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Jahrzehntelang als Sozialdemokratin aktiv

Viele Jahre war sie politisch aktiv: Brigitte Oltmanns bei einem Empfang.
Viele Jahre war sie politisch aktiv: Brigitte Oltmanns bei einem Empfang. © Foto: MZV
Heike Weißapfel / 21.03.2013, 19:03 Uhr
Glienicke (hw) Die Glienicker Sozialdemokraten trauern um ihre Ehrenvorsitzende Brigitte Oltmanns. Sie ist am Dienstag im Alter von 79 Jahren gestorben.

"Wir sind sehr traurig. Es ist ein schmerzlicher Verlust", sagt Frank Schwerike für den Glienicker SPD-Ortsverein. Aber auch privat stand sie ihm nahe. Für den Ortsvereinsvorsitzenden war Brigitte Oltmanns ein politisches Vorbild, und im Laufe der Jahre wurde sie zur Freundin der Familie. "Sie konnte sehr weich sein und stand anderen zur Seite. Aber sie war auch hartnäckig und ging keiner Auseinandersetzung aus dem Weg", beschreibt Schwerike die Weggefährtin. "Gleichzeitig war sie stets eine gute Ratgeberin."

Brigitte Oltmanns hat nach der Wende die Glienicker SPD mitbegründet, den Ortsverein betrachtete sie auch als eine Art Familie. "Sie war überglücklich, dass Joachim Bienert Bürgermeister wurde", erinnert sich Frank Schwerike. Unter anderem habe sie sich für ein Altenheim in Glienicke eingesetzt. Dass dieses endlich gebaut werden konnte, habe sie gefreut.

Brigitte Oltmanns wurde am 27. Februar 1934 in Leipzig geboren. Sie hat Kunstgeschichte und klassische Archäologie in Greifswald studiert und war zunächst für Museen sowie im Kunsthandel und in der Denkmalpflege tätig. Die alleinerziehende Mutter hat auch in der Verwaltung des Kreises Oberhavel als Personalamtsleiterin gearbeitet.

Gerne und ausgiebig hat sie diskutiert, und ihre Worte fanden über die Parteigrenzen hinweg Beachtung. Von 1990 bis 1993 war Brigitte Oltmanns in der Glienicker Gemeindevertretung, später Mitglied im Kreistag sowie von 1998 bis 1999 SPD-Landtagsabgeordnete. Von 2003 bis 2008 war sie erneut Gemeindevertreterin und SPD-Fraktionsvorsitzende und in der anschließenden Legislaturperiode sachkundige Einwohnerin im Sozialausschuss.

Brigitte Oltmanns war seit Längerem an Krebs erkrankt. Deshalb hatte sie sich, inzwischen Ehrenvorsitzende des Glienicker SPD-Ortsvereins, bereits vor einiger Zeit von der politischen Bühne zurückgezogen. Gestorben ist sie nun in einem Hospiz in Berlin-Pankow, wohin sie sich auf eigenen Wunsch Anfang des Jahres begeben hatte.

Bürgermeister Hans Günter Oberlack (FDP)und Gemeindevorsteher Martin Beyer (CDU) drückten ihr Mitgefühl aus. Ihre Stimme wird in Glienicke fehlen.

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