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Spätestens ab Sommer wieder Fahrzeugverkehr durch das Bauwerk nach historischem Vorbild vorgesehen

Am Mühlentor hängt die Richtkrone

Den Nagel eingeschlagen: Mit einem eigens dafür gegründeten Verein hat der Bernauer Manfred Hübler den Aufbau des Mühlentores initiiert und Spenden gesammelt
Den Nagel eingeschlagen: Mit einem eigens dafür gegründeten Verein hat der Bernauer Manfred Hübler den Aufbau des Mühlentores initiiert und Spenden gesammelt © Foto: Micha Winkler Berlin
Sabine Rakitin, Marc Schütz / 25.02.2013, 23:52 Uhr - Aktualisiert 26.02.2013, 06:09
Bernau (MOZ) Richtfest ist am Montag für das Mühlentor gefeiert worden. Und es geht zügig weiter. Heute soll mit der Montage der Dachsteine begonnen werden. Was in Zukunft im Inneren des Backsteinbaus vor sich gehen wird, ist noch offen.

24000 Klinkersteine sind im Mühlentor verbaut. Sie wurden eigens für das jüngste Bernauer Bauwerk in einem alten Ringofen gebrannt, damit sie verschiedene Farbtöne haben. Bunt soll das Mühlentor sein, sagt Manfred Hübler vom Verein zum Wiederaufbau des Mühlentores. "Das Tor hat Symbolkraft", findet Bürgermeister Hubert Handke (CDU). "Wir wollen Vielfalt und Buntheit in Bernau". Das Stadtoberhaupt gibt sich weltoffen. Anders als das historische Mühlentor werde das Bauwerk der Neuzeit für jeden offen sein, betont Handke.

Noch allerdings versperrt die Baustelle den Bernauern den Weg. Und die Skeptiker befürchten, dass die Tordurchfahrt viel zu eng ist, um den Verkehr aus der Innenstadt abfließen zu lassen. Doch Manfred Hübler betont - wie auch schon bei der Grundsteinlegung -, dass das Tor bei einer Breite von drei Metern und einer Höhe von 3,45 Metern selbst große Fahrzeuge ungehindert passieren können, "wenn der Fahrer, wie er soll, Schritttempo fährt".

Manfred Hübler und seine Vereinskollegen gehen davon aus, dass im Sommer die ersten Autos wieder über die Mühlenstraße aus dem Stadtkern rollen können. Möglicherweise stehen dann schon die Stelen links und rechts neben dem Klinkerbau. "Geht man an der Stadtmauer entlang, soll der Eindruck entstehen, sie wäre komplett geschlossen", erklärt der Bauingenieur. Erst vor dem Tor werden Spaziergänger und Passanten erkennen, dass die Stelen den Wall "durchsichtig machen."

Fast zeitgleich mit dem Richtfest haben sich die Planer für diese Variante entschieden, die der Schlussstein im Kapitel Mühlentor sein soll. Gesetzt sein muss er spätestens Ende 2013, weil die EU-Fördergelder, die mit dem deutsch-polnischen Kooperationsprojekt "Tore, die verbinden", flossen, an diesen Termin gekoppelt sind.

Als 2007 das erste Mal die Rede von einem Fertigstellungstermin für das Mühlentor war, machte noch das Jahr 2010 die Runde. Später korrigierte man den avisierten Abnahmetermin auf 2012 und kurz nach dem Spatenstich im September des vergangenen Jahres war klar: Der Winter würde Planern und Bauarbeitern einen Strich durch die Rechnung machen.

Dass Ziel und Wirklichkeit zu den Fertigstellungsterminen beim Mühlentor fast ebenso weit auseinandergingen wie die Meinungen zu dessen Wiedererrichtung, findet Manfred Hübler nicht einmal schlecht. "Wir wollten Diskussionen hervorrufen", blickt er auf das Projekt zurück. "Wenn etwas nur Konsens hat, ist das gar nicht gut." Er meint damit die mitunter hitzige Diskussion um den Neubau des Tores.

Geldverschwendung wurde dem gemeinnützigen Verein darin unter anderem vorgeworfen. Nachdem klar war, dass die Bernauer Stadtkasse mit keinem Cent belastet werden würde, verstummten diese Einwände mehr oder weniger. Die ohnehin schwierige Verkehrssituation im Zentrum blieb bis zuletzt Streitthema. Manfred Hübler ist aber überzeugt: "Das Problem mit der Umleitung ist kein schönes, aber es ist endlich."

Gleichzeitig verweist er auf die Erfolge des Projektes, die mit der deutsch-polnischen Zusammenarbeit mit der Stadt Stargard losgetreten wurden. Um bauliche Dinge ging es bei diesem Austausch weniger. "Die können Klinker bauen wie wir und umgedreht", vergleicht Manfred Hübler die deutsche mit der polnischen Zunft. Viel wichtiger war dem Förderverein der Austausch mit den Polen. Das Hinreisen, das Vernetzen und das Kennenlernen der anderen Kultur. Daraus - so hoffen die Bernauer - könnten in Zukunft weitere länderübergreifende Projekte entstehen. Auch wenn Hübler zugibt, dass es sich bei "Tore, die verbinden" um ein Zweckbündnis handelt. Immerhin erhielt der Förderverein durch die deutsch-polnische Kooperation rund 365000 Euro an EU-Zuschüssen, den Bärenanteil des rund 430 000 Euro teuren Projektes.

Was sich in Zukunft innerhalb der roten Backsteinmauern abspielen soll, ist noch nicht klar. Fest steht nur, der zur Verfügung stehende Raum wird "keine Gaststätte, kein Klub und auch kein Kulturbetrieb, weil es keine Beheizung geben wird", sagt Manfred Hübler. Für möglich hält er, dass zumindest im Sommer Kunstausstellungen oder Teile der Stadtführungen hier stattfinden.

Der Wiederaufbau des Mühlentores ist für den Bauingenieur und seine Vereinskollegen eine Erfolgsgeschichte. Eine, der vielleicht noch weitere folgen: "Ich schließe nicht aus, dass wir ein neues Projekt anstoßen."

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Carsten Schmidt 17.03.2013 - 12:01:18

Die Stadt und ihre Bürger

Der Bernauer Kleinstadtbürger und seine Stadtverwaltung mögen sich im Allgemeinen nicht sonderlich. Der eine fühlt sich von der anderen gegängelt und die andere von dem einen unverstanden. Wenn es aber darum geht, dass Bürger der Stadt mit bürgerschaftlichen Engagement zum Wohle des Gemeinwesens Zeit, Kraft und Geld aufbringen wollen, dann stehen die Kleinstadtbürger und ihre Stadtverwaltung Schulter an Schulter voller Misstrauen bereit, diese unerklärliche und sicherlich hinterlistige aufgedrängte Bereicherung des Gemeinwesens gemeinschaftlich abzuwehren. Örtliche Unternehmer wollen Kitas und Schulen unterstützen? Ganz gefährlich für unsere Kinder! Bürger wollen öffentliche Bauwerke errichten? Die schaffen nur Probleme und stehen auch noch im Weg herum! Haben wir nicht genug Sportvereine, damit sich Unternehmer und engagierte Bürger austoben können? Da wissen wir auch, wie wir uns bei denen mit märkischer Bescheidenheit bedanken können. Mit einer Urkunde und einer lobenden Erwähnung beim jährlichen Vereinsempfang. Leute mit anderen Ambitionen sollten sich lieber in einer bayerischen oder einer Hanse-Stadt verwirklichen. Die wissen seit Jahrhunderten wie bürgerschaftliches Engagement gewürdigt wird, auch wenn´s mal mehr als eine „Bandenwerbung“ ist.

Max Drews 02.03.2013 - 14:56:03

Günter vom 27.2.13 Mühlentor Durchfahrt

... weil die Abgeordneten dem Torbau zu gestimmt haben ... Unsere Stadtverordneten kann man doch auch vergessen. Wenn sie einmal gewählt sind, machen sie ihr eigenes Ding. Sie lösen sich von den Wählern. ... Frau Enkelmann wollte sich nicht auf ein persönliches Schreiben hin äußern ... Frau Enkelmann ist die Oberkrönung der Stadtverordneten. Sie verdient auf Bundesebene ihr Geld. Sie schwebt in höheren Ebenen. Da ist dies hier als Stadtverordnete nur eine Nebenbeschäftigung. Sie soll den Bezug zur Basis assoziieren. Der ist aber nur scheinbar gegeben. Sie schwätzt gern und legt sich nicht wirklich an.

Günter 27.02.2013 - 21:38:59

Mühlentor Durchfahrt

Verstehe die ganze Aufregung um die zu kleine Durchfahrt nicht, denn der Bauordnungsamtsleiter von Barnim, Herr Jankowiak, ist ja auch Vorstandsmitglied des Mühlentor-Vereines und Bürger dieser Stadt. Der wird ja durch seine Fachkompetenz wissen, wie groß eine Tordurchfahrt sein muß.Wenn er es nicht wissen sollte, so hätte er seine Frau fragen können, die ein Bau-Planungsbüro betreib. Alle hacken nun auf Hübler rum;aber möglich war es nur, weil die Abgeordneten dem Torbau zu gestimmt haben. Wir haben sie doch gewählt. Auf einen Brief an die Verkehrswacht, weil ich sah, dass die Probleme nicht nur vor dem Tor sind, sondern viel mehr gefährlicher hinter dem Tor wurden nicht beantwortet. Ach Frau Enkelmann wollte sich nicht auf ein persönliches Schreiben hin äußern, als ich sie zu ihren Standpunkt zur Steuerverschwendung befragt habe.

Feuerwehrpeter 27.02.2013 - 15:18:29

Mühlentor ohne Probleme mit Entrauchungsanlage!

Ich weiß gar nicht was alle Kritiker wollen. Das Tor steht und Probleme mit der Entrauchungsanlage wird es wohl auch nicht geben. Es gibt ja keine. Noch nicht mal eine Heizung ist drin im Turmzimmer. Und die Fenster sind vielleicht auch ein bisschen sehr klein geraten um drinnen helle Gedanken aufkommen zu lassen. Damit eignet sich das Türmchen doch prima als neuer Versammlungsraum für die SVV. Raus dürfen die erst wenn einstimmige Beschlüsse beschlossen wurden. Erspart uns sicher viel öffentliches Gemecker (Rathausneubau, WAV Austritt, usw). Bestimmt gehen die Beschlüsse im Winter ohne Heizung und ohne Klo dann auch mal sehr flott von statten. Ein echter Zweckbau das Tor. Ende ju allet jut.

Dieter Sauer 27.02.2013 - 11:29:35

AM MÜHLENTOR HÄNGT DIE RICHTKRONE

Ich kann mich den Vorrednern in Sachen „Zweckmäßigkeit, Schönheit und Nutzen“ des Mühlentores nur anschließen. Vielleicht sollte man die gepriesene Wappenuhr (wo ist diese überhaupt abgeblieben?) am Tor befestigen, dann hat das Tor wenigstens eine Nutzung. Falls das neue Rathaus wirklich in der Bürgermeisterstrasse 25 errichtet werden sollte, ist zumindest gesichert, dass der Verkehr der Baufahrzeuge durch die Innenstadt abgewickelt wird (Bauzeit 3 Jahre? Oder mehr?). Die Touristen wird’s freuen!

Mühlentorwächter 26.02.2013 - 23:00:08

Gott schütze uns vor weiteren Tifschlägen und Hüblers neuen Projekten

Die Zahl der Besucher (Bilder bei Bernau live) war sehr übersichtlich-ein Spiegelbild wofür? Wo waren die polnischen Touristen, Abgeordnete, die dem Projekt zustimmten? Habe keine Vereinsmitglieder erkennen können. Sind wohl nicht mehr stolz darauf. Die übergroße Richtkrone (man könnte denken, man will einen Flughafen richten)mit ihren jämmerlichen Bändern ragte nicht traditionsgerecht über die Dachspitze hinaus, sie hat sich versteckt. Ach wurde sie nicht zunftgerecht begossen und Scherben brachten kein Glück… Heute soll mit der Montage der Dachsteine begonnen werden. Da kam wohl ein Schneesturm dazwischen. Früher wurden nach alter Tradition Dachziegel (gebranntes Material) verlegt, nun montiert man Dachsteine (künstliches Material-meist Beton), das ist das Arbeiten mit modernen Baustoffen. Was in Zukunft im Inneren des Backsteinbaus vor sich gehen wird, ist noch offen. Wenn es offen bleibt ist die kein Problem, denn es gibt hier genügend Pinkelecken, auch für Frauen geeignet. Bunt soll das Mühlentor sein, sagt Manfred Hübler vom Verein zum Wiederaufbau des Mühlentores. Auf der letzten Stadtverordnetenversammlung stellte ein Bürger die Frage nach der mangelhaften Bauausführung bezüglich der nicht fachgerechten Vermischung der bunten Steine im Oberbereich( unzulässige Häufung gelber Steine). Nun haben wir die Antwort-es ist systembedingt, bunt und Weltoffen. „Doch Manfred Hübler betont - wie auch schon bei der Grundsteinlegung -, dass das Tor bei einer Breite von drei Metern und einer Höhe von 3,45 Metern hat“. So klein ist doch die Durchfahrt nun auch wieder nicht, es sind 3,75 m Breite, Hübler weiß nicht einmal was er so geplant hat. „…selbst große Fahrzeuge ungehindert passieren können, "wenn der Fahrer, wie er soll, Schritttempo fährt". Welche Logik, wenn ein Auto langsam fährt, wird es kleiner !!! Manfred Hübler und seine Vereinskollegen gehen davon aus, dass im Sommer die ersten Autos wieder über die Mühlenstraße aus dem Stadtkern rollen können. Was geht es den Hübler und den Verein an, die Stadt Bernau mit seinen Bürgermeister ist Bauherr!!! Diese hat die Fördermittel erhalten und trägt die Verantwortung. Ein Jahr Bauzeit für diesen funktionslosen Steinhaufen, welche eine Unvermögen zu Lasten der Menschen in dieser Stadt. Welche ein planerisches und vertragsgestalterisches Unvermögen, Hübler bringt ja den Berufsstand in Verruf. Bei der Grundsteinlegung wurde der Dezember in der MOZ als Fertigungstermin verkauft. Nun kam unerwartet der Winter dazwischen, mit Winter konnte man natürlich nicht rechnen, den gibt es ja nicht jedes Jahr, genau so wenig wie Weihnachten. "Geldverschwendung“ nein Unvermögen. Das Ziel des Vereines das Tor ausschließlich durch Spenden zu finanzieren wurde nicht erreicht, weil das Vorhaben die Bürger nicht begeistern konnte.

Mühlentorwächter 26.02.2013 - 19:24:54

Gott und die Welt hat gejubelt, nur wenige waren immer dagegen

Weis nicht was die Bernauer sich hier alle so aufregen, das Tor ist doch nicht für sie, sondern für die Fremden und Herrn Hübler. Jeder kann sich noch einen nummerrierten Spendenstein kauf, so hat er zu Lebzeiten einen Grabstein. Das Grab wird von den Steuerzahlen schon gepflegt und verfällt nicht nach 20 Jahren. PS

Tja ... 26.02.2013 - 15:50:20

Das Tor zur Welt

Schon zu Zeiten Trojas wurden Tore gerammt, wo ist das Problem?

Sington 26.02.2013 - 15:44:01

Das neue Tor

Wer keine Sorgen hat, schafft sich welche. Doch nun steht das Tor und könnte eine im Dreischichtssystem funktionierende Arbeitsstelle für Handregelung werden in Form von original mittelalterlicher Kostümierung (natürlich mit modernster Funkausstattung) und Fahnenkelle. Im Gebäude für diese Wache einen Unterstand einrichten und eine Ausgabe von mittelalterlichen Passierscheinen (Parkscheinen oder auch für erkentliche Touristen ein Andenken ausgeben in Form eines tollen Stempels.) Das Tor wird garantiert öfter gerammt, als man es vermutet, steht dort keine Wache.

G.Schmidt 26.02.2013 - 14:00:45

Mühlentor

Der eine findet es toll und der andere eben nicht. Ich finde dieses Tor absolut schrecklich. Nicht nur das Schritttempo oder die ungewisse Nutzung sind ein Debakel, nein auch der schöne Einblick von Norden her in die Innenstadt fehlt. Der ganze Klotz nimmt einen wahrlich die Sicht und ist zudem kein Aushängeschild für die Stadt Bernau. Sollte es zu einem Umbau bzw. Neubaus des Rathauses 2 kommen, dann bin ich auf die an- und abfahrenden Schwerlaster gespannt. Überhaupt denke ich, dass bis zum Jahresende mindestens drei Fahrzeuge am Tor hängen bleiben werden. „Ja ja Schritttempo, ich weiß“. Ich freue mich, dass neue Projekte geplant sind, hoffe aber, das Bernau davon verschont bleibt. Vielleicht gibt es in Berlin eine Mauer zu bauen. Wenn ich dieses Bauwerk so sehe, muss ich immer zuerst an die kleinen roten Mülleimer mit der Aufschrift "Rat der Stadt" denken, die zu DDR Zeiten in der Innenstadt standen. Ich weiß nicht warum? Naja, ich könnte mich jetzt richtig in Rasche schreiben. Mich macht dieser Klotz einfach nur wütend. In den letzten vierzig Jahren hat nichts Vergleichbares mein Gemüt so bewegt.

Karl Sasse 26.02.2013 - 13:35:44

Diverse Beleidigungen ?

Eher Tatsachen. Die tun natürlich weh, sind aber deshalb noch lange keine Beleidigungen. Das Ding ist nun mal hässlich-braun und überwältigend nutzlos. Oder erkennen Sie einen Nutzen, Herr Baer? Außer als Verkehrshindernis? Wer bezahlt eigentlich die Instandhaltungskosten? Der Steuerzahler? Wem gehört das Ding? Wem gehört das Grundstück, auf dem es steht? Vielleicht wäre es als Nippes-Figur besser gewesen? Für diverse Wohnzimmerschränke? Müssen die Bernauer mit Geschmack es jetzt nicht jeden Tag ansehen oder es in Schrittgeschwindigkeit durchfahren.

Max Drews 26.02.2013 - 12:57:41

Jetzt ist die Katze aus dem Sack

Jedes Tor stellt erst mal ein Hindernis dar. Dies ist auch beim Mühlentor so und unbestritten. Wenn, wie der Bauherr verlauten lässt, große Fahrzeuge dieses Hindernis im Schritttempo passieren sollten, ist dieses Bauwerk gleichzeitig auch eine Gefahrenstelle. Und der Bürgermeister jubelt dazu. Noch seltsamer wird es, wenn man sich daran erinnert, dass sich Stadtverordnete vor kurzem Sorgen um die Erreichbarkeit von Rathausmitarbeitern und durch Besucher in einem Rathausneubau oder -anbau im Stadtzentrum machten. Das Ganze sieht gewaltig nach einigeln aus. Eigentlich wollen wir doch Weltoffenheit demonstrieren. Komische Erinnerungen - überholen ohne einholen . Aber dies ist ja eine ganz andere Geschichte. Noch eine Erinnerung: Soll den Schildbürgern vielleicht Konkurrenz gemacht werden?

Peter Baer 26.02.2013 - 11:28:46

Also mir gefällt die Idee und die Umsetzung

Ich freue mich darauf, das Tor fertig und ohne Gerüste zu sehen. Das wird sicher eine Bereicherung für die Innenstadt sein. Man muss das Bauwerk ja nicht gut finden. Aber ich finde es schade, wenn eine negativen Meinung gleich in diverse Beleidigungen abdriftet.

Dr.-Ing. Frank Valentin 26.02.2013 - 08:38:51

Eine einzige Zumutung

Man könnte die Aussagen von Herrn Hübler auch spaßhaft nehmen: Wenn jemand nach Jahren der Agitation und Propaganda für ein Kitsch-Bauwerk immer noch nicht weiß, wozu das Ding eigentlich da ist, muss es wirklich Kitsch sein. Allerdings werden Phrasen, immer wieder wiederholt, auch im Laufe der Jahre nicht wahrer. Wie die, dass das Mühlentor für die Stadt kostenlos ist. Wo sich die Stadtverwaltung sonst jeden Stempel extra bezahlen lässt, war die Umleitung ganz kostenlos? Die Verlegung der Versorgungsleitungen? Kostenlos, Herr Hübler? Allein die Nerven der Bürger, die die von Ihnen verursachten Umleitungen kosten, sind nicht zu bezahlen, Herr Hübler! Dass Sie dafür gesorgt haben, den einzig schönen Ausblick von der Mühlenstraße auf die Marienkirche mit einem hässlichen braunen Klotz zu verstellen - geschenkt. Viel schlimmer ist nun, dass Sie nun auch der Feuerwehr Schritttempo zumuten wollen und als Verursacher der Misere nicht einmal wissen, was mit und in dem Tor passieren soll !? Unglaublich, aber in Bernau geht es wirklich stets noch einen Zacken dümmer. Dieses Mühlentor und seine "Geschichte" sind ein Lehrstück für den Kleingeist und die geistige Enge, die immer noch in den Köpfen der meisten Bernauer Großkopfeten herrschen. Kleingeister mauern sich eben gern ein. Und Ihren letzten Satz, Herr Hübler, empfinde ich als Drohung für jeden Menschen mit gutem Geschmack. Hoffentlich finden sich einige Stadtverordnete, die Sie und Ihresgleichen daran hindern werden, die Stadt mit noch mehr unsinnigen Nippes voll zu stellen

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