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Ausstellung bei Ökolea in Klosterdorf eröffnet

Von Raupen, Knospen und Holunder-Ernte

Interessierte Gäste: "Im Kreis des Jahres" ist die in Klosterdorf eröffnete Ausstellung betitelt, die Einblicke in den Ökolea-Garten und die dortige Arbeit auch mit Beschäftigten des Midria-Projektverbundes bietet.
Interessierte Gäste: "Im Kreis des Jahres" ist die in Klosterdorf eröffnete Ausstellung betitelt, die Einblicke in den Ökolea-Garten und die dortige Arbeit auch mit Beschäftigten des Midria-Projektverbundes bietet. © Foto: Thomas Berger
Thomas Berger / 20.02.2013, 07:05 Uhr
Klosterdorf (MOZ) Mal hat die Kamera eher beiläufig eine Szene als Momentaufnahme festgehalten. Mal hat die Fotografin keine Mühe gescheut, um ein kleines Detail ganz groß festzuhalten. Da kriechen einmal zwei Raupen durchs Grün, besucht auf einem anderen Bild eine Biene gerade eine Blüte, während bei einer dritten Aufnahme der Winter seinen weißen Mantel über die Gartenlandschaft legt.

"Im Kreis des Jahres" lautet der Titel dieser beeindruckenden Sammlung fotografischer Impressionen, ergänzt um Gedichte, die mit "Frühlingsflügel", "Oktober" oder "Winterwissen" passend zum Wechsel der Jahreszeiten überschrieben sind. Katja Marzahn hat die Ausstellung gestaltet, die am Montagabend bei der Ökolea in Klosterdorf feierlich eröffnet wurde. Etwa 50 Interessenten drängten sich dazu in den Räumlichkeiten: Hofbewohner der Ökologischen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft, Menschen aus dem Netzwerk des Vereins Mittendrin Anders (Midria) und weitere Interessenten.

"Von so einer Ausstellung habe ich schon Jahre geträumt", sagte bei der Begrüßung Martin Webber, einer der Verantwortlichen des Ökolea-Gartens. 18 Jahre liegen dessen Anfänge zurück, was daraus geworden ist, zeigt der Bilderreigen ebenso wie das, was die fünf Beschäftigten über den Midria-Verbund dort rund ums Jahr leisten. Von der ersten Aussaat bis zur Ernte, ein Werden und Vergehen, Entwicklung von zarten Knospen bis zu prall mit leuchtenden Früchten gefüllten Körben im Spätsommer und Herbst. Mit Gartenarbeit habe sie früher wenig am Hut gehabt, bekennt Katja Marzahn. Hier in Klosterdorf, wo sie seit September 2011 tätig ist, habe sich jedoch eine besondere Faszination entfaltet. Dunkel sind die Hände bei der Holunderernte, und die Wildkräuter schaffen es bis in gehobene Berliner Restaurants.

Nach der Midria-Band, bei deren Songs noch weitere Fotos in einer Diashow gezeigt wurden, trat auch die Gruppe Kiltyfanad zur musikalischen Umrahmung auf. Nach der Eröffnung ist die Ausstellung zwar wieder abgebaut, soll aber demnächst an anderen Orten gezeigt werden.

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