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Spektakel mit dicken Fischen

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ugrieger / 16.11.2009, 20:28 Uhr
Altfriedland Mehr als 500 Gäste aus der gesamten Region waren der Einladung der Fischerei Altfriedland zum Schaufischen gefolgt. Das Spektakel, das erstmals bei strahlendem Sonnenschein stattfinden konnte, wurde zum Familienausflugserlebnis ersten Ranges.

Groß und Klein staunten über die dicken Fische, die das Team von Jörg Timm aus dem letzten der 16 Teiche holte. Der Sechs-Mann-Betrieb will mit touristischen Angeboten und Direktvermarktung ein weiteres Standbein schaffen. Damit könnten Schäden ausgeglichen werden, die Kormorane und Otter anrichten.

"So ein schönes Wetter hatten wir noch nie zum Schaufischen!" Jörg Timm, Chef des Altfriedländer Unternehmens mit sechs Mitarbeitern, freute sich am Sonnabend über den Ansturm der Gäste, die aus der gesamten Region zum Kietzer See geströmt waren. Rund 750 Kilogramm Fisch, vor allem Karpfen, Welse, Hechte und Barsche holten die Helfer aus dem letzten der 16 Teiche, um sie direkt zu vermarkten oder in die vom Wasser des Stöbbers durchströmten Hälterbecken zu setzen. Der im Vergleich zu den Vorjahren etwas späte Termin soll Tradition werden. Stets am zweiten Sonnabend im November will Jörg Timm zum Schaufischen einladen. Der 54jährige Diplom-Fischereiingenieur hat es längst zum Konzept seines auf 278 Hektar wirtschaftenden Betriebes gemacht, den Tourismus zum zweiten Standbein zu entwickeln. Schon deshalb, weil der zum Vogel des Jahres 2010 gekürte Kormoran und auch die am Kietzer See zahlreichen Otter ernsthafte Schäden anrichten, die ausgeglichen werden müssen. Monatlich gibt es kulturelle oder kulinarische Höhepunkte. Zudem können Angler von Oktober bis April Forellen und ganzjährig Karpfen, Hecht, Wels und Stör angeln.

Zu einem idealen Familienausflugserlebnis hat sich das Schaufischen gemausert. Am Sonnabend war der passionierte Bad Freienwalder Angler Mario Liebmann mit Partnerin Stephanie Binder und dem zweijährigen Felix dabei. "Mein größter Fang war ein 18 Kilo schwerer Karpfen", erzählt Mario Liebmann. Auch Andreas Müller verfolgte das Geschehen am Teich sehr interessiert. Wie sein Vater Albert mit "Einstrich-Keinstrich" aus NVA-Beständen angetan, kommentierte er die Vorgänge fachkundig. Kein Wunder. Er ist leidenschaftlicher Angler am Klostersee und Stammgast bei diesem Spektakel, das sich etwa 500 Gäste anschauten.

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