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Zahl Betroffener wächst um 14 Prozent

Drastischer Anstieg der Arbeitslosigkeit

Frank Groneberg / 01.02.2013, 06:32 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen im Bereich der Geschäftsstelle Eisenhüttenstadt ist im Vergleich zum Dezember 2012 um 14 Prozent gestiegen. Das geht aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit hervor. Offiziell sind demnach aktuell 4673 Frauen und Männer als arbeitslos erfasst - Ende Dezember 2012 waren das 4099. Die offizielle Arbeitslosenquote beträgt derzeit 10,2 Prozent (Dezember 2012: 9 Prozent). Hauptgrund für den Anstieg ist die Schließung der First-Solar-Fabriken in Frankfurt (Oder).

Die tatsächliche Zahl jener erwerbsfähigen Menschen, die ohne Arbeitsplatz sind, ist allerdings deutlich höher, als es die offiziellen Angaben aussagen. Nicht eingerechnet in die offiziellen Zahlen sind nämlich Teilnehmer an Weiterbildungsmaßnahmen, Leute, die sich in einer MAE (1,50-Euro-Job) oder einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme befinden und Menschen, die zwar keinen Job haben, dem Arbeitsmarkt aber aus Sicht der Arbeitsagentur nicht mehr zur Verfügung stehen, weil sie in wenigen Jahren das Rentenalter erreichen.

Die große Mehrheit der offiziellen Arbeitslosen erhält kein Arbeitslosengeld I mehr, sondern nur noch ALG II (Hartz IV). 2617 der 4673 Arbeitslosen müssen von dieser Mindestunterstützung leben. Von 614 Menschen, die aus der Arbeitslosenstatistik gestrichen werden konnten, haben nur 201 Personen einen festen Arbeitsplatz gefunden.

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Arbeitsloser 01.02.2013 - 19:08:06

Keine neuen Arbeitsplätze

Unfähigkeit und Stillstand haben Ihren Preis. Die drücken sich in Arbeitslosigkeit und fehlenden Arbeitsplätzen aus. Welche halbwegs vernünftige Unternehmen wird jemals noch in Hütte investieren, bei dieser unfähigen Rathausspitze. Jeder potentielle Investor, der Arbeistplätze hält oder neue schaffen würde schaut ins Internet und lässt die Finger von Ostpreußens negativster Stadt. Also macht euch auf etwas gefasst, es wird noch schlimmer werden.

Sexy Brüderle 01.02.2013 - 15:44:08

.....

Schließe mich dem an. Und jetzt noch das ganze auf die Republik hochgerechnet dann kommt einem das Grauen. Die Zahl der Aufstocker wäre dabei interessant.

S. Rößler 01.02.2013 - 12:22:15

Etwas realistischer....

Nimmt man nun die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten (12.250), addiert ide Arbeitslosen dazu (4673), und ein paar Selbstständige und Unternehmer ( mal hochgeschätzt 600) und Beamte hat man Potential an Arbeitskräften von 17523. Setzt man jetzt die 4.673 Arbetslosen ins Verhältnis, kommt man auf 26,66 % Arbeitslosenanteil der tatsächlich arbeitsfähigen Bevölkerung in EHST. Also jeder 4. potentielle Arbeiter ist arbeitslos. Wäre noch interessant, wieviele aufstocken müssen, dann weiß man auch, warum Alles abhaut aus der Stadt.

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