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Spaß auch beim "Seetreiben"

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Bernhard Schwiete / 01.04.2013, 18:42 Uhr - Aktualisiert 01.04.2013, 23:43
Erkner (MOZ) Etwa 50 Teilnehmer - und damit deutlich weniger als in anderen Jahren -sind am Sonnabend in Erkner beim 16. Spreetreiben ins zweieinhalb Grad kalte Wasser gegangen. Diejenigen, die ins Strandbad am Dämeritzsee gekommen waren, hatten aber trotzdem großen Spaß.

Ein paar der mehreren Hundert Zuschauer, die am Ufer des Dämeritzsees zusammengekommen waren, hatten sogar ihren Feldstecher mitgebracht, um das jährliche Spektakel gut beobachten zu können. Das Gerät hätten sie getrost zu Hause lassen können, denn weiter als bis zu einer Wendemarke nach etwa 100 Metern schwammen die Teilnehmer bei der 16. Auflage des Spreetreibens nicht hinaus.

16. Spreetreiben in Erkner im Strandbad am Dämeritzsee
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16. Spreetreiben in Erkner

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Die winterliche Witterung und eine Wassertemperatur von zweieinhalb Grad hatten die Veranstalter vom Schwimm- und Tauchverein Biber Erkner dazu gezwungen, die Strecke drastisch zu verkürzen. Erstmals überhaupt wurde nicht in Neu Zittau gestartet, der Abschnitt spreeabwärts fiel ins Wasser.

So war es genau genommen ein "Seetreiben", das rund 50 Starter in Angriff nahmen. Manch einer bedauerte das. "Ich denke, wir hätten die Strecke in der Spree auch geschafft", sagte Thomas Szeguhn aus Schöneiche, einer der vielen angestammten Teilnehmer, der mit einem Plüsch-Biber auf seinem Strohhut in den See gegangen war. Wie alle Teilnehmer wurde er mit einer Medaille dekoriert und mit bunten Eiern belohnt. Auch andere hatten am Ende offensichtlich noch nicht genug. Ganz und gar unerschrocken zeigten sich Lutz Dittert aus Bestensee und Christel Braune aus Potsdam. Wieder an Land, entledigten sie sich ihrer Neopren-Anzüge und sprangen unter dem Jubel der Zuschauer in Badehose und Badeanzug ins Wasser. "Das haben wir spontan gemacht, weil es so schön war", sagte Christel Braune.

Als schnellste hatte Franziska Mauske das Spreetreiben beendet. Schon nach wenigen Minuten war sie wieder am Ufer. "Ich musste Gas geben, weil das Wasser so kalt ist", erzählte die Grünheiderin, die alleine ins Rennen gegangen war, in ihrer buntgemusterten Bluse. "Wenigstens mein Kostüm sollte sommerlich sein", erläuterte sie.

Andere hatten sich lustige Schwimmhilfen gebaut und wetteiferten um den Preis für das kurioseste Gefährt. Die Trophäe, ein Baumstumpf mit Nagespuren eines Bibers, ging wie im vergangenen Jahr nach Werneuchen. Andi Berger, der 2012 mit einem Motorrad samt Beiwagen die Blicke auf sich gezogen hatte, paddelte diesmal in einer Badewanne über den See. Schnell vorwärts kam der Barnimer mit seiner Konstruktion nicht, doch er gewann ihr auch Vorteile ab. "So bleibe ich trocken", sagte er.

Eines war am Ende fast allen gemeinsam. Sie hatten offenbar noch nicht genug vom verkürzten Spreetreiben - und sprangen zu einer wilden Partie Wasserball erneut in den See. Aufwärmen konnten sich alle am Abend beim traditionellen Osterfeuer im Strandbad.

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