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Umgestürzter Fernmeldemast auf Schienen / Linie RB 60 betroffen

Triebwagen-Unfall bei Werbig

Einsatz mit Eisensäge: Feuerwehrleute aus Seelow versuchen, den Mast von dem Dieseltriebwagen loszuschneiden. An dem Zug entstand nur leichter Sachschaden.
Einsatz mit Eisensäge: Feuerwehrleute aus Seelow versuchen, den Mast von dem Dieseltriebwagen loszuschneiden. An dem Zug entstand nur leichter Sachschaden. © Foto: Edmund Schulz
Christian Heinig / 01.02.2013, 07:45 Uhr
Seelow (MOZ) Trotz Notbremsung ist am Donnerstagmorgen ein Dieseltriebwagen der Ostdeutschen Eisenbahn GmbH (Odeg) der Linie RB 60 kurz vor dem Bahnhof Werbig mit einem umgestürzten Fernmeldemast zusammengeprallt, der auf den Schienen lag. Der Unfall ereignete sich gegen 5 Uhr auf der Strecke von Eberswalde in Richtung Frankfurt (Oder). Die drei Passagiere an Board sowie Zugführer und Begleitpersonal kamen mit einem Schrecken davon, verletzt wurde niemand.

"Der Zugfahrer hatte das Hindernis zum Glück früh gesehen und sofort die Notbremsung eingeleitet", sagt Odeg-Sprecher Arnulf Schuchmann. Die Geschwindigkeit beim Aufprall sei sehr gering gewesen. Im Normalfall ist der Triebwagen auf diesem Streckenabschnitt mit 80 km/h unterwegs.

Angenommen wird, dass der stürmische Wind den Fernmeldemast, der der Netz AG der Deutschen Bahn gehört, zum Umknicken gebracht hat. Er soll in einem Wassergraben gestanden haben und morsch gewesen sein. Außerdem war er nicht mehr in Betrieb. Die Bergung übernahmen neun Seelower und Werbiger Feuerwehrleute. Unterstützt wurden sie von neun Einsatzkräften der Feuerwehr aus Libbenichen.

"Triebwagen, Mast und Stromleitungen hatten sich völlig ineinander verfangen und verkeilt, deshalb mussten wir die Eisensäge nehmen, um den Zug freizukriegen", so der Seelower Stadtbrandmeister Candy Schmiedecke.

Bis 7.15 Uhr dauerte der Einsatz der Feuerwehr, dann konnte die Odeg die Strecke wieder freigeben. Die gestrandeten Fahrgäste wurden mit einem Taxi nach Frankfurt (Oder) gebracht. Die Odeg will sich nun an die Bahn AG wenden, da die Frage im Raum steht, weshalb der Mast nicht schon früher demontiert wurde. Feuerwehrmann Schmiedecke betonte, an der Stelle würde es noch weitere morsche Fernmeldemasten geben.

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