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TSU Müncheberg errichtet an den Ostbahn-Haltepunkten auf deutscher Seite ab dem Frühjahr wetter- und vandalensichere Stelen

Einheitliches Leitsystem entlang der Strecke

Doris Steinkraus / 03.02.2013, 07:45 Uhr
Seelow (MOZ) Die Ostbahn nimmt weiter Fahrt auf. Seit 2006 sind die Fahrgastzahlen um 37 Prozent gestiegen. Unter dem Dach der Interessengemeinschaft Ostbahn (IGOB)haben Kommunen mit Unterstützung des Kreises Bahnhofsumfelder gestaltet. Jetzt wird ein einheitliches Informations-Leitsystem aufgebaut.

Reisende haben mitunter Zeit. Auch Pendler, wenn ihr Zug ein paar Minuten später kommt. Ausflügler suchen ohnehin nach Informationstafeln, um die Region zu erkunden. In Rehfelde, Müncheberg und Gusow erfahren sie bereits jetzt an dreiflügeligen Informationsstelen alles rund um die Geschichte der Ostbahn und zu aktuellen Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören großflächige Karten, die eine Orientierung ermöglichen. Am 19. Dezember hatte der Kreistag beschlossen, das mit Interreg-Mittel geförderte Leitsystem jetzt umzusetzen.

"Im Frühjahr, wenn wir in den Boden kommen, geht es los", sagte der Chef der TSU Müncheberg, Lothar Zehe. Seine Firma hatte nach einer Ausschreibung den Zuschlag für das 330 000 Euro teure Projekt auf deutscher Seite erhalten. In etwa soviel Geld wird auch auf polnischer Seite fließen. Denn, so IGOB-Geschäftsführer Karl-Heinz Boßan, es gehe um ein grenzüberschreitendes einheitliches Projekt. An 30 Bahnhöfen auf deutscher und polnischer Seite werden die einheitlichen Stelen aufgestellt.

Die Vorgaben sind klar: Es müssen vandalensichere und wetterbeständige Tafeln sein, in entsprechendem Format, ausgestattet mit den jeweiligen Regionalinformationen und Karten. Die Erläuterungen gibt es jeweils in Deutsch, Polnisch und Englisch.

"Das Leitsystem ist ein wichtiger Punkt, um die Attraktivität zu erhöhen" , sagte der Beigeordnete Rainer Schinkel. Er würdigte das Engagement der beteiligten Kommunen. "Allein hätte der Kreis das Ganze schon aus logistischen Gründen nicht stemmen können", resümierte Schinkel.

In diesen Tagen erhalten die Kommunen die Textfassungen noch einmal zum Gegenlesen, erläuterte Jörg Schleinitz vom Wirtschaftsamt des Kreises. 16 Stelen werden auf deutscher Seite an allen Haltepunkten der Ostbahn errichtet, sagte er. Einbezogen seien auch drei Stelen in Seelow, Werbig und Letschin an der Bahnstrecke Frankfurt-Eberswalde. Sie werden statt in Rot - so wie die Tafeln an der Ostbahn - in kräftigem Blau leuchten. Auch die drei Bahnhöfe, an denen bereits eine Musterstele steht, erhalten jeweils noch eine. Sobald die Witterung es zulässt, wird die TSU die Fundamente fertigen. Ein Subunternehmen in Bad Rappenau fertigt die Tafeln.

Bis Mai soll und muss alles fertig sein, sowohl auf deutscher als auch auf polnischer Seite. Dann nämlich erfolgt die Abrechnung der Fördermittel. Es ist ein weiterer Baustein, um die Bahnstrecke aufzuwerten und zu entwickeln. 1845 war mit dem Bau der "Königlich-Preußischen Ostbahn" begonnen worden. 1851 ging der erste Abschnitt in Betrieb, ab 1857 fuhr die Bahn dann, von Berlin kommend, bis Königsberg. Sie brachte für die Bahnanlieger erhebliche wirtschaftliche Entwicklung. Daran soll angeknüpft werden, auch mit der Gründung des EVTZ (Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit). Er sieht die Entwicklung eines Modellkorridors entlang der Ostbahn vor.

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