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Manfred Kubowsky hat schon ein Dutzend Bücher veröffentlicht und in Strausberg noch einiges vor

Der Poet aus der Parkstraße

Kreativwerkstatt: Manfred Kubowsky mit einem Manuskript in seinem Arbeitszimmer in der Wohnung in der Parkstraße
Kreativwerkstatt: Manfred Kubowsky mit einem Manuskript in seinem Arbeitszimmer in der Wohnung in der Parkstraße © Foto: MOZ Gerd Markert
Uwe Spranger / 14.03.2013, 07:10 Uhr
Strausberg (MOZ) Heute öffnet in Leipzig die Buchmesse ihre Pforten. Manfred Kubowsky kann diesmal nicht dabei sein. Der 73-Jährige schreibt selbst Bücher, ist Mitglied des Verbandes deutscher Schriftsteller. Seit 2012 lebt er in Strausberg. Und hat hier noch einiges vor.

Bücher und alle möglichen Druckerzeugnisse seien schon seit frühester Jugend seine Welt, sagt der gelernte Schriftsetzer und Buchdrucker, der später Drucktechnik und Kunst studierte. "Eigentlich wollte ich Opernsänger werden", erzählt er. Nach einigen Jahren Einzelunterricht habe er sich zwar "umorientiert", doch geblieben sei eine enge Beziehung zu Musik und Sprache.

Zu DDR-Zeiten war der gebürtige Berliner anfangs im Verlagswesen beschäftigt, saß unter anderem in der Jury "Schönste Bücher der DDR". Nach dem Umzug nach Schwerin 1982 wechselte er in den Kulturbereich. Seit den 1970er-Jahren ist er literarisch tätig. Bis heute hat er rund ein Dutzend Bücher bei verschiedenen Verlagen veröffentlicht, weitere im nach der Wende mit seiner Frau gegründeten eigenen Verlag edition Nordwindpress. Der habe es bislang bereits auf rund 90 Titel gebracht, vor allem von ausländischen Autoren, erzählt Kubowsky.

Waren es anfangs vor allem satirische Geschichten, erschienen unter anderem im Eulenspiegel Verlag, folgten später Erzählungen, Essays sowie Reportagen und ab Ende der 1990er Lyrik. 2009 hat er mit "Schloss Karnitten" einen Roman fertig gestellt, der das Leben in sechs Generationen vom russischen Landadligen bis heute vermittelt. Bei dem in diesem Jahr beendeten "Liebste kleine Marie - Das Leben einer starken Frau" stellt der Autor erneut Familiengeschichte dar: die seiner Großmutter.

Über das Schreiben hinaus widmet sich Kubowsky der Malerei. Angetan haben es ihm vor allem Landschaften Skandinaviens und Norddeutschlands. Er hat schon mehrere Ausstellungen gestaltet. Weiter illustriert er Bücher, gestaltet Einbände, lektoriert, restauriert, liest, erarbeitet szenische Programme. Deshalb beschreibt er sich selbst als "Kulturschaffender". Bis 2009 war er Präsident des Kulturbundes Mecklenburg-Vorpommern.

Irgendwann wollte das Paar indes wieder in die Nähe von Freunden in Berlin sowie Kindern und Enkeln in Altlandsberg. An Lychen fand es keinen Gefallen. "Kaum Infrastruktur und kulturell ein totes Nest", formuliert Kubowsky. Dann stießen die Kinder auf ein Wohnungsangebot der TLG, und nun leben die Eltern in der Parkstraße.

Er schätze die zentrale, aber ruhige Lage und den Blick aus dem Fenster seines Arbeitszimmers, erklärt der Senior, der weiter drei bis vier Bücher pro Jahr herausgeben will. Zudem arbeitet er an einem Plakatprojekt mit der Lebenshilfe. Weiter schwebt ihm vor, eine "literarische Schreibwerkstatt" ins Leben zu rufen, die Umgang mit dem "Werkzeug Sprache" vermittelt.

Und nicht zuletzt bietet er sich für Lesungen an, denen er bei Bedarf "musikalische Beigaben" verpasst. In Berlin, Hamburg, Rostock, Schwerin, aber auch Graz, Stockholm oder Rijeka konnte er bereits Zuhörer beeindrucken. Nun sollen Orte in der Region hinzukommen. Zunächst hat er mit dem Nordheimbund Kontakt aufgenommen. Weiteren Anfragen steht er aufgeschlossen gegenüber.

Kontakt: Tel. 03341 3075741; E-Mail nordwindpress@t-online.de

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