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Martha Lehmann aus Biesenthal feiert ihren 100. Geburtstag

Gartenarbeit macht große Freude

Vier Generationen: Martha Lehmann erhält die besten Glückwünsche von Bärbel Lehmann, Axel Borchardt, Yvonne Pietsch, Yann (1) und Markus Lehmann (v.l.).Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Vier Generationen: Martha Lehmann erhält die besten Glückwünsche von Bärbel Lehmann, Axel Borchardt, Yvonne Pietsch, Yann (1) und Markus Lehmann (v.l.).Foto: MOZ/Sergej Scheibe © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Frank-Olav Schröder / 09.04.2013, 19:27 Uhr
Biesenthal (MOZ) Martha Lehmann legt großen Wert auf Selbstständigkeit - und das hat sicherlich dazu beigetragen, dass sie am Dienstag in Biesenthal ihren 100. Geburtstag feiern konnte.

"Meine Mutter wollte eigentlich gar nicht glauben, dass es schon der Hundertste ist", sagt ihre Tochter Bärbel Lehmann. Doch daran ließen die vielen Gratulanten keinen Zweifel aufkommen.

Bis 2011 hat Martha Lehmann, geborene Markus, noch zu Hause gewohnt, in dem Haus, dass sie mit ihrem zweiten Mann Bruno 1954 in Biesenthal gebaut hat. In Reinswalde, dem heutigen Zlotnik im westlichen Polen, war sie geboren. Ihr erster Ehemann Max Neumann fiel im Zweiten Weltkrieg. Sie selbst war als Flüchtling im Februar 1945 zunächst in Thüringen angekommen. In den Jahren nach dem Krieg traf sie schließlich den aus der Kriegsgefangenschaft entlassenen Bruno Lehmann - die beiden kannten sich bereits aus Reinswalde - wieder und starteten gemeinsam einen neuen Anfang.

Ihr Mann war als Berufsschullehrer in Bernau tätig, Martha Lehmann arbeitete in einer Nähstube und später in der Landwirtschaft in Danewitz. Und bis in die 70er-Jahre hinein war sie auch in der Möbelfolie Biesenthal tätig.

Als ihr zweiter Mann starb, war ihre Tochter erst 13 Jahre alt. Für sie musste sie von nun an allein die Verantwortung tragen und alle Entscheidungen treffen.

Bis 2011 wohnte sie zusammen mit ihrer Tochter Bärbel und Schwiegersohn Axel Borchardt in ihrem Biesenthaler Haus. Die Arbeit im Garten machte ihr riesigen Spaß. Fernsehen dagegen weniger. Trotz schmerzhafter Arthrose kümmerte sie sich um ihre Hühner und Kaninchen und kochte noch lange Zeit selbst das Mittagessen. Doch nach einem Sturz konnte sie nicht mehr alleine gehen. "Es ist gut", sagt ihre Tochter, "dass das Seniorenheim in unserer Nähe ist." So kann man sich fast täglich sehen. In der Seniorenresidenz Pro Seniore am Wukensee feierte Martha Lehmann mit ihrer Familie ihren Hundertsten.

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