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Gesetzesänderung in Potsdam macht den Weg frei / Ob Erkner ihn beschreitet, ist offen / In Fürstenwalde kommt "Domstadt" ins Gespräch

Jetzt könnte Gerhart Hauptmann auch aufs Ortsschild Erkner

Joachim Eggers / 03.03.2013, 07:44 Uhr
Erkner (MOZ) Der Potsdamer Landtag hat am Mittwoch das "Gesetz über die Verleihung von Gemeinde- und Landkreisbezeichnungen" beschlossen - und damit den Weg dafür frei gemacht, dass Erkner seinen Namenszusatz "Gerhart-Hauptmann-Stadt" auf die Ortsschilder schreiben könnte. Lothar Eysser, der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung und Initiator der Namensgebung, will dafür werben, die neue Möglichkeit zu nutzen. "Es wäre doch jammerschade, wenn wir den Namenszusatz beschließen, aber kaum einer davon weiß", argumentiert er. Ob es dafür die erforderliche Drei-Viertel-Mehrheit geben werde, wisse er nicht, sagt Eysser und erinnert an die Hängepartie zur Einfügung des Namenszusatzes in die Hauptsatzung. Wegen Bedenken der Verwaltung war sie zurückgestellt worden. "Die Akzeptanz ist weiter nicht so, wie ich sie gerne hätte", sagt Eysser. Die Stadt verwendet den Zusatz seit einiger Zeit auf ihrer Homepage mit einem Schriftzug und einem stilisierten Hauptmann-Kopf.

Das Gesetz regelt auch, dass Kommunen die Kosten solcher Änderungen auf den Ortsschildern selbst tragen müssen. Man könne sich ja Zeit lassen, sagt Eysser dazu. Er will auf jeden Fall in nächster Zeit die Fraktionen anschreiben und für die Änderung der Ortsschilder werben.

Übrigens könnte das Erkneraner Beispiel Schule machen: In Fürstenwalde trommelt die an der Gesetzesänderung beteiligte Landtags-Abgeordnete Elisabeth Alter für den Namenszusatz. Am liebsten würde sie sofort aktiv werden und nächsten Donnerstag im Stadtparlament einen Beschluss fassen. Als weiterer Fan bekennt sich der Hausherr im Dom, Pfarrer Martin Haupt. In einem Titel als "Domstadt" sehe er nicht so sehr einen religiösen als viel mehr einen touristischen Aspekt, sagt er. Auch Vize-Bürgermeister Eckhard Fehse zeigt sich nicht abgeneigt.(Seite 17)

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