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Stahlglocken sind komplett verrostet / Glockenstuhl entspricht nicht mehr heutigen Baustandards / Spendensammlung läuft

Heiligabend 2014 erklingt das Te-Deum

Da sollen die Glocken hin: Pater Harold Bumann ist zuversichtlich, dass dieses für die katholische Kirche wichtige Unterfangen gelingt.
Da sollen die Glocken hin: Pater Harold Bumann ist zuversichtlich, dass dieses für die katholische Kirche wichtige Unterfangen gelingt. © Foto: MOZ Gerd Markert
Margrit Höfer / 22.02.2013, 07:45 Uhr
Rüdersdorf (MOZ) Pater Harold Bumann hat einen Traum: Heiligabend 2014 sollen sie läuten, die drei neuen Bronzeglocken im Turm der katholischen Kirche zur Heiligen Familie. Ein kleines Stück ist die Gemeinde dieses Woche vorangekommen. Denn es gab Geld von der Sparkasse.

Zwei Stahlglocken des Bochumer Vereins für Gussstahlfabrikationen hängen im Turm der katholischen Kirche an der Ernst-Thälmann-Straße, die 1905 geweiht wurde. Sie sehen bronzefarben aus. Allein, es ist der Rost, der sie seit Jahren zerfrisst. Eisenhartgussglocken haben eine Lebenshöchstdauer von rund 100 Jahren. Die haben die beiden seit Langem überschritten. Damit nicht genug, entspricht auch die Bauweise des Glockenstuhls, der 1905 bereits gebraucht eingebaut wurde, nicht mehr den heutigen Erkenntnissen und soll gegen ein Holzjoch ausgetauscht werden. Ebenfalls erneuert werden muss in diesem Zusammenhang die elektrische Läutemaschine.

Rund 120 000 Euro kostet dieses ehrgeizige Unterfangen. Die ersten 2000 Euro gab es in dieser Woche von der Sparkasse MOL. Filialleiterin Angelika Paczkowski überbrachte einen Spendenscheck in dieser Höhe. Das Geld stammt aus der Kalenderaktion.

Damit nicht genug: Auch die evangelische Kirchengemeinde will das Vorhaben unterstützen. "Im Gemeindekirchenrat haben wir beschlossen, auf unseren Teil der Kollekte zu verzichten, die beim ökumenischen Gottesdienst während des Bergfestes gesammelt wird", kündigt Pfarrer Ringo Effenberger an.

"Wir sind froh, dass wir von unserem erzbischöflichen Ordinariat die Zusage haben, dass unser Vorhaben unterstützt wird", betont Pater Harold Bumann. Aber auch die (weltliche)Gemeinde Rüdersdorf selbst will sich einbringen, wie Bürgermeister André Schaller sagte. "Im Finanzausschuss wurde das Thema bereits im Dezember besprochen. Dort gab es die Übereinstimmung der Mitglieder, dass wir die katholische Kirche bei diesem Projekt mit bis zu 20 000 Euro in den kommenden Jahren unterstützen wollen", sagte Schaller.

Alfred M. Molter von der katholischen Kirchengemeinde gab weitere Details bekannt. So sollen bis Ende März drei Kostenvoranschläge für den Austausch des Glockenstuhls und für die drei neuen Bronzeglocken vorliegen. Wenn die Rüdersdorfer ihren Anteil von rund 60 000 Euro aufgebracht haben, kann der Umbau starten und der Auftrag für den Bronzeguss erfolgen. "Wir hoffen natürlich auf viele Spender, die auf einer Tafel vermerkt werden. Die Hoffnung ist groß, dass es gar Glockenpaten gibt, die dann ,ihrer' Glocke einen Namen geben können", betonte Molter.

"Ich hoffe, dass Heiligabend im kommenden Jahr das erste Mal unsere neuen Glocken läuten werden", schaut Pater Bumann in die Zukunft. Mit Rücksicht auf das Geläut der evangelischen Kirch in Kalkberge soll die neue Tonfolge h-d-e, das sogenannte Te-Deum-Motiv, zur Anwendung kommen.

Wer spenden möchte, kann seine Gabe auf das Konto der Katholischen Pfarrgemeinde, Nr. 20020317, Sparkasse MOL, BLZ 170 540 40, überweisen.

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