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Offizielle Inbetriebnahme des ersten neuen Zuges von Bombardier / Nach Jungfernfahrt im Linienverkehr

Eine "Revolution" auf den Gleisen

Nächster Halt Käthe-Kollwitz-Straße: Die Fahrgastinformation in den neuen Zügen zeigt die Linie, die aktuelle Station und die folgenden Stopps an.
Nächster Halt Käthe-Kollwitz-Straße: Die Fahrgastinformation in den neuen Zügen zeigt die Linie, die aktuelle Station und die folgenden Stopps an. © Foto: MOZ/Gerd Markert
Uwe Spranger / 21.03.2013, 20:27 Uhr - Aktualisiert 22.03.2013, 12:53
Strausberg (MOZ) Die neue Flexity-Straßenbahn der Strausberger Eisenbahn (STE) hat am Donnerstagmittag ihre Jungfernfahrt absolviert und ist später in den Linienverkehr gegangen. Es sind die ersten elektrischen Neufahrzeuge in der 120-jährigen Geschichte des Unternehmens.

Bei einer rundum gelungenen Feier ist der gelb-schwarze Zug der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Rund 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung waren der Einladung von STE-Chef Andreas Gagel gefolgt und erlebten mit, wie die Bahn aus dem Kunstnebel im hinteren Teil des Depots ganz langsam in die vordere Halle rollte.

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Flexity Straßenbahn in Testphase

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Zuvor hatte Gagel daran erinnert, dass die Neuanschaffung "ganz vielen Mitwirkenden zu verdanken" sei. Unter anderem nannte er den Kreistag, der einen 20-jährigen Vertrag mit der STE abgesegnet hat. Der sichert einen Großteil der Finanzierung für diesen Zeitraum und enthält auch einen Anteil für Investitionen - laut Landrat Gernot Schmidt pro Jahr 100 000 Euro.

Straßenbahn auf Jungfernfahrt in Strausberg
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Straßenbahn auf Jungfernfahrt

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Der STE-Chef würdigte ebenso die Stadtverordneten, die gute Zusammenarbeit mit dem Hersteller Bombardier, der zuletzt auch vorfristig ausgeliefert hatte, sowie die Hilfe der Berliner Verkehrsbetriebe, die 2010 einen Zug probehalber nach Strausberg geschickt hatten. Damit habe der Geschäftsführer die Strausberger quasi "angefüttert", wie Bürgermeisterin Elke Stadeler es nannte. Damals hatten sich die meisten gewünscht, die Bahn bliebe gleich in der Stadt.

Doch es brauchte noch etwas Zeit, ehe die "Revolution in Strausberg", wie es die Bürgermeisterin bezeichnete, vollzogen werden konnte. Sie lobte in diesem Zusammenhang den Stadtwerke-Verbund, der "gut wirtschaftet" und so derartige Investitionen mit ermögliche. Welche Stadt vergleichbarer Größe könne schon Straßenbahn, Bus und S-Bahn vorweisen. Zudem hob sie hervor, dass es nun eine barrierefreie Straßenbahn gebe. So konnte auch der älteste Strausberger, der 101-jährige Harry Wilkens, die Jungfernfahrt mitmachen. Bei seiner Geburtstagsfeier war der langjährige Berliner Straßenbahner mit der Bürgermeisterin über die Tram ins Gespräch gekommen und hatte diesen Wunsch geäußert.

Am Nachmittag ging die neue Bahn in den Linienverkehr. Als erster Fahrer war Jürgen Lange eingeteilt. Er nannte als Vorzüge die Laufruhe und die viel besseren Sitze. Das Quietschen in manchen Kurven dürfte sich laut Betriebsleiter Uwe Kunath auch noch geben. Zum einen habe Flexity eine Radkranzschmierung, zum anderen würden sich die Räder noch "einfahren".

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elektron 22.03.2013 - 10:39:25

Liebe MOZ

Den Spruch von Rößler sollte man doch nicht ernst nehmen: "Dummheit darf man nicht verbieten". "Es sind die ersten elektrischen Neufahrzeuge in der 120-jährigen Geschichte des Unternehmens." Haben die vorher nie eine Steckdose gesehen? Das ist so ein absurder Redaktionskommentar....!!??

Bert Prengemann 22.03.2013 - 09:39:54

Nicht die ersten elektrischen Neufahrzeuge

Hallo Herr Spranger, schöne neue Bahn - die Flexity-Tram. Aber es ist nicht die erste neue Bahn in der Geschichte der STE - die zur Elektrifizierung 1921 gelieferten 3 Züge waren auch fabrikneu. Die letzten Neufahrzeuge wurden zur Streckenverlängerung zum Landesjugendheim geliefert. Aber es ist immerhin mehr als 80 Jahre her!

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