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Slubicer Stadtbus startet am 18. März

Berichteten über die neue Buslinie: Anna Ginter und Übersetzer Robert Buczek beim ÖPNV-Workshop
Berichteten über die neue Buslinie: Anna Ginter und Übersetzer Robert Buczek beim ÖPNV-Workshop © Foto: FOTO Michael Benk
Annette Herold / 22.02.2013, 07:28 Uhr - Aktualisiert 22.02.2013, 10:46
Frankfurt (MOZ) Vom 18. März an soll ein Stadtbus durch Slubice fahren. Diese Linie biete an drei Stellen Umsteigemöglichkeiten in den grenzüberschreitenden Bus aus Frankfurt, kündigte Anna Ginter, Mitarbeiterin der Slubicer Stadtverwaltung und des Frankfurt-Slubicer Kooperationszentrums am Donnerstag an. Anlass war das Jahrestreffen der Angehörigen von Stadtverordnetenversammlungen und -verwaltungen Frankfurts und Slubices im Kleist Forum.

Bei Workshops zu Themen wie Tourismus, gemeinsame Dachmarke, künftige Projekte und Öffentlicher Personennahverkehr tauschten sich Vertreter beider Städte aus. Beim ÖPNV-Workshop kündigte Andreas Rein, zuständiger Projektmanager einen gemeinsamen Nahverkehrsplan für Frankfurt und Slubice an. Für Frankfurt gibt es einen solchen Plan seit Jahren. "Es ist Zeit, dass wir ihn auf Slubice ausdehnen", sagte Rein. Das Thema solle bei der Sitzung des Nahverkehrsbeirats in der kommenden Woche besprochen werden, in dem neben den Stadtverwaltungen auch Vertreter der Universität mitarbeiten. Der Erfolg des grenzüberschreitenden Busses bestärke die Verwaltung in ihrem Vorhaben, sagte Rein. Das Papier soll dann auch in beiden Stadtverordnetenversammlungen beraten werden.

Zugleich warb Rein um Geduld. "Wir wollen uns das Ganze jetzt ein Jahr ansehen", beantwortete er die Frage des Frankfurter Stadtverordneten Josef Lenden nach einer Erweiterung der grenzüberschreitenden Linie. "Wir werden in Ruhe diskutieren, was am sinnvollsten und am wirtschaftlichen ist", sagte Rein. "Wir werden ad hoc keine Korrekturen vornehmen."

Die neue Buslinie durch Slubice soll Anna Ginter zufolge von der polnischen Firma Transhand bedient werden. Demnach müssen Fahrgäste vorerst beim Umsteigen von diesen in den Frankfurt-Slubicer Bus - angeboten von der Frankfurter Stadtverkehrsgesellschaft - einen neuen Fahrschein lösen.

Führen soll die Slubicer Linie von der ul. Grzybowy im Norden vorbei am Heldenplatz und dem großen Basar zur Sonderwirtschaftszone im Südosten Slubices. Am Heldenplatz, am Supermarkt Intermarche und an der Haltestelle al. Niepodleglosci können Fahrgäste umsteigen, wie Anna Ginter ankündigte. In Slubice sei schon jetzt viel Zuspruch für den bereits fahrenden Bus zu hören. "Die Leute sagen ,Endlich haben wir so eine Buslinie'", berichtete sie und regte zugleich weiterführende Diskussionen an. Die Frage sei doch, ob die Linie 983 nicht tatsächlich erweitert werden könne. Für die polnische Seite vorstellbar sei auch eine Erweiterung des Gebietes des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) auf den Landkreis Slubice oder auf das der Euroregion Viadrina. Innerhalb des VBB können Reisende mit einem Fahrschein von A nach B gelangen und müssen nicht bei verschiedenen Anbietern nachlösen. So erhält die Stadtverkehrsgesellschaft auch anteilig Geld von der Deutschen Bahn für Fahrgäste, die nach dem Regionalexpress in Bus oder Straßenbahn umsteigen.

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Martin Hampel 27.02.2013 - 21:45:48

Städtepartnerschaft

Auch ich mag den "Kunstraum Slubfurt" nicht. Der Forderung nach einer offiziellen Städtepartnershcaft zwischen Frankfurt (Oder) und Slubice wird jedoch auch schwer zu entsprechen sein, denn sie besteht bereits seit 1975 (wenn ich mich nicht irre). Grüße

D. Wolf 26.02.2013 - 07:20:58

D. Wolf

Peter, in einem Punkt regt sich Widerspruch. Es gibt keine "Doppelstadt Slubfurt" Es gint Slubice (Polen) und Frankfurt (Deutschland) Alles andere schürt nur Hass zwischen beiden Völkern. Es sollte eine reguläre Städtepartnerschaft zwischen beiden Städten geben, wie es mit anderen Stadten aus verschiedenen Ländern gibt. Alles andere verursacht ein Besitzstreben in den Grenzen von 1937

ROESSLGAENGER 24.02.2013 - 12:39:26

@M. Habeck

Sie waren ausdrücklich nicht gemeint, im Gegensatz zu bestimmten Stadtverordneten habe ich keine Probleme mit anderen Meinungen, solange sie sachlich und begründet vorgetragen werden.

Shop-Queen-Berta 24.02.2013 - 12:14:38

@ BRITTA SCHULZ

Zitat : "Jeder deutsche Bürger, der Frankfurt in Richtung Polen zum Shoppen verlässt und somit dem Frankfurter Einzelhandel schadet,. . . ". Sehr geehrte Britta Schulz, nein sie sind kein Polenhasser. Doch leider sind sie ein Reglementierer von Bürgern, die unter dem positiven Aspekt der Reisefreiheit ihren Bedürfnissen im Nachbarland nachgehen. Wenn es noch nicht aufgefallen sein sollte, es gibt in Slubice einige Boutiquen mit einem Angebot, welches man in Frankfurt (Oder) vergeblich sucht. So sind doch die offene Grenze und der 360 Grad Shoppingradius geradezu ideal für die Befriedigung der Bedürfnisse der Einwohner auf beiden Seiten. Eine bessere Internationalität gibt es kaum in einer anderen Stadt.

Steuern 23.02.2013 - 21:01:48

Leute

Wir bauen gerade für acht Fahrgäste eine Bushaltestelle für 40000 Euro weil ein Stadtverordneter es mag. Also Scheiß auf die 60000 Euro ! Wir haben es oder zählt alle keine Steuern mehr aber alle dann überlegen sie und sie können nichts mehr ausgeben! Das wär es das Volk ist sich einig was sollen sie dann machen??! Aber das wird leider nicht passieren.

und zuverlässig 23.02.2013 - 19:49:14

@Peter

ich unterstütze uneingeschränkt die tram,wenn uneingeschränkt die polnische seite für die dort entstehenden kosten aufkommt. deshalb ist es eben nicht belanglos,dass die 60t€ bisher nicht beglichen wurden. hat etwas mit verlässlichkeit und vertrauen zu tuen. bald wird es um etliche millionen gehen.

Peter 23.02.2013 - 19:02:26

Freundschaft als Kampfthema?

@Freunde sind ehrlich: „Die Polen“ sind mit Sicherheit keine Deutschenhasser. Auch wenn es einige von ihnen geben dürfte. Genauso sind „die Deutschen“ keine Polenhasser, obwohl sich einige in diesem Forum als solche geoutet haben. Und wo liegen meine „einseitigen Vorstellungen von Freundschaft“, wo ich doch die Gleichbehandlung propagiert habe? Im Übrigen müssen nicht alle meine Nachbarn unbedingt meine Freunde sein, ein korrekter, freundlicher oder empathischer – sprich: normaler – Umgang miteinander wäre schon ein Gewinn für alle. Die Hassdebatte bedienen Sie – oder habe ich den thematischen Inhalt in Ihrem Beitrag übersehen? Immer wieder, auch von Ihnen, wird die noch ausstehende Co-Finanzierung der ÖPNV-Studie unserer Doppelstadt thematisiert. Die gehört natürlich beglichen. Genauso sollte aber auch die inhaltliche Umsetzung des Papiers angegangen werden. Darin wird klar eine Straßenbahnverbindung als wirtschaftlichere Alternative zum Bus ermittelt. Das unterstützen Sie dann sicher auch. Oder geht Ihre Ehrlichkeit dann doch nicht so weit?

Peter 23.02.2013 - 16:35:42

Fahrpreisgestaltung je nach Zweck der Reise?

@Britta Schulz: Wenn Sie so direkt fragen – ja, Frau Schulz, Sie sind eine Polenhasserin. Ihr Hass macht Sie blind für Realitäten. Formulieren Sie mal die Tarifbedingungen so, dass Fahrgäste, die *zum Einkaufen* nach Słubice fahren, mehr bezahlen müssen. Teilen Sie dem Forum mal mit, wie Sie den Zweck der Reise kontrollieren wollen. Erklären Sie mal der Leserschaft, ob die polnischen Fahrgäste, die zum Einkaufen nach Frankfurt (Oder) kommen, Rabatt auf den Fahrpreis erhalten (das wäre der folgerichtige Umkehrschluss Ihres Tarifwunsches). Nach Ihrer Logik muss ja bis zur Einführung der Buslinie 983 vor gut zwei Monaten der Einzelhandel in Frankfurt (Oder) floriert haben und dann dramatisch eingebrochen sein. Komisch, dass mir das nicht aufgefallen ist. Wenn Sie Ihren Hass ausschalten, bemerken Sie die Absurdität Ihrer Forderung. Da fährt ein Bus über eine Brücke und bringt Fahrgäste an das jeweils andere Ufer. Eine ganz normale Sache. Wenn er gut ausgelastet ist – umso besser. Wenn bald Route und Taktzeiten attraktiver werden – noch besser. Und wenn schließlich irgendwann eine wirtschaftliche Straßenbahnverbindung diesen Dienst übernähme – am allerbesten.

Britta Schulz 23.02.2013 - 15:07:18

Die Fahrgäste nach Polen müssen das auch bezahlen

Hier wurde einigen Kommentatoren Polenhass unterstellt, nur weil sie einen Fahrpreis für die Busbenutzung fordern. Und genau dieser Meinung bin ich auch. Jeder deutsche Bürger, der Frankfurt in Richtung Polen zum Shoppen verlässt und somit dem Frankfurter Einzelhandel schadet, soll gefälligst auch dafür einen extra Fahrschein lösen. Weil das aber so nicht ist, steht ja auch schon wieder die nächste Fahrpreiserhöhung an. Und das bezahlen alle Nutzer des ÖPNV, auch die, die nicht nach Polen zum Einkaufen fahren. So, nun meine Frage: bin ich mit dieser Auffassung auch ein Polenhasser?

B. Klausner 23.02.2013 - 13:10:39

@MARCO HABECK-wie auch immer

Der Bus ist, gemessen an der deutsch-polnischen Vergangenheit, eine Erfolgsgeschichte für den öffentlichen Personennahverkehr von Frankfurt (Oder) nach Slubice und zurück. Das diese Buslinie, die nun noch von Linien in Slubice ergänzt wird , ist auch ein Erfolg. Die Grundlage der Annäherung von Völkern war immer der Handel. Sie ist es auch in heutiger Zeit. Jeder findet im deutsch-polnischen Grenzraum seine Nische. So soll es auch sein. Für Unternehmen in Frankfurt (oder) ist der Wettbewerb natürlich enorm, doch zu gleich eine Herausforderung. Die eine Seite der Händler drückt von Berlin und Wildau und die anderen Seite aus dem polnischen Bereich. Schlussfolgerung, besser werden als andere. Sprüche in dieser Zeitung führen nicht zum Erfolg, nur das Handeln ! Schon sind wir wieder bei der Frankfurter Shoppingmeile Karl-Marx-Straße. Selbst der Ökonom Karl-Marx würde sich im Grabe herumdrehen wenn er wüsste, welche trostlose Straße seinen Namen trägt.

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