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Markt-Tipps auf Polnisch

Irina Voigt / 13.04.2013, 07:24 Uhr
Hönow (MOZ) Die Neuenhagenerin Birgit Dürsch hat in Hönow ein deutsch-polnisches Unternehmen aufgebaut. PepComm berät in Deutschland und Polen Firmen und sucht für sie zielgerichtet nach Fachkräften.

"Nach drei Jahren ist der Status als Existenzgründer abgelaufen, da ist man kein Anfänger mehr", sagt Birgit Dürsch. Nach der Anlaufzeit müsse ein Unternehmen funktionieren, ist ihre Meinung. Und der Erfolg scheint der Geschäftsführerin Recht zu geben. Die Nähe zu Polen, die Vielfalt von Unternehmen auf beiden Seiten der Oder ist ihr Geschäftsfeld. "Es gibt viele Unternehmen in Polen - große und kleine, junge und alte - die würden gern mit deutschen Unternehmen ins Geschäft kommen oder sich hier auf dem Markt anbieten", sagt sie. Da gebe es aber für die meisten interessierten Unternehmen ein entscheidendes Hemmnis: die Sprache. So hat die 47-Jährige einen Mitarbeiterstamm um sich geschart, der beide Sprachen perfekt beherrscht. "Es sind doch oft Nuancen oder ganz spezifische Fachtermini, in denen sich die Marktwünsche ausdrücken. Die muss man erst einmal verstehen können, um den Unternehmen wirklich behilflich sein zu können", sagt die Diplomökonomin.

Immer mehr polnische Firmen "wollen gecoacht werden, sie sind moderner, offener und internationaler geworden, und das in einem großen Tempo", ist die Erfahrung aus den drei zurückliegenden Jahren. Andererseits ist internationale Unternehmensberatung immer noch ein großes, fast unerschlossenes Feld, hat sie erfahren. Da braucht es ein dichtes Netzwerk, um Angebot und Nachfrage zueinander zu bringen. Inzwischen sind es fast 70 Firmen, die auf die Beratung von PepComm vertrauen. "Das sind kleine Handwerksunternehmen wie die Bäckerei Dreißig, Betonbauer, Sicherheitsdienste, Rechtsanwälte oder Holzbauunternehmen, aber auch der große Mineralölkonzern Orlen, die DB Schenker Polska oder VW-Töchter. Wir erstellen eigene Konzepte für den jeweils anderen Markt", sagt sie.

Zum Team gehören fünf Mitarbeiter. Einer ist Jakub Bartczak. Er hat an der Viadrina studiert und wohnt seit Kurzem in Berlin, spricht beide Sprachen perfekt und ist der Leiter der deutsch-polnischen Unternehmensberatung. "Wir sind mit Kultur, Mentalität und Arbeitsweise in Deutschland und Polen vertraut", sagt er. Das erleichtere die Kommunikation oder mache sie erst möglich.

Zweisprachig ist auch Patrick Wawrzyniak. Er sucht über Netzwerke und persönlich vor Ort in Deutschland dringend nachgefragte Fachkräfte aus Polen, Mittel- und Osteuropa. "Die Nähe ist eine große Motivation, Geschäfte zu machen, aber auch geeignete Mitarbeiter zu finden", sagt Birgit Dürsch, aber sie seien keine Zeitarbeitsfirma, das schließt sie aus.

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