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Gisela Weimann stellt in der Kunsthalle Brennabor aus

Die Ausstellung zeigt auch einen Rückblick auf die Aufsehen erregende "Oper für vier Busse" aus dem Jahr 2001.
Die Ausstellung zeigt auch einen Rückblick auf die Aufsehen erregende "Oper für vier Busse" aus dem Jahr 2001. © Foto: MZV
Philip Rißling / 28.04.2013, 14:58 Uhr
Brandenburg (MZV) Gisela Weimann setzt sich in ihren Werken existentiellen Themen bedingungslos aus. Seismografisch genau spürt sie den gesellschaftlichen Strömungen und Verwerfungen ihrer Zeit nach und reflektiert über Macht und Ohnmacht von Kunst und ihre transformierende Rolle.

Als sensible Zeitzeugin bezieht Gisela Weimanns Erinnerungsarbeit gleichermaßen Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges mit ein. Dazu gehört ihre Lust am künstlerisch Experimentellen, ihre selbstverständliche Verknüpfung der Kulturen und Künste untereinander sowie ihre ihr innewohnende Haltung, Grenzen auszuloten und zu überschreiten. Dabei spiegeln ihre Arbeiten neben ihrem Ernst gleichermaßen eine Leichtigkeit und Spielfreude, deren Wesen sich gerade aus der Gewissheit menschlicher Endlichkeit zu speisen scheinen.

Ein Thema, das sich wie ein Kontrapunkt durch ihr gesamtes Werk zieht, ist die Spiegelung, Spiegelung im übertragenen Sinn in ihren Tagebüchern als Spiegel täglicher Reflexionen und als Spiegelelemente in zahlreichen künstlerischen Arbeiten, in denen sich das große Ganze im Kleinen abbildet..

Das Konzept des imaginären Quartetts "Anfang Ende Hier Jetzt" aus Audio-Playern, die anstelle der Musiker in einem abgedunkelten Raum auf vier Spiegelstühlen sitzen, stellt eine Analogie zwischen den Assoziationen der Künstlerin und der Entstehungsgeschichte des Quatuor her. Wenn Besucher das Musikzimmer betreten, lösen sie aleatorisch die Player mit den von Ellen Hünigen arrangierten Einzelstimmen des Quartetts und kleine Lichtspots aus: immer neu, ohne Anfang, ohne Ende, hier und jetzt. Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt noch bis 24. Mai in der Kunsthalle Brennabor zu bewundern.

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