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Areal an der Ützdorfer Straße vor Umgestaltung

Wohnmobile auf dem Prendener Festplatz

Steffi Bey / 27.02.2013, 23:36 Uhr
Prenden (MOZ) Das kleinste Dorf in der Gemeinde Wandlitz hat mit einem Projekt die Nase vorn: In diesem Jahr soll auf dem Sport- und Festareal an der Ützdorfer Straße ein Stellplatz für Wohnmobile entstehen. Das wäre dann das erste Vorhaben dieser Art im Landkreis Barnim.

Es gibt zwar bereits Stellflächen für Wohnmobile, aber eben kein ausschließlich für diese Fahrzeuge ausgewiesenes Areal. "Außerhalb von Campingplätzen dürfen solche Mobile unter anderem am Familiengarten in Eberswalde verweilen, auf dem Parkplatz der Stadtwerke Bernau, in der Fichtestraße sowie in zwei Bereichen direkt am Finowkanal", berichtet Sabine Grassow, Tourismusbereichsleiterin der Wito - Wirtschafts- und Tourismusentwicklungsgesellschaft mbH des Landkreises Barnim. Auch direkt auf den Campingplätzen in der Region können Wohnmobilfahrer mit ihren Fahrzeugen stehen.

"Die bereits bestehenden Angebote werden auch gut genutzt", weiß die Tourismusexpertin. Konkrete Zahlen zu den Wohnmobilgästen kann sie zwar nicht nennen, aber sie ist der festen Überzeugung: "Je besser das Angebot ist, desto mehr Reisende nutzen es auch."

Mehr Besucher vor allem in die Gemeinde Wandlitz locken will auch Hans-Joachim Auge. Der Prendener Ortsvorsteher hat sich dazu bereits im vergangenen Jahr Gedanken gemacht. Inzwischen ist aus seiner Idee ein konkretes Projekt geworden. "Zwar noch nicht ganz ausgegoren", wie er sagt, "aber schon auf einem guten Weg."

Auf dem vorderen Teil des Sport- und Festplatzes an der Ützdorfer Straße sollen Stellplätze für Wohnmobile entstehen: zunächst sieben nebeneinanderliegende Flächen. Der Vorteil des Areals besteht darin, dass bereits Strom- und Wasseranschluss existiert. Installiert werden müsste noch eine so genannte Kombisäule, an der die mobilen Besucher nach Bedarf Strom und Wasser "zapfen" können. Rund 2 800 Euro kostet so ein Exemplar, danach hat sich Hans-Joachim Auge schon erkundigt. Auch der Gemeinde stellte er das Projekt vor. "Von dort wurde uns Unterstützung zugesichert", sagt der Initiator.

"Es ist eine interessante Idee, die gut in die von uns angestrebte Weiterentwicklung des Tourismus passt", betont Kämmerei-Amtsleiter Christian Braungard. Er geht davon aus, dass aus dem "Finanz-Haushaltstopf Stadtmöbel" Mittel zum Kauf der Kombisäule zur Verfügung gestellt werden. Der neue Elektrokasten, den die Gemeinde 2012 auf dem insgesamt 7 200 Quadratmeter großen Gelände installierte, sei bereits "mit höherer Leistungsfähigkeit" ausgestattet.

Die Prendener wollen auch in Eigenleistung zur Attraktivität des Platzes beitragen und beim Heckenpflanzen und Kennzeichnen der Stellflächen helfen. "Betrieben werden soll alles ehrenamtlich", betont Auge. Die ersten Nutzer können in diesem Jahr anreisen und kostenlos parken.

Beliebtes Reiseziel ist der Barnim allemal. Im Vergleich zu 2011 kamen voriges Jahr 4,3 Prozent mehr Gäste. Die blieben dann immerhin 3,6 Tage.

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