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Für den Beeskower Geher Hagen Pohle ist die U-23-Europameisterschaft Mitte Juli in Finnland ein Saisonhöhepunkt

Trainieren für den Titel-Hattrick

In den Weiten Arizonas: der Beeskower Hagen Pohle (links) im Trainingslager in Flagstaff auf einer Bergstrecke mit Christopher Linke und Nils Gloger (rechts)
In den Weiten Arizonas: der Beeskower Hagen Pohle (links) im Trainingslager in Flagstaff auf einer Bergstrecke mit Christopher Linke und Nils Gloger (rechts) © Foto: Hagen Pohle
Roland Hanke / 02.04.2013, 07:00 Uhr
Beeskow (MOZ) Gut gerüstet für die neue Saison hat sich Geher Hagen Pohle wichtige Ziele gestellt. Der Beeskower will sich für die U-23-Europameisterschaft und die Weltmeisterschaft qualifizieren sowie seine persönliche Bestzeit über 20 Kilometer unterbieten.

Sonne, ein laues Lüftchen und frühlingshafte Temperaturen - davon können wir alle im Moment nur träumen. Und auch Geher Hagen Pohle, der dies aber zum Teil im dreieinhalbwöchigen Trainingslager in Flagstaff im US-Bundesstaat Arizona bis Ende März erlebte. "Allerdings hatten wir auch dort Schnee in den ersten Tagen sowie Nachttemperaturen von nur knapp über Null. Dann wurde es besser mit bis zu 20 Grad am Schluss - das waren dann ideale Trainingsbedingungen", berichtet der Kreisstädter, der Anfang März in Flagstaff im Kreise der Geher-Kollegen aus der deutschen Nationalmannschaft seinen 21. Geburtstag feierte. Und er freute sich dabei über die Geschenke seine Teamkollegen: eine Torte, zwei Stiegen von einem Cola-Getränk aus den USA und ein Essen in einem Steakrestaurant.

Das Hauptaugenmerk legte Hagen Pohle, der für den SC Potsdam startet, zusammen mit Bundes- und Heimtrainer Ronald Weigel natürlich auf eine intensive Vorbereitung auf die in knapp zwei Wochen beginnenden Saison. "Ich habe viel Grundlagenausdauer trainiert, um für die gesamte Saison gerüstet zu sein", berichtet er. Der Beeskower hat dabei zwischen 150 und 160 Kilometer in der Woche beziehungsweise knapp 600 Kilometer insgesamt unter die Füße genommen. "Da wir auf rund 2000 Meter Höhe trainiert haben, durften wir es nicht übertreiben. Die Höhe ist zudem gewöhnungsbedürftig."

Aber nicht nur Kilometer abspulen stand für die 21-Jährigen in den USA auf dem Programm. In Flagstaff, wo er übrigens als Dreijähriger mit seinen Eltern und seinem Bruder schon einmal war, und Umgebung gab es natürlich auch einige touristische Höhepunkte wie den Grand Canyon, den Meteorkrater oder Las Vegas mitzunehmen. Aus dem Spielerparadies ist er nach eigenen Angaben mit plus/minus Null herausgekommen.

Seit Mitte voriger Woche trainiert Hagen Pohle wieder in Potsdam, etwas lockerer, um sich zunächst an die Bedingungen hierzulande zu gewöhnen. Doch jetzt wird auch noch etwas an der Schnelligkeit gefeilt, denn der erste Wettkampf im Jahr 2013 steht für den Beeskower bereits am 13. April im Terminkalender. Im tschechischen Podebrady in der Nähe der Hauptstadt Prag will er über die 20Kilometer auf der Straße an den Start gehen. Sein Ziel ist es dabei, seine persönliche Bestzeit von 1:23:18Stunden zu unterbieten, die er Ende März vorigen Jahres Jahr bei einem Wettkampf in China aufgestellt hatte.

Gleichzeitig gilt es für ihn, "am besten gleich in Podebrady die Norm für die U-23-Europameisterschaft Mitte Juli im finnischen Tampere zu erfüllen". Dazu muss der amtierende Deutsche U-23-Meister 1:26 Stunden erreichen. Auch die Norm für die Weltmeisterschaft im August in Moskau hat der Beeskower bereits im Visier. Das sind jene 1:21:45 Stunden, die auch als Olympia-Norm für London 2012 erreicht werden mussten. Die hatte der Geher um rund eineinhalb Minuten verpasst.

"Ich denke aber, dass ich diese Zeit eventuell jetzt packen kann", sagt Hagen Pohle, der der Spitzensportförderung der Bundespolizei in Kienbaum angehört. "Das zielgerichtete Training sollte sich auszahlen. Doch ich konzentriere mich jetzt erst einmal auf die U-23-Europameisterschaft", sagt der Beeskower. "Das ist mein letzter internationaler Höhepunkt im Nachwuchs-Bereich." Und folgt man dem Gesetz der Serie, wäre nach 2009 (U-18-Weltmeister) und 2011 (U-20-Europameister) eigentlich der nächste Titel für Hagen Pohle an der Reihe.

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