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Bahnlinie Eberswalde - Frankfurt (Oder) in Gefahr / Regioforum initiiert Diskussion / Bürger fordern Erhalt

Fahrtzeit über eine Stunde unattraktiv

Stopp in Eberswalde: ODEG-Triebwagen bilden eine wichtige Verbindung vom Oderbruch nach Berlin.
Stopp in Eberswalde: ODEG-Triebwagen bilden eine wichtige Verbindung vom Oderbruch nach Berlin. © Foto: MOZ/Thomas Burckhardt
Steffen Göttmann / 22.03.2013, 08:00 Uhr
Altranft (MOZ) Die Region muss gemeinsam um den Erhalt der Bahnlinie von Eberswalde nach Frankfurt (Oder) kämpfen. Dieser Konsens kann als Ergebnis der vom Regioforum Barnim-Oderbruch initiierten Diskussion am Mittwochabend im Schloss Altranft gewertet werden.

Eine schnelle und direkte Anbindung an Berlin - in 60 Minuten zum Hauptbahnhof - müsse das Ziel sein, leitete Danny Amstutz, Gründer des Regioforums, die Debatte ein. Sein berufliches Glück hat der junge Mann in Baden-Württemberg gefunden, er kommt aber regelmäßig in seinen Heimatort Bad Freienwalde, weil er etwas zurückgeben möchte. Die Kurstadt mit der malerischen Landschaft und dem Oderbruch sei ein Pfund, mit dem die Region in Berlin wuchern könne. Doch die 60 km/h, die der Triebwagen ab Eberswalde fährt, seien kein Aushängeschild. "33 Minuten brauchte der Zug nach Berlin-Hauptbahnhof, daran wollen wir teilhaben", sagte Amstutz.

Gut 20 Interessierte hatten sich im Schloss eingefunden, darunter die Bürgermeister von Bad Freienwalde, Ralf Lehmann, und Neutrebbin, Siegfried Link, sowie die Amtsdirektoren Karsten Birkholz aus Barnim-Oderbruch und Holger Horneffer aus Falkenberg-Höhe.

"8500 Menschen nutzen täglich die Bahnlinie von Eberswalde nach Berlin", sagte Ulrich Schultheiß von der Deutschen DB Netz AG. Diese Zahlen werden auf der Strecke Eberswalde nach Frankfurt (Oder) bei Weitem nicht erreicht. Dennoch habe die Bahn in der Erhaltung dieser Strecke seit 2004 immerhin 15,4 Millionen Euro investiert, darunter sechs Millionen Euro in Bahnübergänge, 7,8 Millionen Euro in die Schienengleise und 1,3 Millionen Euro in die Stellwerks-technik. Dies müsse sich für die Bahn rechnen. Sie halte vor, was das Land beziehungsweise Anrainerkommunen bestellen, fügte Schultheiß hinzu. Um die Reisezeit zu erhöhen, müsse die Bahn investieren, brauche aber die Planungssicherheit, dass die Strecke bedient werde. Dem Land warf er Unzuverlässigkeit vor. Die Bahn habe schon häufiger Millionen in Strecken investiert, die vom Land stillgelegt wurden, wie von Werneuchen nach Tiefensee.

Der Recyclingbetrieb zwischen Bad Freienwalde und Papierfabrik hatte einmal einen Gleisanschluss. Als der Betrieb den Besitzer wechselte, habe die Bahn einen Partner gesucht, den Gleisanschluss weiterzubetreiben. Als mehrere Anfragen auch bei der Stadt Bad Freienwalde ins Leere liefen, habe die Bahn den Anschluss abgeschnitten. Ebenso habe es kein Echo gegeben, als die Bahn nachfragte, ob sie Gleis 7 an der Ladestraße in Freienwalde erhalten solle. "Nachdem wir es zurückgebaut hatten, kam plötzlich die Anfrage, Holz zu verladen", sagte Schulheiß. Aber da war es schon zu spät. Er riet den Bürgern, Druck aufzubauen, eine Lobby zu bilden und für die Bahnlinie zu kämpfen. Sie sollten sich ein Beispiel an jenen nehmen, die für den Erhalt der Bahnlinie Joachimsthal - Templin kämpfen und die sich für die Elektrifizierung der Strecke Angermünde-Schwedt eingesetzt haben.

Infrastruktur sei ein wichtiger Faktor für die Region, sagte Andreas Zintzsch von der IHK-Ostbrandenburg. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) sei wegen des schwachen Potenzials wirtschaftlich nicht tragbar. Ohne Zuschüsse von Kommunen, Land und Bund funktioniere es nicht. Die Bahnlinien Frankfurt (Oder) - Berlin, die Ostbahn und Eberswalde-Berlin rechneten sich. Problematisch seien Nord-Süd-Verbindungen. Möglicherweise müsse über Alternativen nachgedacht werden. Busse seien flexibler als Züge.

Frank Wruck, Geschäftsführer der Barnimer Busgesellschaft, brachte es auf den Punkt. Die Richtgröße betrage im Nahverkehr eine Stunde Fahrtzeit. "Alles, was darüber liegt, ist unattraktiv", sagte er. Der Landkreis Märkisch-Oderland als Auftraggeber habe wenig Geld, sodass die Busgesellschaften nur den Schülerverkehr abwickeln können. Der reiche eigentlich nicht, um gut zu wirtschaften. "Meine Busfahrer werden für sieben und eine Viertelstunde Arbeit bezahlt, haben aber nur sechs Stunden Arbeit", erklärte er. Politiker investieren lieber in Schulen und Kitas. "Der ÖPNV ist unsexy", so Wruck. "Was hilft die tollste Schule, wenn keiner hinkommt." Für Amstutz zeigte die Diskussion, dass es lohnt, am Thema dranzubleiben. Er schlug vor, eine ÖPNV-Runde zu bilden.

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Rainer Franz 24.03.2013 - 13:01:51

Bahnverbindungen

Ich möchte einige Aspekte des Oderbruchbahners aufgreifen. So regt er eine Reaktivierung von einstigen Haltestellen an, wie z. B. Sietzing, Libbenichen, Carzig oder auch Schönfließ. Bedient wird die Bahnstrecke Ffo. - Eberswalde bekanntlich mit dieselbetriebenen Triebwagen, die mit vergleichbarem Aufwand und gleicher Fexibilität wie ein Bus bei Bedarf an Haltestellen halten oder auch durchfahren könnten. Es ist unwahrscheinlich, daß der Triebwagen an jeder einzelnen Haltestelle wird halten müssen, vielmehr geht es eher um einen Bedarfshalt, der also die Fahrzeit zwischen Ffo. und Eberswalde überhaupt nicht in relevanter Weise berührt. Die Fahrzeit würde daher nicht länger und die Nutzung der Bahn folglich nicht aufgrund verlängerter Fahrzeit unattraktiver. Wie schon von mir vorgetragen, ist der Bahnhof in Seelow für die typischen Bahnnutzer nur äußerst beschwerlich zu erreichen und es stehen von dort aus gleich mehrere Buslinien nach Ffo. bereit. Anders sieht die Sache z. B. in Carzig aus, dort liegt der Bahnsteig im Ort, die Bushaltestelle hingegen außerorts an der B 167. Bedient wird Carzig nur durch die Buslinie 968, die aber teils über Alt Mahlisch und Niederjesar verkehrt und Carzig dann nicht anfährt. Noch schlimmer ist es an Wochenenden und Feiertagen, dann haben die Carziger nämlich nur folgende Option: Bus um 11.14 Uhr nach Seelow, Ankunft in Seelow gegen 11.30 Uhr. Zur Heimfahrt steht dann aber ausschließlich der Bus zur Verfügung, der in Seelow bereits um 12.25 Uhr abfährt. Zeitfenster zwischen Ankunft und Abfahrt in Seelow 55 min, also völlig witzlos, denn in dieser kurzen Zeit könnte man weder eine Gaststätte besuchen noch in Ruhe einkaufen oder jemanden besuchen. Die Bahn fährt in Carzig jede gerade Stunde in Richtung Eberswalde vorbei und jede ungerade Stunde in Richtung Ffo., super Sache eigentlich, aber der Zug hat in Carzig keine Haltestelle mehr, so daß man sich den vorbeifahrenden Zug nur von außen ansehen darf. Das Rufbussystem würde Carzig zwar bedienen, aber erstens gerade dann nicht, wo Carzig wegen der sinnfreien Busverbindungen praktisch von der Außenwelt abgeschnitten ist, nämlich an Wochenenden und Feiertagen. Zweitens fährt der Rufbus nur bis zur Kreisgrenze MOL, eine Fahrt nach oder von Ffo. ist damit also nicht möglich. Fassen wir zusammen: Carzig könnte auf Linienbusse, Rufbusse oder die Bahn zurückgreifen, um das Mittelzentrum Seelow oder das Oberzentrum Ffo. erreichen zu können. Die drei in Frage kommenden Verkehrsmittel sind aber so hervorragend aufeinander abgestimmt, daß Carzig an Wochenenden vom kulturellen und gastronomischen Angebot anderer Orte völlig abgeschnitten ist, und zum Einkaufen kommt man ohne PKW ebenfalls nicht. Gleichzeitig sülzen irgendwelche Amtsträger was von einem immer höheren Anteil älterer Menschen, und daß man dafür Maßnahmen der Daseinsvorsorge treffen müsse. So sieht das dann in der Praxis aus, nichts als heiße Luft.

Oderbruchbahner 24.03.2013 - 12:11:27

@ Langsam Reisender

Einige Ihrer Argumente sind ja ganz in Ordnung. Andererseits haben Sie meinen Kommentar nur überflogen bzw. nicht verstanden oder wollten ihn nicht verstehen. Niemand muss mit mir einer Meinung sein, aber dann bitte konstruktiv und sachlich argumentieren und nicht persönlich werden! Ich werde nicht ganz schlau, was Sie möchten- zum einen wenden Sie sich gegen ein ,,zu schnelles Dasein", dagegen habe ich nichts, da sind gute Denkansätze dabei! Zum anderen versuchen Sie Ihre eigenen Argumente ad acta zu führen, in dem Sie dem totalen LKW- Wahnsinn eine Lanze brechen. Daher, auch auf die Gefahr hin andere user zu langweilen, möchte ich das Thema nochmal vertiefen. 1. Es geht zunächst mal, über den Erhalt der Bahnstrecke Frankfurt- Eberswalde (fast der letzten Eisenbahnverbindung im Oderbruch). Den Personenverkehr kann ich nur unter großer Subventionierung aufrecht erhalten, was u.a, daran liegt, dass die meisten Bewohner, die Bahnhöfe nur schlecht erreichen können. Über das RufBusSystem haben wir an der Stelle schon zur Genüge debattiert- es ist dilettantisch und zu kompliziert aufgezogen, bringt daher kaum Kunden an die Bahn. Man könnte die Verbindungen tagsüber langsamer gestalten, indem man Haltepunkte , wie Sietzing, Libbenichen, Carzig, Schönfließ und insbesondere Booßen wieder belebt. ich sage mal salopp, Oma, die nach FF,Seelow, Wriezen oder Eberswalde zum Arzt muss, hat keine weiteren ,,Böcke zu melken", sprich, sie hat Zeit. 2. Nun zum Güterverkehr: Die Wirtschaftsstruktur des Oderbruchs ist Landwirtschaftlich geprägt. Ins Oderbruch gelangen hauptsächlich Düngemittel, Treib- und Brennstoffe, z.T Baumaterialien- also Dinge die beim Umladen wenig Schaden nehmen, in der Regel werden sie auch nur einmal umgeladen, dasselbe gilt für die Dinge die das Bruch ,,exportiert": Getreide, Gemüse, sinnloserweise Zuckerrüben, da ja angeblich marktwirtschaftlich sinnvoll war, sämtliche Zuckerfabriken hier zu schließen. Andererseits sprach ich von durchgehenden Güterzügen, die ich nicht durch Berlin leiten muss, wo Sie sicher nicht in einem Ruck durchfahren können, von daher ist es kein Zeitverlust, wenn die, wie zu DDR- Zeiten die genannte Trasse durchfahren. 3. Arbeitsplatzverluste: Viele LKW- Flotten sind ,,ausgeflaggt", d.h. sie werden von Osteuropäischen Fahrern für Hungerlöhne chauffiert, Staus und Tote durch LKW- Unfälle sprechen ihre eigene Sprache. Jeder Aldi- Markt wird heute durch 20 t- Sattelzüge beliefert- der Steuerzahler muss jedes Jahr Unsummen aufwänden zur Reparatur der Straßen. Viele LKW- Fahrer wären nicht böse, wenn sie einen Job hätten, der nahe an zu Hause ist und sie nicht bei Wind und Wetter auf irgendwelchen Autobahnen rumhängen müssten. Ich behaupte mal, bei der Verlagerung von Gütertransporten auf die Schiene würden ebenso viele Jobs geschaffen, wie wegfielen, wenn nicht sogar mehr!

langsam Reisender 23.03.2013 - 12:25:25

Was bedeuten Fahrzeiten?

Wenn ich mein Ziel mit dem Bus oder der Bahn nicht erreichen kann, besteige ich keines von beiden. Wenn mir aber der Bus oder die Bahn eine Verbindung zu meinem Zielort ermöglicht, ist mir die Fahrzeit relativ egal. Erkenntnis aus DDR-Zeiten. Und die "Umplanung" der Transporte Straße auf Schiene ist doch längst vom Tisch. Daran hat man zu DDR-Zeiten gedacht und auch alles darauf ausgerichtet. Hören Sie @oderbruchbahner doch auf zu träumen. Allein der Gedanke die Transporte von der Straße auf die Schienen zu bringen, würde ??? Arbeitsplätze gefährden und vor allem viele Unternehmen Zusatzkosten bringen. Wie oft darf denn eine Ware preisgünstig umgeladen werden? Ich würde sagen: Nicht ein einziges Mal. Es gäbe aber aus meiner Sicht eine Lösung. Wir müßten uns darauf einstellen "langsamer zu leben". Wir wollen doch alles von heute auf morgen, am besten gleich. Wenn ich Waren mehrmals umladen muß, besteht die Gefahr, dass sie auch mehrmals dabei kaputt gehen kann. Also Quatsch der Gedanke, "von der Straße auf die Schiene". Allein die Reduzierung der LKW auf die Hälfte würde endlos viele Unternehmen in der Existenz gefährden. LKW Hersteller, Werkstätten, Fahrer usw. Das der Wahnsinn mit den LKW auf den Autobahnen ausgebrochen ist, bestreite ich ja nicht. Aber so neunmal klug daherreden kann jeder.......alles auf die Schiene...!? Wirtschaftlich wäre damit eine riesige Umstrukturierung verbunden.....über Jahre oder sogar Jahrzehnte. Und darum ist ein solcher Gedanke an sich schon fehl am Platz in der heutigen extrem dynamischen Zeit. Wir leben "zu schnell". Das ist der einzige Grund dafür, dass immer mehr auf den Straßen transportiert wird. Schienentransport bedeutet "Sammeltransporte" zusammenstellen. Von der Logistik angefangen bis zu jedem Umladepunkt. Und dafür bedarf es an zusätzlicher einzuplanender Zeit. Und das will keiner. Ich finde die Überschrift: "Fahrtzeit über eine Stunde unattraktiv" zwar passend aber anders, als mit einer Rakete ist wohl kaum noch die "Fahrzeit" zu unterbieten. Und das ist "Quatsch mit Soße". Da hilt dann nur noch ein "Wurmloch", oder?

Oderbruchbahner 23.03.2013 - 11:04:08

Bedingungen verbessern

Im wesentlichen möchte ich mich den Ausführungen von Herrn Franz anschließen. Das was der Triebwagen leistet kann natürlich ein Bus auch leisten, er kann sogar die Leute direkt in die Orte bringen, wogegen die Haltepunkte nicht selten einiges außerhalb liegen. Allerdings ist beim Bus die Hemmschwelle zur Stilllegung noch niedriger u.a.weil dafür die Kreise zuständig sind, die ja noch klammer als das Land sind, im übrigen ist die Relation Frankfurt- Eberswalde mit dem Auto auch nicht in einer Stunde zu bewältigen. Ich fände es wichtig wieder Güterverkehr auf die Strecke zu bringen, Holz, Landwirtschaftliche Produkte usw. können durchaus per Schiene transportiert werden. Güterzüge der Relation Sachsen- Ostseeküste könnten ebenfalls dort lang fahren, der Knoten Berlin würde entlastet. Wichtig wäre es, den Knoten Wriezen wiederherzustellen durch Wiederinbetriebnahme der Wriezener Bahn- die Unterbrechung durch die Stadtumgehung Wriezen war einer der größten Schildbürgerstreiche der letzten 20 Jahre. Gleichzeitig müsste diese Bahn weiter Richtung Polen geführt werden. Ebenso ist die Verknüpfung mit der Ostbahn verbesserungswürdig. Die dortigen Umsteigezeiten sind tw. unakzeptabel!

Rainer Franz 22.03.2013 - 13:03:27

ÖPNV

Ich glaube gern, daß die Bahnlinie Bad Freienwalde - Frankfurt (Oder) Wirtschaftlichkeitsprobleme hat. Das liegt neben dem Bevölkerungsexodus aber vor allem daran, daß seitens des Potsdamer Ministeriums für Infrastruktur seit zwei Jahrzehnten stur an Lösungen festgehalten wird, die sich längst als untauglich erwiesen haben. Geradezu dogmatisch verfolgt man die Strategie, möglichst wenige Haltepunkte aber dafür schneller von A nach B. Ist es wirklich so überraschend, daß eine Bahnlinie um so weniger zahlende Fahrgäste hat, je weniger Orte damit bedient werden? Wo liegt der Sinn darin, z. B. in Seelow einen Haltepunkt zu unterhalten, der für ältere oder behinderte Menschen aufgrund des steilen Bahnhofsberges kaum eine brauchbare Verkehrsverbindung darstellt? Aus Seelow kann man mit mehreren verschiedenen Buslinien viel bequemer in die Frankfurter Innenstadt gelangen, als mit dem Zug. Aber Seelow wird bedient, die Dörfer hingegen selbst dann nicht, wenn dort wie beispielsweise in Carzig an Wochenenden die Busverbindungen schlicht unbrauchbar sind, der Zug aber jede zweite Stunde pro Richtung sowieso durchs Dorf fährt. Leider waren weder bei der Landesregierung Einsichten bezüglich eines Bedarfshaltepunkts der Bahn vermittelbar, noch beim Landkreis bezüglich der an Wochenenden unbrauchbaren Busverbindungen. Herr Schleinitz vom Landkreis MOL bezeichnete zwar das hiesige sinnfreie Busangebot selbst als "peinlich", jedoch ist es mir in über drei Monaten und trotz mehrfacher Nachfragen nicht gelungen, auf eine Korrektur hinzuwirken, für die ich sogar einen konkreten und kostenneutralen Vorschlag unterbreitet hatte. Als Bürger bin ich dem Amt offenbar keine Antwort würdig.

Radfahrer 22.03.2013 - 11:48:29

Vorschlag

Herr Wruck bringen sie doch ihren Busfahrern in der verbleibenen 1 1/4 Stunde der Arbeitszeit ein paar Verkehrsregeln bei, damit sie wissen wie sie sich als Vorbilder im Straßenverkehr richtig gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern zu verhalten haben. Dann ist diese Zeit sinnvoll genutzt.

Mira N. 22.03.2013 - 10:32:41

*Herrn Wruck

Sehr geehrter Herr Wruck, was hilft es wenn ein Bus ganz oft fährt, wenn in einer Schule dagegen 100 Schüler ein Schaden zugefügt wird, weil notwendige Brandschutzauflagen nicht erfüllt wurden. Hallo, einfach mal beim Reden und beim Vergleichen nachdenken!!!!! Ansonsten kann ich hierzu nur immer wieder anführen, dass man gern mit Bus und Bahn fahren würde (gerade auch zur Arbeit und zurück). Das ist leider aufgrund der unattraktiven Abfahrtszeiten einfach nicht möglich. So kann man sich wieder nur auf das eigene Auto verlassen.

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