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Experte sieht Hoffnung für Solarbranche

Neue Chancen mit Premiumqualität

Philipp Humbsch / 02.03.2013, 07:02 Uhr
Frankfurt (hui) Neue Chancen für die Solarbranche in Ostbrandenburg sieht Hans Richter, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft zur Förderung von Wissenschaft und Forschung. "Die Solarindustrie befindet sich in einer Konsolidierungsphase", sagte Richter bei der Handwerkskammer-Veranstaltung "Innovation im Handwerk. Erneuerbare Energien - Stark durch regionale Cluster", am Donnerstagabend in Frankfurt. Nach dem Odersun seine Tore schließen musste, und auch First Solar seine Frankfurter Fertigung eingestellt hat, habe sich eine Art Resignation breit gemacht, obwohl ein anderer großer Hersteller, die Hamburger Firma Conergy, am Platz immer noch weiter produziert, wenn auch unter neuen Vorraussetzungen. "Die Unternehmen mit schlüssigen Zukunftskonzepten werden sich am Markt behaupten, ich glaube, dass Conergy sich behaupten wird." Was die Hamburger besser gemacht hätten als Mitbewerber, sei rechtzeitiges Handeln. "Die Produktionsanteile, die gegenwärtig nicht gewinnbringend in Deutschland betrieben werden konnten, haben sie eingestellt, mittlerweile importieren sie die Zellen aus Asien und stellen die fertigen Module in Frankfurt her", sagt Richter. So könnten je nach Auftragslage zwischen 320 und 370 Mitarbeiter im Frankfurter Werk beschäftigt werden. "Conergy ist aber nicht der einzige große Hersteller, der in Brandenburg mit Gewinn produziert." So stelle auch der zur Bosch-Gruppe gehörende Aleo Solar Konzern in Prenzlau seine Module aus importierten Zellen her, knapp 700 Mitarbeiter seien im Prenzlauer Stammwerk beschäftigt. "Die Zukunft der Solarbranche Deutschlands liegt klar in der Premiumqualitität, gepaart mit Kundennähe und Service kann der Standort Deutschland gesichert werden", erklärte Richter. Es reiche nicht mehr, fertige Module auf den Markt zu werfen, es müssten Systemlösungen gefunden werden. "Alles muss aus einem Guss kommen", sagt Richter, und meint damit die fertige Anlage auf dem Dach oder die fertige Großanlage.

Ein neues Projekt, genannt ZIM (Zentrales Innovationsprojekt Mittelstand), solle helfen, dem Kunden das Angebot transparenter zu machen. "Man kann die Qualität einer photovoltaischen Anlage an vielem festmachen", sagt Richter, "wir wollen den Informationsfluss vom Hersteller zum Installateur sichern, sodass dem Kunden nach bestem Wissen Angebote gemacht werden können."

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