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Land unterstützt Skulptur zu Ehren des Australienforschers mit 20 000 Euro aus Lottomitteln / Standort Kleiner Schwielochsee

Leichhardt-Stele wird am Seeufer errichtet

Jörg Kühl / 23.04.2013, 07:05 Uhr
Goyatz (MOZ) Im Kleinen Schwielochsee wird bis Sommer eine Statue zu Ehren Ludwig Leichhardts errichtet. Ermöglicht wird dies unter anderem durch Lottomittel, die Ministerpräsident Platzeck und Minister Vogelsänger jetzt für die Skulptur freigegeben haben.

"Die Statue wird eine weitere Attraktion am Schwielochsee werden", freut sich der Bürgermeister der Gemeinde Schwielochsee, Wolfgang Gliese. Am Montag hat die Potsdamer Staatskanzlei per Presseerklärung mitgeteilt, dass Ministerpräsident Matthias Platzeck und Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger 20 000 Euro aus Lottomitteln bereitgestellt haben, um die Statue bei Goyatz zu realisieren. Das dreiteilige, mehrere Meter hohe Kunstwerk soll an Ludwig Leichhardt erinnern, der vor 200 Jahren in Trebatsch geboren worden war, und der sich in seiner Kindheit und Jugend häufig an Brandenburgs größtem See aufgehalten hat.

Die Statue soll nach Angaben Glieses im Kleinen Schwielochsee, gegenüber dem Leichhardt-Strand in Goyatz, aufgebaut werden. "Es gibt dort eine mit gelben Bojen markierte Untiefe, wo die Alttechikfreunde immer ihren Weihnachtsbaum aufgestellt haben", erläutert der Bürgermeister den Standort. Geplant sei auch, einen Steg zur Statue zu bauen. Zusätzlich zu den nun freigegebenen Lottomitteln würde sich die Gemeinde auch mit einem finanziellen Eigenanteil am Projekt beteiligen.

Der Entwurf der Statue, der bereits auf der Leichhardt-Konferenz 2011 vorgestellt worden war, stammt von der Bildhauerin Sue Hayward, die 1962 im australischen Brisbane geboren wurde und heute in Berlin lebt. Die Skulptur wird in ihrem Atelier in Teltow entstehen. Die größte der drei Stelen zeigt den Umriss des Australienforschers und darunter die auf dem Kopf stehende Figur Ludwig Leichhardts, wohl eine Anspielung auf den Tatbestand, dass Australien auf der Südhalbkugel der Erde liegt, also von Europa aus betrachtet "auf dem Kopf" steht. Die Stele wird aus Stahl und Glas gefertigt und mit Texten aus der Feder Leichhardts beschriftet sein.

Laut Platzeck will die Landesregierung die "Bedeutung Leichhardts als "herausragender Wissenschaftler" würdigen. "Leichhardt war ein Brandenburger Kopf, der weit entfernt von seiner Heimat Geschichte geschrieben hat. Seine Entdeckungen und seine Aufzeichnungen sind heute noch von Bedeutung. Zeigen sie uns doch auch, was mit Forscherdrang, Entschlossenheit und Mut erreicht werden kann", so begründet Platzeck die finanzielle Förderung des Kunstprojekts. Vogelsänger sieht in der Ehrung Leichhardts auch einen Beitrag zur touristischen Vermarktung der Region: "Es gehört zu den positiven Entwicklungen in Brandenburg seit 1990, dass wieder mehr Wert auf Regionalgeschichte gelegt wird. Gerade auf dem Land wurde so ein reiches Erbe wiederentdeckt, das dazu beiträgt, die Identität mit der eigenen Heimat zu stärken, aber auch Potenziale für die touristische Vermarktung ländlicher Regionen zu zu erschließen." Für Bürgermister Wolfgang Gliese wird das weithin sichtbare Kunstobjekt im Kleinen Schwielochsee auch eine touristische Botschaft haben, die sich bis zum "Fünften Kontinent" erstreckt: "Vom Schwielochsee aus gibt es über die Spree, Havel, Elbe und Nordsee eine direkte Verbindung bis nach Australien."

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Andreas Mende 23.04.2013 - 23:28:10

Respekt und offene Fragen

Zitat der MOZ: Laut Platzeck will die Landesregierung die "Bedeutung Leichhardts als "herausragender Wissenschaftler" würdigen. "Leichhardt war ein Brandenburger Kopf, der weit entfernt von seiner Heimat Geschichte geschrieben hat. Seine Entdeckungen und seine Aufzeichnungen sind heute noch von Bedeutung. Zeigen sie uns doch auch, was mit Forscherdrang, Entschlossenheit und Mut erreicht werden kann", so begründet Platzeck die finanzielle Förderung des Kunstprojekts. Vogelsänger sieht in der Ehrung Leichhardts auch einen Beitrag zur touristischen Vermarktung der Region: "Es gehört zu den positiven Entwicklungen in Brandenburg seit 1990, dass wieder mehr Wert auf Regionalgeschichte gelegt wird. Meine Frage: Bei allem Respekt für den Forscher L.Leichardt,aber was ist mit den Ureinwohnern, die schon vor ca. 40000 Jahren unter weitaus schlechteren Bedingungen den Kontinent erreichten und ihn auch besiedelten. Sie wanderten ohne Pferde und technische Hilfsmittel kreuz und quer durch das Land und zerstörten die Natur in 40000 nicht im geringsten. Sind das keine Menschen, oder nur primitive Wilde,die selbst heute keine Steuern zahlen und wahrscheinlich auch kein Auto oder eine Immobilie besitzen.. Denen gebührt eher meine Anerkennung, denn sie behandelten den Planeten wie eine wertvolle Kristallvase,im Gegensatz zur heutigen kranken Gesellschaft.

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