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Oderlandhalle erhält moderne 250-m-Anlage

Alte Bahn macht Platz für neue Piste

© Foto: Winfried Mausolf
Jürgen Leibner / 09.04.2013, 09:26 Uhr
(In House) Von Jürgen Leibner

Frankfurt (Oder) (MOZ) Nichts dreht sich mehr in den kommenden Monaten auf der Radrennbahn in der Frankfurter Oderlandhalle. Am Montag begannen Arbeiter der Firma Krüger Metallhandel aus Wiesenau (Oder-Spree) damit, die alte
285,714-Meter-Holzpiste abzureißen. Sie macht Platz für eine neue Anlage, die nur noch
250 Meter lang sein wird und damit internationalen Anforderungen entspricht.

„Im September wird die neue Bahn fertig sein, so die Planung“, sagt Tino Buchholz. Der frühere Judoka ist als Objektleiter des Frankfurter Sportzentrums verantwortlich für den Neubau. „Bis Ende des Monat soll der Abriss abgeschlossen sein, danach werden die Arbeiten für die neue Bahn ausgeschrieben.“ 2,17 Millionen Euro sind für den Bau veranschlagt. Fünfzig Prozent davon trägt der Bund, den Rest übernehmen zu gleichen Teilen das Land Brandenburg und die Stadt Frankfurt.

Die alte Bahn war 1988 zusammen mit der Oderlandhalle in Betrieb genommen worden. Gefertigt wurde sie aus sibirischer Lärche. „Für die neue Piste wird sibirische Fichte zum Einsatz kommen“, erläutert Tino Buchholz und erklärt, warum. „Die alte Bahn hatte eine Unterkonstruktion aus Stahl. Um Spannungen und Verwerfungen zwischen den unterschiedlichen Materialien zu vermeiden, war eine umfangreiche Klimatisierung nötig. Die ist bei der neuen Bahn nicht mehr nötig, da jetzt der Unterbau ebenfalls aus Holz gefertig wird. Dadurch werden 30  000 Euro Betriebskosten pro Jahr gespart.“

Die deutschen Bahnrad-Asse warten schon voller Vorfreude auf die neue Piste. „Ich hoffe, sie wird genauso schnell wie die alte war“, sagt Team-Weltmeister Maximilian Levy. „Damit wir hier weiterhin Weltspitze produzieren können.“ Der Cottbuser hatte sich im August vorigen Jahres bei den deutschen Meisterschaften mit einem Rekord über 200 Meter in 9,778 Sekunden von der alten Bahn, auf der er im Laufe der Jahre viele Trainingskilometer zurückgelegt hat, verabschiedet. Ein Quadratmeter großes Stück von der Ziellinie hatte sich Levy da gleich mal reservieren lassen. Es erhält bei ihm zu Hause einen Ehrenplatz.

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