingshafte Zeichnung, die die zu leben beginnende Natur auf fast realistische Weise zeigt, hat es Ruth Gehrke angetan. "Es wirkt fast zum Greifen nah. Ich mag diese leise Stimmung, die diese Bilder verbreiten", schwärmte die Rehfelderin.

Mike Hille liebt die Impressionisten, was unschwer auf den Arbeiten zu erkennen ist. Claude Monet, Paul Cézanne oder Edgar Degas nennt er seine Vorbilder. "Wir wohnen am Feldrand und blicken auf viel offenes Land. Wie das Wetter, die Wolken, das Licht plötzlich eine ganz andere Stimmung in die Weite zaubern, das inspiriert mich", erklärte er seine Lust auf immer neue Bilder. Am Liebsten vor Ort bannt er seine Motive auf Leinwand.

Bei allem, was er schon angefangen hat, gehen dem Musiker und Maler die Ideen und Ziele nicht aus. Die Archäologie ist sein neustes Steckenpferd. Gerade macht er eine Ausbildung zum Denkmalpfleger. Ehrenamtlich will er so Altes bewahren und ins Licht zurückholen.

Mehrere Funde auf Äckern der Umgebung sollen demnächst das Altlandsberger Haus des Heimatvereins zieren.

Die Ausstellung in der Elsholzstraße 4 ist noch bis zum 5. April zu den Öffnungszeiten der Gemeindeverwaltung zu sehen. Außerhalb der Zeiten können Termine vereinbart werden.

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