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Neues Kleist-Haus liegt im Zeitplan / Eröffnung für Oktober geplant / Zweimonatige Schließzeit

Eine Baustelle wird zum Museum

Frauke Adesiyan / 26.02.2013, 19:45 Uhr
Frankfurt (MOZ) Während Elektriker, Trockenbauer und Fahrstuhlmonteure im Neubau des Kleist-Museums werkeln, arbeitet Museumsdirektor Wolfgang de Bruyn mit seinen Mitarbeitern an der inhaltlichen Ausgestaltung. Aber auch Fragen der Inneneinrichtung müssen geklärt werden.

Wenn Museumsdirektor Wolfgang de Bruyn durch seinen Anbau geht, hat er trotz des nassen Putzes an der Decke, Folien an den Fenstern und offenen Schächten schon eindeutige Lieblingsplätze ausgemacht. "Das hier wird das Schaufenster unseres Museums", sagt er mit ausladender Bewegung im Erdgeschoss. Er steht in dem künftigen Raum der Museumspädagogik. Schmale hohe Fenster geben den Blick auf die Faberstraße frei. Bisher gab es für die pädagogische Arbeit keinen eigenen Raum im Museum.

Auch zwei Etagen weiter oben kommt der Direktor ins Schwärmen. "In dieser Ecke haben wir den schönsten Blick" sagt er. Über die Oder und bis nach Slubice können Nutzer der Museumsbibliothek künftig schauen, wenn sie an den für sie eingerichteten Arbeitsplätzen sitzen. "Dieser Ausblick steht auch für die Ausrichtung unseres Hauses", betont de Bruyn. Verstärkt wolle man mit dem Dichter und seinem Geburtsort kulturtouristisch werben - auch mit Ausstellungen an anderen Orten. Außerdem sind mit dem neuen Haus dann auch die Bedingungen für hochkarätige Gastausstellungen gegeben, die neben einer neuen Dauerausstellung zu sehen sein werden.

Museumsbesucher können das alles aller Voraussicht nach ab Oktober besichtigen. Im Rahmen der Kleist-Festtage soll das neue Haus öffnen. Dafür muss das Museum zuvor aber zwei Monate schließen, so der derzeitige Plan der Mitarbeiter. Nach der Übergabe des fertigen Baus im Juli erfolgt der Umzug. Gleichzeitig wird die Dauerausstellung aufgebaut, die derzeit geplant wird. Inhaltlich wird diese vom Kleist-Museum selbst entworfen, Kuratorin ist Barbara Gribnitz. Nach derzeitigen Plänen werden Kleists Herkunft, Leben und Tod im Altbau thematisiert. Zwei große Räume im Neubau werden über die Sprache und das Werk des Dichters Auskunft geben. Die Aufmachung der Ausstellung wird sich wesentlich von der jetzigen unterscheiden, schaut de Bruyn voraus. "Technisch und methodisch hat sich viel verändert", gibt er zu bedenken. Man werde konzentrierter und mit modernen Einstiegen arbeiten, deutet er das Konzept an.

Doch die Planungen des Direktors beziehen sich nicht nur auf Ausstellungsinhalte. Derzeit laufen Gespräche mit dem Architekten, wie das Haus innen ausgestattet wird. Da geht es beispielsweise um die Fragen, ob die Stühle im Veranstaltungssaal Armlehnen haben sollten und wie das Foyer gestaltet wird. "Darüber gibt es auch unterschiedliche Meinungen, der Architekt sieht oft nur die Ästhetik", räumt der Museumsdirektor ein. Er müsse hingegen auch daran denken, dass auch weiterhin nur eine Aufsichtsperson alle Räume im Museum im Blick haben muss.

Währenddessen bekommt das Museum von außen schon seine endgültige Fassade. Die ersten Steinplatten aus Wachenzeller Dolomit sind in Frankfurt angekommen und wurden schon an der Ostfassade angebracht. "Bei uns sind alle Arbeiten im Plan", berichtet Projektleiter Dietmar Städter. Nach der großen Verzögerung durch den schwierigen Bauuntergrund habe es keine größeren Probleme gegeben.

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Wilfried Messow 17.09.2015 - 19:28:49

Eine Baustelle wird zum Museum

Feine Sache, wie bekomme ich die Adresse des Fahrstuhlmonteur?Benötige dringend einen derartigen Monteur. Bin behindert durch Schlaganfall und habe mit einen Rollstuhllift gekauft, der eingebaut werden mß meine Telefonnummer 03301807880 Freue mich sehr über Hilfe.

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