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Schnee im Zwergengarten verzögert Aufstellen der rund 700 Figuren

Zum Saisonstart noch im "Winterschlaf"

Neues Schild: Helmut Grützbach (l.) hat es zum Saisonstart am Zwergengarten von Kurt Hundt angebracht.
Neues Schild: Helmut Grützbach (l.) hat es zum Saisonstart am Zwergengarten von Kurt Hundt angebracht. © Foto: MOZ
Gabriele Rataj / 03.04.2013, 07:05 Uhr
Rehfelde (rj) Das Schild ist ganz neu. Wenige Minuten vor der um 14 Uhr angesetzten Saison-Eröffnung des Zwergengartens von Familie Hundt hat es Helmut Grützbach unter der Hausnummer 6 am Zaun noch angebracht. "Zwergengarten - immer offen - bitte klingeln" steht neben dem Bild zweier tanzender Zwerge. Jetzt kann jeder interessierte Gast auf Anhieb die Klingel finden.

Besucher sind auch erschienen, allen voran Bürgermeister Reiner Donath und Viktor Porodjuk vom Arbeitskreis Rehfelder Tourismus (ART). Indes: An Zwergen fehlts im Revier. Zwar thront ein einsamer Papagei auf einem Holz und eine dicke Biene räkelt sich in Erwartung von Sonne auf einer Blume. Aber in den Schnee wollte Zwergen-"Ziehvater" Kurt Hundt seine ganze Rasselbande nun doch nicht setzen.

Es sind nicht wenige, die der Rehfelder in den zurückliegenden Jahren gesammelt hat, kaufte, geschenkt bekam. Von der Familie, von Freunden, Bekannten, einstigen Kameraden der Feuerwehr. Und längst nicht nur Zwerge bevölkern seitdem den Garten. Auch Märchenfiguren, Tiere, Pilze und mehr.

Die ersten Figuren stammen von 1970, aus dreien wurden 30, später 300 und "jetzt habe ich fast 700 Stück", versichert der Zwergen-begeisterte Rentner. Von 600, wie irgendwo geschrieben stand, will Kurt Hundt nichts wissen. "Die Zahl stimmt nicht", beharrt er auf seiner Statistik.

Außerdem kommen jedes Jahr ein paar Neue hinzu. 2012 zum Beispiel der goldfarbene Zwerg, zeigt der rüstige Senior dem Gast in der Sommerhütte neben dem Haus. Er steht neben einer Schneeeule aus Steinharz, die noch dazu Laut gibt, und dem Rotbezipfelten, den die rbb-Fernsehleute von zibb dagelassen haben. "Drei Mal war das Fernsehen schon bei mir", macht Kurt Hundt voller Stolz auf überregionales Interesse aufmerksam. Aus der näheren Umgebung hingegen würde er sich gern ein paar mehr Besucher wünschen.

Er zieht den Besucher zum Schuppen, wo seine Miniatur-Truppe noch Winterschlaf hält. Vier große alte Wäscheschränke sind mehretagig mit Zwergen aller Couleur belegt. Sie drängeln sich auf Regalböden, belegen jedes freie Plätzchen zwischen Schubkarre und abgestellten Fahrrädern und warten ungeduldig auf Ausbruch. Den des Frühjahrs. Wenigstens der Rosenbogen im Garten blüht - dank Kunstblumen.

So wird statt des Rundgangs in die gemütliche Veranda eingeladen, wo Ingeborg Hundt einen Riesen-Auswahl leckerer selbstgebackener Kuchen auf den Tisch gebracht hat und der Kaffee duftet.

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