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Bürgerverein Hönow möchte sich um Ausstellungen kümmern

Rathaus Hoppegarten mit noch mehr Lokalkolorit

Irina Voigt / 05.02.2013, 07:41 Uhr
Hoppegarten (MOZ) Immer wieder einmal lockt das Rathausfoyer in der Lindenallee zur Vernissage und immer wieder verkürzen dort interessierte Blicke auf Bilder die Wartezeiten der Hoppegartener. Die guten Bedingungen zu nutzten, haben sich Hönower Künstler und Kunstinteressierte vorgenommen.

Derzeit ziehen die farbenprächtigen Bilder der Hönowerin Gabriele Stolze unter dem Motto "Lokalkolorit" beim Behördengang ins Hoppegartener Rathaus die Blicke auf sich. Es gab in der Vergangenheit auch schon Ausstellungen mit Bildern aus der Partnergemeinde Rzepin oder des Sportfotografen Frank Sorge.

"Die Bedingungen im Foyer sind sehr gut für Ausstellungen. Es ist schön hell, es ist in der Woche an jedem Werktag lange geöffnet und es ist immer ein Ansprechpartner vom Bürgerbüro anwesend", konstatieren nicht nur die Künstler, sondern auch die Besucher. Die nutzen gern anfallende Wartezeiten, um sich die Bilder in Ruhe anzuschauen. "Es wäre doch schade, wenn es dort nicht immer wieder etwas Neues zu sehen gebe", haben sich die ständigen Besucher des Zeichenzirkels von Sylvia Lehmann in der Jugendwerkstatt Hönow ebenfalls gesagt. Hier entstehen viele Werke, die es lohnen würde, einer größeren Öffentlichkeit zu zeigen. Aber auch andere Zirkel, Schulen oder Arbeitsgemeinschaften haben einen großen Fundus an Bildern, die noch kaum jemand von außerhalb gesehen hat.

Die Hönower Zirkelmitglieder überlegten nun gemeinsam, wie man das Foyer öfter nutzen könnte, um Hoppegartenern, aber auch Kunstschaffenden aus der Umgebung dort Ausstellungsraum anzubieten.

Bei aller Euphorie stießen sie schnell auf ein Hindernis. "Wenn wir ein Ausstellungsgremium sein wollen, brauchen wir materielle Voraussetzungen", erkannten sie. Da wäre zum Beispiel die einmalige Anschaffung von 30 Bilderrahmen, die rund 600 Euro kosten würden. Da wären immer wieder Flyer und Plakate, um auf Vernissagen hinweisen zu können, und da müssten auch Einladungen gedruckt werden.

Dafür einen eigenen Verein zu gründen, fanden sie dennoch zu umständlich. Über einen Verein bestehen in der Gemeinde Möglichkeiten, sich um Mittel aus der Vereinsförderung der Gemeinde zu bewerben.

So trugen sie ihre Pläne im Januar dem Bürgerverein Hönow vor. Mit dem Ergebnis, dass der Verein auf einen Schlag zwölf engagierte Mitglieder gewann, die sich in der Projektgruppe MachArt um Ausstellungen und noch weitere Projekte wie Gesprächsrunden oder die Erforschung von Lebensläufen kümmern wollen. MachArt-Ansprechpartner fürs vorrangig Künstlerische sind im Bürgerverein nun Gabriele Stolze, Manfred Rother und Sylvia Lehmann. Sie will den Kontakt zu anderen künstlerischen Zirkeln suchen und halten.

"Was das Rathaus schöner macht, ist natürlich immer gern gesehen", freut sich Bürgermeister Karsten Knobbe (Linke) über die Initiative der Hoppegartener aus Hönow. Die nächsten Angebote hat die Projektgruppe schon in petto: So könnte im Anschluss an die jetzige Ausstellung, die noch bis März zu sehen ist, eine Fotoausstellung "Vier Jahreszeiten" folgen. Übers Jahr können sich die Hönower vier bis sechs Ausstellungen vorstellen, wobei es neben Eröffnung und Abschluss auch ein Galeriegespräch geben könnte.

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