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Woltersdorfer verschönern Straßenbahn-Haltestelle am Thälmannplatz / Vorbereitung auf Jubiläumsfeier

Woltersdorfer Wartehäuschen als Kunstwerk

Was kommt wohin? Organisatorin Katrin Fleischer berät mit ihren Schützlingen über Details der Bemalung. Die jungen Künstler müssen ihr Werk auf Plastikstühlen verrichten, damit sie an die vorgesehen Stellen des Straßenbahnhäuschens herankommen.
Was kommt wohin? Organisatorin Katrin Fleischer berät mit ihren Schützlingen über Details der Bemalung. Die jungen Künstler müssen ihr Werk auf Plastikstühlen verrichten, damit sie an die vorgesehen Stellen des Straßenbahnhäuschens herankommen. © Foto: MOZ/Eggers
Joachim Eggers / 29.04.2013, 07:19 Uhr
Woltersdorf (MOZ) Das Straßenbahnhäuschen am Thälmannplatz ist übers Wochenende zum Kunstwerk geworden: Schulkinder haben fast 100 Kunstwerke auf die Wand gemalt. Die Kunstwerkstatt ist Teil der Vorbereitung auf das 100. Geburtstagsfest der Straßenbahn.

Die Motive der kleinen Kunstwerke sind einesteils ein Woltersdorfer Bilderbogen: Liebesquelle, Schleuse, Kirche, Alte Schule -und natürlich Straßenbahn-Bilder sind vertreten. Aber auch ganz andere Gegenstände haben die Fantasie der Kinder beschäftigt, die einem Aufruf des Vereins Kulturhaus Alte Schule gefolgt sind. Fabian Besdicek aus der vierten Klasse der Freien Schule zum Beispiel hat einen Döner-Stand gemalt, aber auch noch drei andere Bilder, wie Organisatorin Katrin Fleischer lobt.

Mit einer Skizze ist er am Sonnabend zum Straßenbahnhäuschen geradelt, um den Entwurf auf das Häuschen zu malen. Bevor er mit Pinsel und Farbe hantiert, nimmt er sich farbige Kreide und zeichnet die Imbissbude von seiner Skizze auf die Fläche an der Wand. "Das ist gar nicht so einfach", stellt er fest, und da stimmt ihm Susanne Kunkel zu. Die Kunstlehrerin gibt den Kindern Tipps. Bei Fabian ist es der Rat, die Hühnerbeinchen auf einem Teller in angemessener Größe zu den anderen Sachen darzustellen. "Zeichne da mal einen Tresen ein, und noch einen Teller", empfiehlt sie.

Fünftklässlerin Sophie Quergässer hat sich eine Fläche an der Seitenwand des Häuschens ausgesucht, um den Käfig der Liebesquelle zu zeichnen. Mit schwarzem Filzstift malt sie das kuppelförmige Metallgebilde, mit dem die eigentliche Quelle umgeben ist, von ihrer Papierzeichnung ab und lässt dabei einen beträchtlichen Teil der rechteckigen Fläche frei. "Was kommt denn da noch hin?", fragt Susanne Kunkel und entwickelt aus der Kenntnis der Örtlichkeit Vorschläge, wie die Leere gefüllt werden kann. Jannis Wolter hat sich ein ganz einfaches Motiv ausgesucht: ein Haltestellen-Zeichen der Straßenbahn - ein grünes "H" auf einem gelben Kreis.

Am Vormittag haben die Kinder und ihre Helfer trotz des Regens gemalt. Am Sonntag, um 10 Uhr, nimmt eine Gruppe von 15 bis 20 Erwachsenen die Arbeit wieder auf. Weil die unteren, für Kinder gut erreichbaren Plätze an dem Häuschen jetzt zur Neige gehen, stellen sich die jungen Künstler, aber auch beteiligte Erwachsene, auf Plastikstühle, um von dort aus zu malen. Auch die weniger Aufsehen erregende Rückseite des Häuschens, die der kleinen Grünanlage am Thälmannplatz zugewandt ist, wird allmählich bemalt. Organisatorin Katrin Fleischer gibt Tipps, teilt den Malern Flächen zu, achtet auf doppelte Motive - ein zweites Bild der Liebesquelle muss auf die andere Seitenwand. Am Ende der Werkstatt sieht das Häuschen deutlich schöner aus als vorher.

An Pfingsten feiert die Traditions-Straßenbahn ihren 100. Geburtstag mit einem dreitägigen Fest. Dessen Vorboten sind auch während der Künstlerwerkstatt zu sehen - immer wieder fahren historische Züge auf den Gleisen. Am Straßenbahnhäuschen zweigen sie von der Linie zwischen Rahnsdorf und Schleuse über ein Extra-Gleis zum Depot in der Vogelsdorfer Straße ab.

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