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42 Mädchen und Jungen aus neun Wehren der Region Seelow absolvieren erfolgreich Jugendflamme I und II

Feuerwehrnachwuchs in Bestform

Prüfung in der Knotenkunde: Frank Krappe von der Feuerwehr Libbenichen mit John Ende (10) aus Falkenhage
Prüfung in der Knotenkunde: Frank Krappe von der Feuerwehr Libbenichen mit John Ende (10) aus Falkenhage © Foto: Johann M¸ller
Doris Steinkraus / 22.04.2013, 19:36 Uhr
Seelow (MOZ) 83 Jugendwehren gibt es im Kreis, 19 in der Region Seelow. Sie lernen das Einmaleins des Brandschutzes, müssen dafür auch ständig büffeln. Am Wochenende absolvierten 42 Mädchen und Jungen aus neun Wehren erfolgreich die "Jugendflamme".

Tina ist total aufgeregt. Die Neunjährige aus der Jugendwehr Lebus absolviert die erste von sechs Stationen für die Jugendflamme I. Ihre Aufgabe: Absetzen eines Notrufes. Christian Zupp von der Feuerwehr Letschin fragt ruhig nach, nimmt dem Mädchen die Aufregung. Tina hat alles richtig gemacht. Ort angeben, Art der Verletzung, den eigenen Namen, Personenzahl und mehr.

Die Jugendflamme I ist die allererste Stufe in der Ausbildung der jungen Brandschützer. Der Kreisfeuerwehrverband hat den Wehren Material übergeben, in dem aufgelistet ist, was die Kinder im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren wissen müssen. "Die Jugendflamme I könnten die Wehren auch allein abnehmen", erklärt der Trepliner Mike Lipke, Bereichsjugendwart Seelow. Man nutze jedoch schon zum fünften Mal einen gemeinsamen Prüfungstag auch für die Jugendflamme II, die nur der Kreisfeuerwehrverband abnehmen darf, in Seelow. "Jugendwart Siegbert Schulz bereitet das immer bestens vor. Die Bedingungen hier auf dem Gelände der Oberschule sind einfach ideal."

Überall sind Stationen aufgebaut, die einzelnen Jugendwarte teilen ihre Schützlinge ein. 28 Kinder wollen die Jugendflamme I erwerben, 14 die Flamme II. Sie kommen aus den Feuerwehren Seelow, Golzow, Libbenichen, Treplin, Lebus, Letschin, Ortwig, Groß Neuendorf und Falkenhagen. Frauen und Männer der aktiven Wehren fungieren als Stationsbetreuer. So wie Antonia Kästner und Claudia Wunderlich von der Seelower Wehr. Vor wenigen Jahren haben sie selbst die Übungen absolviert. Sie betreuen die Station "Blind vertrauen", wie Siegbert Schulz es formuliert.

Die vier Prüflinge bekommen eine geschlossene Maske aufgesetzt. Sie müssen - mit einer Trage in der Hand - nur nach Hinweisen einen Parcours absolvieren. Sie steigen über Leitern und Rollen, laufen einen Slalom, ändern Richtungen. "Wenn es in einem Haus brennt, sehen die Feuerwehrleute auch nichts", erklärt Siegbert Schulz. Die Teams müssten sich blind vertrauen. Das zu testen, darum geht es.

Knotenbinden, Schläuche ausrollen und kuppeln, die Erklärung eines Unterflurhydranten, Fahrzeug- und Gerätekunde, ein Standrohr setzen, Grundkenntnisse der Ersten Hilfe - all das gehört zum Prüfungsprogramm. Die letzteren Aufgaben müssen die Größeren - meist sind sie zwischen 13 und 15 Jahre alt - für die Flamme II bewältigen. Obwohl alle geübt haben, ist an diesem Tag die Aufgabe um einiges schwerer. Fremde Feuerwehrleute sehen genau zu, fragen nach. Janco Petrick vom Kreisfeuerwehrverband zeigt sich zufrieden vom Ausbildungsstand des Nachwuchses.

Am Ende haben alle 42 Teilnehmer ihre Prüfungen erfolgreich bestanden. Für die Jüngeren heißt es nun weiter lernen, um die Flamme II zu schaffen. Die Größeren arbeiten für die Leistungsspange, um dann bald in den aktiven Feuerwehrdienst aufzurücken. Darum geht es letztlich: Auch künftig braucht es Frauen und Männer, die ausrücken, wenn andere in Not sind.

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der Holgo 23.04.2013 - 10:06:40

@Jugendflamme

Wo ist jetzt der Verstoß? Ich erkenne auf den ersten Blick nichts. Helm ist auf dem Kopf, Schuhe sind nicht im Bild und Handschuhe dürfen bein Binden von Knoten ausgezogen werden. Der Prüfer selbst zählt nicht zur Szenerie. Er steht im Einsatz ja nicht dort.

Jugendflamme 23.04.2013 - 09:06:25

Durchgefallen!

Im Arbeitsschutz. Das erste was jeder lernt am Arbeitsplatz, im Sportverein und hoffentlich auch bei der Feuerwehr. Ausbilder noch einmal auf die Schulbank! Das Foto spricht gegen den verantwortungsbewußten Umgang mit Kindern.

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