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Starke Spurts und weite Sprünge

Gute Technik: Im Blockmehrkampf der Dreizehnjährigen sicherten sich die Frankfurter Matti Keller und Benjamin Fritzsch (v.l.) über 60 Meter Hürden die meisten Punkte. Nach fünf Disziplinen stand Matti Keller als Gewinner der Goldmedaille fest. Silber ging
Gute Technik: Im Blockmehrkampf der Dreizehnjährigen sicherten sich die Frankfurter Matti Keller und Benjamin Fritzsch (v.l.) über 60 Meter Hürden die meisten Punkte. Nach fünf Disziplinen stand Matti Keller als Gewinner der Goldmedaille fest. Silber ging © Foto: FOTO Michael Benk
Heike Bettino / 23.04.2013, 19:03 Uhr
Frankfurt (MOZ) Mit rund 200 Sportlern aus zwölf Brandenburger Vereinen erlebte der SC Frankfurt einen gut besuchten Auftakt in die Freiluftsaison. Die Leichtathleten gingen in Mehrkämpfen, Einzeldisziplinen und Staffeln an den Start. Die Gastgeber gewannen 22mal Gold-, 23 Silber- und 18 Bronzemedaillen.

Erstmals hatte der Sportclub innerhalb eines Mehrkampfmeetings für die jüngsten Teilnehmer Übungen aus der Kinderleichtathletik eingebunden. Für den Dreikampf der U 8 wurden der 30-Meter-Sprint, Zielweitsprung und Schlagwurf ausgewählt. Zusätzlich war ein Stadioncross über rund 300 Meter möglich.

"Mit dieser Neuerung setzt der Verein die aktualisierte Deutsche-Leichtathletikordnung (DLO) um", begründet Clara Bechly (18), Beauftragte für Kinderleichtathletik im Leichtathletikverband Brandenburg und SC-Mitglied. "Die DLO besagt, dass von der U 8 bis zur U 12 die Kinderleichtathletik durchgeführt werden muss. Der Sprint wird zum Beispiel verkürzt, weil Studien ergeben haben, dass Sechs- und Siebenjährige maximal sieben Sekunden sprinten. Die Übungen sind insgesamt spielerischer", nennt sie einige Aspekte. Es gebe aber gerade bei den Älteren Zugeständnisse an klassische Wettkämpfe.

Dass die Umsetzung der Kinderleichtathletik mit Tücken verbunden ist, beschreibt Anja Hentschel, Übungsleiterin in der Frankfurter Bambini-Gruppe (AK 4-6). Beispiel Stadioncross. "Der ist sicher abwechslungsreich. Aber die Kleinen wollen wie die Großen eine Stadionrunde laufen". Gar nicht mitgehen konnte sie mit dem Zielweitsprung. Dort müssen die Kinder in einen Reifen springen, vier Weiten sind vorgegeben. Treffen die Kinder den Reifen nicht, scheiden sie aus. Das passierte einigen sechsjährigen Jungen gleich im ersten Durchgang. "Aber die Kinder wollen doch mitmachen und sollen Spaß haben. Was hat das mit Spaß zu tun, wenn sie nach dem ersten oder zweiten Durchgang nicht mehr dabei sein dürfen", fragt die Übungsleiterin.

Philipp Lange (m 6) kam jedenfalls mit den Disziplinen super zurecht. Gemeinsam mit dem gleichaltrigen Elias Bleck gewann er den Dreikampf und siegte gleich noch im Stadioncross. Jeweils zwei Medaillen gewannen auch Philine Worm und Tim Thielemann (AK 7).

Im klassischen Mehrkampfsystem der Älteren gelang Wenzel König (m 9) der Coup. In Dreikampf aus 50-m-Sprint, Weitsprung und Schlagball war er Bester in allen Einzeldisziplinen und gewann mit der Idealplatzziffer 3 Gold. Außerdem siegte der Achtjährige über 400 Meter und mit der 4x50-m-Staffel.

Dass sie gleich alle Disziplinen gut beherrschten, bewiesen auch Sophie Thater (w 8), Charlotte Linke (w 9) und Frank Christoph (m 10), die sowohl im Dreikampf als auch über das Stadionrund Medaillen gewannen. Großer Wermutstropfen: Beim Dreikampf gewannen die sechs- und elfjährigen Frankfurter Mädchen keine Medaille.

Fünf Disziplinen hatten die Mädchen und Jungen der U 14 in ihrem Basis-Blockmehrkampf zu absolvieren: 75 m, 60-m-Hürden, Weit, Ball und 2000 m bzw. ausnahmsweise alternativ 800 Meter. Während der Sportclub in der AK 12 ohne Medaille blieb, überzeugten die 13-Jährigen. Matti Keller gewann das interne Duell gegen Benjamin Fritzsch. Silber erkämpfte sich auch Lea-Josefin Derling in ihrer gut besetzten Altersklasse.

Im Jugendbereich der U 16 traten Friederike Lehmann, Clemens Wilke und Christoper Richter zwar im Blockmehrkampf Sprint/Sprung an, absolvierten aber nur drei Disziplinen. "Wir haben in diesem Frühjahr im Freien noch keinen Hochsprung und Speer trainieren können. Da die Meisterschaften recht spät stattfinden, bleibt genügend Zeit", zeigt sich Trainer Hartmut Schulze gelassen. Die Leistungen der Jugendlichen seien für den jetzigen Zeitpunkt okay.

Vereinsvorsitzender Olav Senger zieht insgesamt ein positives Resümee. "Am Wochenende fanden im Land weitere Wettkämpfe statt. Dass dennoch elf Vereine zu uns kamen, zeigt, dass wir eine gute Veranstaltung anbieten. Immer mehr Eltern sind inzwischen regelmäßig als Kampfrichter und Helfer dabei", sagt er und will die gute Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt nicht unerwähnt lassen.

Frankfurter Mehrkampf-Platzierungen: AK 6: 1. Philipp Lange, Elias Bleck; 3. Philip Wojahn; AK 7: 2. Emily Richter; 3. Philine Worm, Tim Thielemann; AK 8: 1. Philip Bönicke; 2. Marco Unger; 3. Sophie Thater, Constantin Vorwerk; AK 9: Wenzel König; 2. Marie Langendörfer, Charlotte Linke, Jean-Paul Gawlitza; AK 10: 2. Lilly Thiessen, Frank Christoph; AK 11: 2. Frank Käubler; AK 13: 1. Matti Keller; 2. Lea-Josefin Derling, Benjamin Fritzsch; 3. Benjamin Bortel; AK 14: Block Sprint/Sprung: 2. Joshua Wegener (3 Disziplinen), 3. Lainey Holstein (4 Disz.); AK 15: Sprint/Sprung: 1. Friederike Lehmann, Clemens Wilke; 2. Christopher Richter (alle 3 Disz.); Block Lauf: 3. Jonas Müller

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