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Umzug der Evangelischen Einrichtung in die Mühlenstraße wieder ungewiss

Privatschule sucht neues Domizil

Britta Gallrein / 22.04.2013, 07:30 Uhr
Bernau (MOZ) Zwei Grundschulen mit unterschiedlichem Konzept unter einem Dach - das ist keine gute Lösung, finden Eltern, Lehrer und Schüler der Evangelischen Grundschule Bernau. In der Stadt könnte das aber im Sommer Wirklichkeit werden. Dann nämlich sollen die neuen Erstklässler der Georg-Rollenhagen-Grundschule in die Oberschule am Rollberg integriert werden und Räume des Gebäudes mitnutzen, die jetzt die Evangelische Grundschule Bernau nutzt.

Träger der Einrichtung ist die Hoffbauer Stiftung. Deren Geschäftsführer Frank Hohn befürchtet Schwierigkeiten bei einer gemeinsamen Nutzung. "Sie fangen bereits beim System des Unterrichts an", sagt er. Die Evangelische Schule arbeitet nicht mit 45-minütigen Stunden, hier sind die Unterrichtsblöcke 90 Minuten lang. Eine räumliche Trennung der Schulen wäre ein Problem, genau wie die Unterbringung in dem stark sanierungsbedürftigen Gebäude.

Die Hoffbauer Stiftung ist schon seit Wochen auf der Suche nach Ausweichmöglichkeiten. Als mögliche Lösung war ein Umzug der Privatschule in das Gebäude der Johannaschule an der Mühlenstraße im Gespräch. Auch dieses Gebäude gehört der Stadt Bernau. Die Johannaschule, eine Förderschule, sollte leer gezogen werden, weil nach den Inklusionsplänen des Landes die Schüler auf andere Einrichtung verteilt werden sollten.

"Es gibt noch keine Entscheidung dazu, aber wir sind mit der Stadtverwaltung in guten Gesprächen", gibt sich Frank Hohn zuversichtlich. "Erklärtes gemeinsames Ziel ist, dass unsere Einrichtung im Sommer in die Johannaschule umzieht." Das habe Bürgermeister Hubert Handke in einem Gespräche letzte Woche signalisiert.

Dezernent Eckhard Illge hat sich da aber offensichtlich nicht gut mit seinem Chef abgesprochen. Denn er will von konkreten Umzugsplänen nichts wissen. "Ich sehe da momentan praktisch keine Möglichkeit der Umsetzung", sagt er. Grund sei, dass das Land das Thema Inklusion plötzlich wieder anders beurteile. "Eine Reduzierung oder Auflösung der Johannaschule sehe ich noch nicht", so seine Meinung.

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Michael Beck 03.05.2013 - 05:22:42

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Die Verfasserin des Artikels hätte, bevor Sie den Artikel schrieb, der SVV beisitzen sollen, auf welcher eine Schließung der Johanna-Schule bis auf weiteres ausgeschlossen wurde. Auch entscheidet Herr Hanke nicht allein über eine Objektvergabe, sondern das gesamte Gremium der SVV in Bernau.

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