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1000. Veranstaltung der Naturfreunde führt nach Pöhlitzbrück bei Biesenthal

Frühlingswanderung bei Winterwetter

Frisch drauf los: Die Sternwanderung nach Pöhlitzbrück startet vom Biesenthaler Marktplatz
Frisch drauf los: Die Sternwanderung nach Pöhlitzbrück startet vom Biesenthaler Marktplatz © Foto: Renate Meliß
Renate Meliß / 17.03.2013, 20:31 Uhr
Biesenthal (mes) "Also Bewegung tut ja gut nach dem langen Winter und ich denke, das sind hier alles nette Leute." Ute Schulz aus Biesenthal steht in der Wintersonne auf dem Biesenthaler Marktplatz, bereit für die acht Kilometer lange Sternwanderung nach Pöhlitzbrück - es ist zugleich die 1000 Veranstaltung der Naturfreunde.

Ute Schulz ist das erste Mal dabei. Auch die Dame neben ihr ist entschlossen, das schöne Winterwetter, die klare Luft und die Sonne, die vom blauen Himmel scheint, für die Wanderung zu nutzen. Etwa 50 Teilnehmer treffen am Sonnabend auf dem Marktplatz ein, einige mit Nordic-Walking-Stöcken ausgerüstet, alle sportlich warm eingepackt. "Nach 'ner halben Stunde ist uns ohnehin warm!", heißt es. Man erzählt von Wanderwegen, die man normalerweise nie alleine entdeckt hätte, wie zum Beispiel von Wullwinkel nach Lobetal. "Der Weg ist wunderschön, aber man braucht einen Wanderführer", stellt eine Teilnehmerin fest. Oder von Biesenthal über Danewitz und Rüdnitz nach Lobetal. Renate Hellwig aus Biesenthal ist mit Ehemann Rudi und Enkeltochter Josephine gekommen. "Ich bin neun, aber Ostersonntag werde ich zehn", erklärt stolz die Jüngste in der Wandergruppe. Die Großmutter ergänzt: "Es stand ja in der MOZ: viel Bewegung, die Hälfte Essen ...".

Inzwischen ist Gerda Schmidt, seit drei Jahren Wanderleiterin der Naturfreunde Hellmühle, auf die Bank unter der Eiche geklettert und begrüßt das fröhliche Wandervölkchen. Die Route führt zunächst zum Schlossberg, danach durch das Finowtal, vorbei am "Schwarzen See", der heute eher einem Tümpel gleicht. "Dort soll im 14. Jahrhundert die Pöhlitz-Mühle gestanden haben, die der Brücke ihren Namen gab, so eine Legende", erklärt Frau Schmidt. An der dortigen Raststätte ist für Kaffee und Kuchen gesorgt, der Grill wird "angeworfen", das klingt nach Stärkung und Gemütlichkeit in Natur und Gemeinschaft.

Viele Wandervereine kommen heute aus Lanke und Melchow. Die Veranstaltung liegt in den Händen der Naturfreunde. "Na, Frau Schmidt?" und "Morgen Frau Schmidt" klingt es allenthalben. Es ist 9.30 Uhr, da setzt sich die Truppe langsam in Bewegung. Auch eine Behindertensportgruppe der Stephanus-Stiftung ist dabei. "Wer heute bei diesem Wetter nicht mitkommt, der ist selbst schuld", stimmen sich die Wanderer ein. "Zu unserer Winterwanderung im Januar hatten wir Frühlingswetter und heute zur Frühlingswanderung ist es Winter", ruft Renate Hellwig noch lachend und eilt dann schnell den anderen hinterher.

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