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9. Ball der Ehrenamtlichen im Amt Golzow / Dank an Familien / Schmiede erfolgreicher Feuerwehrsportler

Feuerwehrleute sind eine große Familie

Doris Steinkraus / 03.03.2013, 16:21 Uhr
Golzow (MOZ) Sie sind eine Macht im Amt Golzow, die Mitglieder der Feuerwehren. Nicht nur bei Bränden und Hilfeleistungen setzen sie sich für andere ein. Auch viele Veranstaltungen in den Dörfern wären ohne sie nicht denkbar. Beim 9. Feuerwehrball gab es am Sonnabend ein großes Dankeschön für ihr Engagement.

Sie können Säle füllen, auch solch große wie den in Golzow. Denn sie sind viele und sie eint eines - für andere da sein, wenn Hilfe nötig ist. 306 Mitglieder zählen die Wehren im Amtsbereich. 226 wirken aktiv im Dienst. Die anderen 70 halten ihrer Wehr in der Alters- und Ehrenabteilung die Treue. So wie Günter Griebsch aus Rathstock, der an diesem Abend für ein seltenes Jubiläum geehrt wird. Seit 65 Jahren ist er Mitglied der Feuerwehr im Dorf. "Da ist man sein Leben lang verbunden", sagt der 82-Jährige. Er gehe noch heute gern zu den Versammlungen. Man erfahre mal Neues, und er freue sich, das die Jungs das fortsetzen, was er mit aufgebaut hat. 25 Jahre führte er selbst die Wehr im Ort. "Ich schaff noch die 70 Jahre", ist er überzeugt.

Bei 60 Jahren Mitgliedschaft enden die offiziellen Treuemedaillen. Für die seltenen Jubiläen darüber hinaus gibt es extra angefertigte Teller. Günter Griebsch steht für die große Familie der Feuerwehr. Amtsdirektor Lothar Ebert spart nicht mit Dank an alle Frauen und Männer, die dem Amt auch über die Region hinaus Anerkennung verschaffen. Für den Amtsausschuss und die Verwaltung habe der Brandschutz hohe Priorität. Das beziehe sich nicht nur auf Ausstattung und Gebäude. Ebert kann an diesem Abend den ersten drei Feuerwehrleuten zur bestandenen Lkw-Fahrerlaubnis gratulieren. Drei hatten sich dafür beworben und alle Prüfungen bestanden. Gut 3000 Euro kostet ein Führerschein. Das Amt übernahm die Finanzierung.

Amtsbrandmeister Andreas Zwick erinnert an die Neuanschaffungen in Golzow, Gorgast, Bleyen und Manschnow. Das motiviere letztlich auch, weil die Aufgaben so zuverlässiger erfüllt werden können. Er dankt allen, die sie sich freiwillig und unentgeltlich für andere einsetzen. 54 Mal rückten die Wehren im vergangenen Jahr im Amtsbereich aus - zu 16 Bränden mit insgesamt 253 und zu 38 Hilfeleistungen mit 426 Kameraden.

Was viele nicht sehen: Um einsatzbereit zu sein, drücken viele Blauröcke die Schulbank. Andreas Zwick dankt ihnen, denn damit werde die Leistungsfähigkeit der Wehren gesichert. Zwölf Ausbildungen zum Truppmann, zehn zum Motorsägenführer, drei zum Truppführer, eine zum Gruppenführer, eine zum Leiter der Feuerwehr, zwei zu Verbandsführern und zwei zu Ortswehrführern kann er resümieren. Der Genschmarer dankt auch den Familien, die die ehrenamtliche Arbeit ihrer Frauen und Männer nicht nur akzeptieren, sondern vielfach unterstützen. Nur so sei der Zusammenhalt letztlich möglich.

Dass die Golzower Feuerwehrleute eine besonders starke Truppe sind, bescheinigen ihnen auch die Gäste der kreislichen Verbände. Hans-Dieter Kandizia, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, hebt die Erfolge im Feuerwehrsport hervor. Maik Berger und Toni Bittner aus Genschmar gehörten zum Team MOL, das in Cottbus deutscher Vizemeister in der Königsdisziplin Löschangriff wurde und eine Einladung zur WM im türkischen Antalya erhielt. Gemeinsam mit Lars Knaak, dem stellvertretenden Kreisbrandmeister, überreicht er Urkunden und Auszeichnungen. Auch Kreisjugendwart Martin Zohles sowie der Jugendbereichsleiter Maik Lipke haben Auszeichnungen mitgebracht. Was im Amtsbereich unternommen werde, um die Nachwuchsarbeit zu sichern, sei beachtlich und keinesfalls in allen Regionen so, loben sie.

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