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Ein Dach für täglich acht Fahrgäste

Vielleicht bald mit Dach: Die Haltestelle Tzschetzschnower Schweiz soll ausgebaut werden
Vielleicht bald mit Dach: Die Haltestelle Tzschetzschnower Schweiz soll ausgebaut werden © Foto: Michael Benk
Frauke Adesiyan / 20.02.2013, 07:19 Uhr
Frankfurt (MOZ) Die Bushaltestelle Tzschetzschnower Schweiz soll nach dem Willen der Stadtverordneten ausgebaut werden. Mit großer Mehrheit wurde in der Stadtverordnetenversammlung ein Antrag von Meinhard Gutowski (BVB 50 Plus) angenommen, der eine überdachte Haltestelle sowie eine Standortprüfung fordert. Die Rede ist von 40 000 Euro teuren Umbauten. Sie kämen durchschnittlich acht Fahrgästen am Tag zugute.

Meinhard Gutowski hält die Haltestelle unmittelbar hinter der Abbiegung vom Buschmühlenweg in die Weinberge für eine Gefahrenstelle. "So gefährlich wie dort, ist es nirgendwo sonst", argumentierte Gutowski, der in dem ehemaligen Gasthof an besagter Straßenkreuzung eine Fahrschule betreibt. Neben der Lage des Halts kritisiert er auch die Ausstattung. "Die Fahrgäste sind zurzeit dem Wetter schutzlos ausgesetzt", berichtete er.

Baudezernent Markus Derling (CDU) hielt der Kritik entgegen, dass die Ausstattung dem Standard entspreche. Bei einem Vor-Ort-Termin mit Vertretern der Verwaltung sowie der Stadtverkehrsgesellschaft habe man keinen Handlungsbedarf festgestellt. Busfahrer der Stadtverkehrsgesellschaft hätten keine Gefahrensituationen an dieser Haltestelle beobachtet und ohnehin sei der Standort der Haltestelle, an der auch der Schulbus hält, im Rahmen der Schulwegüberprüfung gewählt worden. "Andere Verbesserungen sind notwendiger", brachte der Beigeordnete seine ablehnende Haltung zu dem Antrag auf den Punkt.

Ähnlich argumentierte die Kämmerin Claudia Possardt (parteilos), die betonte, dass noch nie eine Beschwerde bezüglich der Haltestelle eingegangen sei. "Ich möchte darum bitten, dass wir uns auf wichtigere Dinge konzentrieren", appellierte sie an die Stadtverordneten. Die folgten jedoch der Auffassung von Meinhard Gutlowski. Mit 30 Stimmen befürworteten sie seinen Antrag, drei Stadtverordnete stimmten dagegen, sechs enthielten sich der Stimme.

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??? 20.02.2013 - 23:31:44

Tja

Es ist schon sehr traurig, was unsere SVV und wie aus welchen Beweggründen auch immer seit geraumer Zeit entscheidet. Da bisher alle Sitzungen und Entscheidungen, bis auf Ausnahmen öffentlich waren, haben die Bürger den Anspruch, zu wissen, welcher SSV-Abgeordneter namentlich für was abgestimmt hat und bitte zur Transparenz um Nachtrag im ALLRIS. Die Protokolle sind ja archiviert. Es kann einfach nicht sein, auch wenn hier mal ehrlich Lobbyismus gezeigt wird, dass eine Einzelperson mit einem Antrag weit über 40.000 Euro (Folgekosten sind mal erst gar nicht benannt) aus Steuergeldern entlocken kann. Liebe Bürgervertreter: „Geht’s noch?“ Überall auch im sozialen Bereich muss gespart werden und Herr Fahrschule braucht die Bushaltestelle mit Dach vor der Tür? Warum stimmt ihr dafür? Gab es Gegenleistungen? Sicher ist mir bewusst, dass man Lobbyismus heute sogar schon studieren kann. Aber das ist schon fast der Gipfel. Viele lokale negative Lobbyistenbeispiele prägen schon heute das Stadtbild und nicht nur das duale Rundfunksystem gehört revolutioniert. Es fehlt eher die duale Demokratie, denn die gesamte Demokratie ist dermaßen von den Lobbyisten (nicht nur lokal) unterwandert. Es finden sich so viele Beispiele in diesem Staat (Mr. Hartz 7 erfand das Unwort und Unmenschlichkeit und ein früherer Arbeitsminister die unmenschliche Zeitarbeit, die jeden Tarifvertrag unterwandern kann und verdient mit Eigenunternehmen daran richtig Gold) Dagegen ist das, was in dieser Stadt passiert eigentlich harmlos, aber nicht zu übersehen. Eine Bushaltestelle ist wichtiger als Stadtabriss Stuck 0 und ein offizieller Mitspiegel, der seit mehr als ein Jahrzehnt fehlt! Warum eigentlich? Wer sitzt in der SVV? Volksvertreter? Nein, die Wenigsten. Ihr habt die gewählt, die mit viel Geld Werbung für sich selbst machten in der Öffentlichkeit und Anderes versprachen. Woher kam das Geld? Eigenkapital, gesteuertes Fremdkapital? Warum tritt jemand als Investor für jemanden im Wahlkampf auf? Fast jeder kennt die Stellungen, Kontakte, Berufe der SVV, auch wenn da mal ein wenig gelogen wird und Geschäftsführer/Teilhaber als Rentner ausgewiesen werden. Ist ja egal. Transparenz in der Kommunalpolitik war bis heute kein Thema. Alles wird so lange verschwiegen, bis Dritte Transparenz aus der Untransparenz schaffen und plötzlich gehen A-Z , selbst aus hohen „Ämtern“ . Selbst - sorry ich sag es mal: - alle! JA-Publikationsmedien bedienen ausnahmslos den/die Werbekunden. Das Duale Rundfunksystem versagt auch im Print. (Nichtssagen, Verschweigen sind auch Meinungsbildung). Alles total normal. So normal ist auch der lokale Lobbyismus und das lokale wirtschaftliche Netzwerk. Aber es gibt einfach keine/kaum echte ehrliche Volks- und Bürgervertretungen. Ein großes Wahlkampfthema. Wer schon auch versteckt lobbyistisch auftritt, sollte auch ehrlich zu stehen. So darf sich jeder Wähler/Bürger auch selbst ein Bild über Erfolg oder Misserfolg machen. Es gibt hier im Fließtext so viele wichtige Themen für die SVV, z.B. Sozialpolitik: Was will die Stadt und wie sozial will sie sein, endlich Mietspiegel = wahre Fratze zeigen, wirtschaftliche Ansiedlungspolitik ( zur Zeit in 2013 gehen mehr als ihr alle erahnt = Telekommunikationsvertrieb, Schweden, …) Hier ist keiner ehrlich zu Euch … schön runterspielen … alles aus Förderprogrammen. Insiderwissen? Neee! Leute das was Alle! Öffentliche Berichterstattung im dualen Rundfunksystem = 0,0 Wert? Fehl am Platze. Wir reden hier von einer gewollten Kommunikationspoltik der Stadt ohne Wert, eure gewählten Volksvertreter. Als Ergebnis: Das was gerade passiert, habt ihr genau so gewählt und das was passiert bisher akzeptiert. Ihr akzeptiert 40.000 Euro für eine Bushaltestelle für 8 Fahrgäste am Tag zuzüglich Tausende Folgekosten? Gehen wir mal einfach davon aus, das xyz die Heizkosten für Sie persönlich verzehnfachen würde (aus Lobbyisten- Ursprung) , wi würden Sie persönlich reagieren? Wäre es Ihnen egal, weil es ist so? Sind Ihnen auch die 40.000 Euro egal, weil es ist so, weil die SVV so abgestimmt hat? Ist es Ihnen egal, dass Sie auf Schienen sich die Straße mit der Straßenbahn teilen müssen, weil es ist so. Ist es Ihnen egal, weil Mietpreise unkontrolliert steigen, weil es ist so? Ehrlich mal hier wurde böse bisher gedeckt von der SVV und auch der Stadtverwaltung sehr sehr böse getrickst. Egal was ihr so lest, es gab nicht nur „den angeblich bösen Herr Schürg“ Die größte Mauschelei findet sogar innerhalb der stadteigenen GmbH`s neben Friends statt. Neben der Wohnungswirtschaft steht eigentlich die Messegesellschaft an Platz 1. Absolut ungerechtfertigte Summen für Planungsleistungen unter den Ausschreibungsgrenzen. Geht ja so durch gegen die freie Marktwirtschaft? Mitwisser? Ja! Bis in die höchste Kreisen ohne Frage und unkommentiert. Einsparpotentiale? Ja, Frau neue Bürgermeisterin. Aber da gibt es auch andere Themen … selbst bei den Stadtwerken angefangen. Im Allgemeinen geht der lokale Lobbyismus einfach über die Grenzen seit 3 Jahren und im nächsten Wahlkampf wird es aufdeckend sehr hart. Da bin ich mir heute schon sehr sicher. Wer will, sieht mehr auch ein Print oder Fernsehen, oder Rundfunk, außer Kohle fließt. …. und das wohl nicht zu knapp.

Tja ... 20.02.2013 - 22:41:15

So wird der Hund die Flöhe los

Immer raus mit der Kohle, dafür sind die Gehwege in der Lennéstraße zum Genickbrechen, von den Straßenschäden überall reden wir mal besser gar nicht erst. Man muß eben Prioritäten setzen, was sind schon Hunderte Fußgänger oder Tausende Autofahrer gegen acht Bus-Fahrgäste.

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