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55 Jahre Rennerfolge des MC Woltersdorf / Ausstellung in der Alten Schule

Ausstellung 55 Jahre Rennerfolge des MC Woltersdorf

Marke Eigenbau: Auf der Bernauer Schleife - heute Autobahndreieck Schwanebeck - wurden einst Autorennen veranstaltet. Walter Link fährt den Wagen zum Startplatz. Rechts der frühere Vereinsvorsitzende Peter Vosswinkel
Marke Eigenbau: Auf der Bernauer Schleife - heute Autobahndreieck Schwanebeck - wurden einst Autorennen veranstaltet. Walter Link fährt den Wagen zum Startplatz. Rechts der frühere Vereinsvorsitzende Peter Vosswinkel © Foto: MC Woltersdorf
Michael Gabel / 02.03.2013, 07:45 Uhr
Woltersdorf (MOZ) Beinahe wäre 1991 mit dem neuen Brandenburger Waldgesetz alles vorbei gewesen. Doch der Motorsportclub Woltersdorf fand Wege, um weiter Wettkämpfe auszurichten. Zum 55-jährigen Bestehen des Vereins ist in der Alten Schule eine große Ausstellung zu sehen.

Harald Täger, Vorsitzender des Motorsportclubs (MC) Woltersdorf, hat alle Hände voll zu tun, als er am Freitag in der Alten Schule Fotografien aus der Vereinsgeschichte aufhängt. Später werden noch die alten und neuen Motorräder in den Räumen aufgestellt. Vor der Tür parken dann ein Gespann und daneben drei Rennautos. "Außerdem haben wir mit viel Originalmaterial in Berlin einen 30-minütigen Film anfertigen lassen. Und es erscheint eine neue Chronik", freut sich Täger, der dem MC seit 1983 vorsteht. Der 60-jährige Elektroingenieur war selbst nie Motocrossfahrer, fuhr mit seinem Moped aber als Jugendlicher einige Parcours-Wettbewerbe mit.

Eine ganze Reihe großer Erfolge haben die Vereinsmitglieder mit Geschick und der Kraft ihrer Motoren erzielt. Herausragend die DDR-Meisterschaften von Arno Kupke, der heute noch in Woltersdorf lebt, Wolfgang Buske (Schöneiche) und Otto-Diethelm Triemer (Güstrow).

Die Tradition des Motorsports in Woltersdorf war von 1991 bis 1993 kurz unterbrochen und hätte um ein Haar ganz geendet. Grund war das neue Brandenburger Waldgesetz, das nach der Wende in Kraft trat und die Motocross-Wettbewerbe hinter den Fuchsbergen unmöglich machte. Ab 1993, nach einer kurzen Durststrecke, veranstaltete man Parcours-Fahrten für Autos. 2004 wurde der Novemberpokal dann mit straßenverkehrstauglichen Enduro-Maschinen zu neuem Leben erweckt.

Ein wenig bedauert der Vereinsvorsitzende, dass die ganz wilden Motocross-Zeiten vorbei sind - "die jungen Leute haben es geliebt, die Maschinen zu frisieren", sagt er. Aber Enduro fahren mache letzten Endes genau so viel Spaß.

Eröffnung Sonntag, 10 Uhr

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