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Biesenthaler Grundschüler fertigen Skulpturen an / Ausstellung beginnt heute

Stein um Stein

Schildkröten, Vögel, Dinos: Florian (links) und Max lassen sich von Bildhauerin Anne Schulz (Mitte) helfen. Um Tiere in und an den Seen geht es beim Bildhauer-Projekt an der Biesenthaler Grundschule.
Schildkröten, Vögel, Dinos: Florian (links) und Max lassen sich von Bildhauerin Anne Schulz (Mitte) helfen. Um Tiere in und an den Seen geht es beim Bildhauer-Projekt an der Biesenthaler Grundschule. © Foto: U.Winkler
Marc Schütz / 24.04.2013, 23:36 Uhr
Biesenthal (MOZ) Dass der Kunstunterricht unter freiem Himmel stattfindet, ist nichts Ungewöhnliches. Dass mit Knüppel, Spitz- und Schlageisen gearbeitet wird, dagegen schon. In der Grundschule Biesenthal sind in den letzten Tagen Skulpturen entstanden, die heute vorgestellt werden.

Bei Lara geht es nur schleppend voran. Vor ihr steht ein dicker Steinbrocken, an dem momentan Anne Schulz herumdoktert. "Ich helfe, die Standfläche zu hauen", sagt die Bildhauer-Meisterin. Der Storch, der aus dem Brocken entstehen soll, ist nur mit Mühe zu erkennen. "Ich hatte es mir einfacher vorgestellt", gibt die 11-jährige Schülerin zu. Wie ihr Sandstein später einmal aussehen soll, zeigt ein Tonmodell, das neben ihr liegt.

Gemeinsam mit rund 50 weiteren Fünftklässlern arbeitet Lara im Skulpturen-Projekt mit, bei dem es um Tiere in und an den Seen geht und das von Kunstlehrerin Ingrid Schulze und Anne Schulz initiiert wurde. Mit Bildhauer-Kollegin Emerita Pansowova helfen sie, wo es klemmt. Bei Lara zum Beispiel. "Unser größtes Problem ist die Zeit", meint Anne Schulz, die aber auch ergänzt: "Wenn es nicht fertig wird, ist das auch nicht so schlimm, dann deuten wir bestimmte Dinge eben nur an".

Bei Marian, der einige Meter weiter mit Knüppel und Spitzeisen seinen Seeadler bearbeitet, dürfte das nicht der Fall sein. Auch wenn er gerade ein geplantes Auge abgeschlagen hat. "Aber das mache ich hier wieder weg und dann kommt es erneut zur Geltung", sagt er und zeigt mit dem Eisen über den sich abzeichnenden Schnabel.

Vorausgegangen ist der Projektwoche ein Besuch beim deutsch-polnischen Bildhauer-Symposium, das im September 2012 in Biesenthal stattfand. "Dort konnten sich die Schüler anschauen, wie Profis arbeiten", berichtet Anne Schulz. Bevor in dieser Woche die Skulpturen entstanden, war es aber ein langer Weg: Zunächst mussten Entwürfe gezeichnet, Tonmodelle gebaut und von den Bildhauerinnen alles gesichtet werden. Für 14 Modelle haben sich Anne Schulz und Emerita Pansowova dann entschieden. Sie sollen im Anschluss an die Präsentation den nicht genutzten Schulbrunnen verschönern.

Die Arbeiten werden am heutigen Tag der offenen Tür in der Grundschule Biesenthal, Bahnhofstraße9, in der Zeit von 16bis 18 Uhr vorgestellt.

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