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Berlinale-Reihen für junge Zuschauer eröffnet

Isabella Rossellini spielt die Chanson-Sängerin Lola in „Nono, Het Zigzag Kind“
Isabella Rossellini spielt die Chanson-Sängerin Lola in „Nono, Het Zigzag Kind“ © Foto: Berlina/Dinand van der Wal
mpu/sk / 09.02.2013, 11:45 Uhr - Aktualisiert 11.02.2013, 15:25
Berlin (sk/mpu) Mit "Jîn" und "Nono, Het Zigzag Kind" (Nono, das Zigzag-Kind) sind am Freitag die Sektion Generation und das Kinderfilmfest der Berlinale eröffnet werden. 60 Filme aus 36 Ländern gehen in den Wettbewerben Generation Kplus und Generation 14plus ins Rennen. Schon zu Beginn konnte die Sektion große Stars empfangen. Isabella Rossellini und Burkhart Klaußner sind die Hauptdarsteller in "Nono, Het ZigZag Kind".

Nono ist der Sohn des größten Inspektors der Welt. Wer seine Mutter ist, weiß der Junge aber nicht. Sie starb, als er noch ein Kleinkind war. Ein einziges Foto ist ihm von ihr geblieben, und das zeigt sie von hinten. Nono ist bei seinem Vater aufgewachsen, der ihm schon früh an das Rüstzeug mitgab, ein großer Detektiv zu werden: Disziplin und analytisches Denken. Doch es steckt mehr in Nono. Die Fantasie des Jungen ist nicht zu bändigen.

Kurz vor Nonos Bar Mitzwah gerät der Junge in die Hände von Felix Glick (Klaußer), dem größten Diamantenräuber der Welt und ein alter Bekannter seines Vaters. Gemeinsam gehen sie auf die Suche nach Nonos Wurzeln. Die Abenteuerreise mit Glick führt ihn bis an die Riviera. Dort treffen sie auf die Chanson-Sängerin Lola (Rossellini). Jeder mit auch nur ein wenig Kino-Erfahrung kann sich denken, wie der Film nun ausgeht.

So berechenbar die Handlung dieses Films ist, so liebevoll ist sie erzählt. Rossellini und Klaußner geben ein Paar, dem man zu gern zusieht. Gekonnt verwischt der Film die Grenzen zwischen Fantasie und Wirklichkeit. Und so wird aus "Nono, The Zigzag Kid", der als Detektivgeschichte gestartet war, ein rührender Coming-of-Age-Film voller Witz: eine schöne Geschichte zum Wohlfühlen.

Ganz und gar nicht zum Wohlfühlen ist der Film "Jîn", der die Reihe Generation 14plus, also die für die Jugendlichen, eröffnet hat: Die 17-jährige Jîn lebt im Gebirge, mit dem Wind im Gesicht, den Händen an den Bäumen. Um die Schulter trägt sie ein Gewehr. Denn Jîn ist im Krieg. Als sie zwei Jahre alt war, holten sie ihren Vater aus dem Dorf. Jîn, als Kurdin, hat kein Zuhause in der Türkei. Eines nachts verlässt sie ihre kämpfende Truppe in den Bergen. Sie will raus aus dem Krieg, der ihren Wald, ihr Leben, ihre Familie zerreißt, seit sie denken kann. Jin muss eine Entscheidung treffen.

Der zweistündige Film von Reha Erdem macht keinen Mut, obwohl Jîn (Deniz Hasgüler) so viel davon hat. Die gezeigte Ausweglosigkeit ist starker Tobak für die jungen Zuschauer. Aber wie Sektionsleiterin Maryanne Redpath sagt: "Wir wollen unser Publikum nicht schonen".

Sektion Generation: täglich, Haus der Kulturen der Welt

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