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An den bevorstehenden Feiertagen traditionell Eier besonders gefragt

Hochsaison bei den Hühnern

Im Hühnerstall: Die Tiere von Babette Hübner in Danewitz haben trotz der winterlichen Temperaturen gut gelegt. Die Eier wandern zunächst in den Korb und werden dann im eigenen Hofladen verkauft
Im Hühnerstall: Die Tiere von Babette Hübner in Danewitz haben trotz der winterlichen Temperaturen gut gelegt. Die Eier wandern zunächst in den Korb und werden dann im eigenen Hofladen verkauft © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Kai-Uwe Krakau / 27.03.2013, 23:19 Uhr
Danewitz (MOZ) Zu Ostern sind sie in aller Munde - die Eier gehören zum Fest einfach dazu. Die Hühner müssen deshalb in diesen Tagen besonders fleißig sein.

Einige Sonnenstrahlen locken die Tiere in dieser Mittagsstunde schon hinaus ins Freie. Doch saftige Blätter finden sie dort nicht, der Boden ist noch mit reichlich Schnee bedeckt. "Der lange Winter macht auch den Hühnern etwas zu schaffen", sagt Babette Hübner. Auf ihrem Hof in Danewitz hält sie etwa 30 Tiere. Blausperber sind darunter, aber auch Leghörner, Isabraune und Schwarze Bovas. Zwischen 180 und 220 Eier legt jedes Huhn im Jahr. Zur Osterzeit ist allerdings Hochsaison - dann verdoppelt sich die Nachfrage.

Gefragt sind vor allem weiße Eier. "Die Leute wollen sie färben oder bemalen", weiß Babette Hübner. In ihrem Laden an der Dorfstraße 22 ist sie bestens gerüstet. Die Leghorn-Rasse liefert genau das, was die Kunden wünschen. Aber auch die braunen Eier finden ihre Abnehmer. "Die Farbe der Schale ist genetisch bedingt", sagt Babette Hübner. Mit der Fütterung könne man lediglich das Eidotter verändern.

In den Wintermonaten gab es für die Tiere vor allem Kraftfutter. Sonnenblumenkerne, geschroteten Mais, Sesam und natürlich Getreide. Damit sich die Tiere so richtig wohlfühlen, wurde im Stall auch öfter das Licht angeschaltet. "Das beeinflusst das Legeverhalten".

Die Hühner genießen bei Babette Hübner eine freibäuerliche Haltung. Früh um sieben Uhr geht die Klappe auf, zwölf Stunden später wird sie geschlossen. "In der Zwischenzeit können die Tiere machen, was sie wollen". Nur das Eierlegen sollten sie dabei nicht vergessen.

Auch bei Gisela Peters auf dem Bernauer Wochenmarkt sind die "Nährstoffbomben" gefragt. Die Löhmerin bietet sie aus Boden- und Freilandhaltung an, geliefert werden die Eier von einem Erzeuger aus Beelitz. "In diesen Tagen wird viel gekauft", so die Händlerin. Ein, zwei, manchmal sogar drei Packungen nehmen die Kunden mit. "Nach dem Fest flaut es aber auch wieder ab", so Gisela Peters. Das war früher, in den neunziger Jahren, noch ganz anders. "Da wurden viel mehr Eier verkauft als heute", erinnert sich die Händlerin. Den Grund dafür sieht sie vor allem in den veränderten Essgewohnheiten. "Die jungen Leute backen und kochen nicht mehr so oft", glaubt Gisela Peters. Auch die Debatten um Preise und Qualitäten ärgern manchmal die Löhmerin. "Ich frage mich, wie die Discounter die Eier so billig anbieten können". Eine Produktion nach Bio-Standards sei nun mal aufwendiger und damit auch teurer .

Das Frühstücksei am Sonntagmorgen wird sich Gisela Peters auch an diesem Fest gönnen. Ansonsten steht ein Lammbraten auf dem österlichen Speiseplan. Bei Babette Hübner sind die Zeiten, als sie mit ihren Kindern die Eier verzierte, schon längst vorbei. Aber natürlich werden die Eiweißlieferanten - eben traditionell - zum Fest genüsslich verspeist.

Auf dem Wochenmarkt in Bernau kann man noch heute Eier bei Gisela Peters kaufen. Der Laden von Babette Hübner hat heute und am Sonnabend jeweils in der Zeit von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

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