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Amt Oder-Welse richtet für Doktor Amin Ballouz ein Haus her / Einzug am 1. Juni geplant

Nach Streit in Gartz zieht Arzt nach Pinnow

Hier zieht er ein: Gleich neben dem Kindergarten wird Dr. Amin Ballouz seine Zweigpraxis im Schmiedeweg 6 öffnen. Das Besondere: Die Praxis wird wahrscheinlich auch sonnabends auf Patienten warten.
Hier zieht er ein: Gleich neben dem Kindergarten wird Dr. Amin Ballouz seine Zweigpraxis im Schmiedeweg 6 öffnen. Das Besondere: Die Praxis wird wahrscheinlich auch sonnabends auf Patienten warten. © Foto: Stefan Csevi
Cornelia Hendrich / 01.05.2013, 07:17 Uhr - Aktualisiert 04.05.2013, 22:45
Pinnow (MOZ) Nachdem es in Gartz heftigen Streit um die hohe Miete gab, hat Dr. Amin Ballouz seine Praxis dort geschlossen. Das Amt Oder-Welse empfängt ihn mit offenen Armen und saniert nun ein geräumiges Haus für seine Praxis. Im Juni soll sie öffnen.

Das ging schnell. Kaum hatte Amin Ballouz erklärt, dass er sich auch eine Praxis in Pinnow vorstellen könnte, hat das Amt ein Haus für ihn gefunden. Die Räume werden derzeit für seine Arztpraxis hergerichtet.

"Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg", sagt Amin Ballouz lächelnd. "Ich freue mich, dass die Verwaltung alles so schnell umgesetzt hat."

Pinnow zögerte nicht lange, denn Landärzte werden händeringend überall auf den Dörfern gesucht. Da rollt man gerne den roten Teppich aus.

Dem Arzt war die Miete für seine Zweigpraxis in Gartz zu teuer geworden. Also machte er sie dort dicht. Seine Gartzer Patienten, sagt er, betreut er alle weiter. Entweder er fährt zu ihnen oder sie kommen in seine Hauptpraxis nach Schwedt. "Ich habe kaum Gartzer Patienten verloren", sagt Amin Ballouz. "Ich hänge auch an meinen Patienten."

Direkt im Ortskern von Pinnow im Schmiedeweg 6 neben dem Kindergarten wird Amin Ballouz nun seine neue Zweigpraxis beziehen. Geplant ist die Eröffnung bereits für den 1. Juni.

Schön groß sei das Haus und mit genügend Räumen, erzählt er. Es werde eine schöne Rezeption, einen Behandlungsraum, ein Wartezimmer, ein Labor geben. Zudem möchte er dort in Pinnow ein Schmerztherapiezentrum aufbauen. "Es sind viele große Räume", freut er sich.

Sogar einen Arbeitsplatz konnte er schaffen. Er hat eine neue Arzthelferin für die Pinnower Zweigpraxis eingestellt in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit in Schwedt.

Die Miete, so hebt er hervor, sei in Pinnow wesentlich geringer als in Gartz, sie sei extrem niedrig. Genau möchte er es nicht verraten. "Etwa ein Zehntel der Gartzer Miete", sagt er. Aber das ist sicher etwas übertrieben.

Er freut sich, dass er in Oder-Welse mit so offenen Armen empfangen wurde. "Es ist für mich auch eine Form des Respekts meiner Arbeit gegenüber. Wir arbeiten als Ärzte zum Teil 18 Stunden am Tag. Manchmal bin ich nicht vor 22 oder 23 Uhr zu Hause." Das liege auch an der enormen Bürokratie, mit der die Ärzte heutzutage zu kämpfen hätten.

Dreimal in der Woche soll die Zweigpraxis in Pinnow geöffnet haben. Mal vormittags, mal nachmittags. Und als Besonderheit voraussichtlich auch sonnabends. Die Öffnungszeiten hängen auch von seinen Mitarbeitern ab. Seine Hauptpraxis bleibe aber Schwedt, sagt er. "Sie soll und wird nicht darunter leiden."

In Pinnow ist man natürlich begeistert, jetzt einen Arzt im Dorf zu haben. "Ich freue mich, dass es alles so schnell geklappt hat", sagt der Pinnower Gemeindevertreter Andreas Sommerschuh.

Die Praxis in Gartz aufzubauen indes habe ihn enorm viel Geld gekostet, sagt er. Aber nach einem alten Sprichwort aus seiner Heimat sagt er auch, man solle nicht nur die Dornen an Rosen sehen, sondern auch die Blüten. Privat wohnt der aus dem Libanon stammende Arzt weiterhin in Gartz. "Der Streit war makaber, aber jetzt ist er vorbei, egal."

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Vertingas 04.05.2013 - 20:15:09

grübel

@ Krankenschwester Ihr 4 Text ist genial und die auch die Wahrheit nur verstehen es die Leute nicht die mit ihren richtigen Namen hier schreiben. @ Frank Gottschlich halten sie sich mal weiter an den Herr Tretner dann lernen sie wie man andere Kommentarschreiber beleidigt. Er ist ist der Meinung er ist das Unschuldslamm vom Lande, dabei ist er der jenige der andere Leute hier ohne deftigen Grund beleidigt. Aber sowas nimmt die MOZ leider in Schutz. _______________________________________________ Unten steht bei neuen Einträgen benachrichtigen dann kriegt man ne Mail wenn jemand anderes geschrieben hat und damit kann man zur Polizei gehen (wenn Beleidigungen vorliegen). Man braucht dann nur sein E-mail account angeben bei de Polizei und dann haben sie es schwarz auf weiß und da kann man in der direkten Mail nichts ändern.

Krankenschwester 04.05.2013 - 19:16:50

Off-Topic an Herrn Tretner und Herrn Gottschlich ! :-)

Ich will mal die MOZ-Online hier ein wenig in Schutz nehmen, was das Problem des anonymen Kommentierens anbelangt. Ich kenne einige junge und alte einkommensschwache Leute, die aus Kosten-, Versorgungs- und Betreuungsgründen oder ähnlichem, nicht mehr jeder einzeln in ihrer 2-Zimmer-Stadtwohnung leben, sondern in Wohngemeinschaften auf dem Lande. Da wird bspw. nur eine MOZ für alle abboniert, die Grundgebühren nur für ein Telefon-, eine TV-Schüssel, einmal Wasser-, Abwasser-, Gas- und Strom-Anschluss gemeinschaftlich bezahlt. Da ist immer jemand da, wenn mal einer arbeiten, krank oder verreist ist. Da ist auch noch nie eingebrochen worden, weil nur für einen Hund die Hundesteuer entrichtet wird. Doch wenn mal Schnee zu fegen, der Garten zu bearbeiten oder am Haus was zu reparieren ist, dann sind immer gemeinschaftlich alle für verantwortlich …. So, und weil es dort nur eine Gartenpforte und nur einen Internetanschluss gibt, nutzen alle gemeinschaftlich den Postkasten und den E-Mail-Verkehr. Ich finde diese sparsame WG-Lebensweise eine ökonomische Lösung, der ständigen Kostentreiberei zu begegnen und empfehle diesen Hinweis zur Nachahmung. Doch zurück nun zu Ihrem Problem. Wenn die MOZ-Online nun pro Internetanschluss / pro IP-Absender nur einem User das personenbezogene Einloggen genehmigen sollte, sollte sie allen anderen WG-Bewohnern das kommentieren ja verbieten ? Oder ein anderes Beispiel: Erst neulich erzählte mir ein alter Zeitungs-Leser, dass er in seiner Jugend mal Leserbriefe in der BZ, MOZ und anderen Zeitungen schrieb, als die Postkarte noch 10 Pfennig kostete und die alten Nachrichten in der langsamen DDR auch nach einer Woche noch wie neu waren. Er jetzt in der schnelllebigen Zeit sich aber kein Internet mehr zulegen wird. Aber hin und wieder als immer noch politisch interessierter Mensch seinen kommentierenden Kindern und Enkel sagt, dass diese für ihn doch auch mal seine ärgerliche, lobende oder kritische Lesermeinung in ihre Kommentare mit einflechten sollen. Doch wenn Opas Gedankenäußerungen keine mit ihrer übereinstimmenden Meinung ist, sie für den Opa lieber einen anderen Nicknamen benutzen. ….. Noch ein Beispiel der Bevorzugung von Nicknamen, statt Klarnamen. Da gibt es User die möchten sich die friedliche Nachbarschaft, die gute Freundschaft, die netten Kollegen, die strengen Vorgesetzten nicht verderben, wenn sie endlich mal sagen können, was sie zu einem allgemeinen Sachverhalt, über politische Ereignisse, über alte/neue/bevorstehende Gesetze, über eine andere Partei, über die Politiker, über deren Politik, über die Missstände der Vergangenheit, Gegenwart und der befürchteten Zukunft tatsächlich denken und fühlen. Was ich durchaus nachvollziehen kann und somit Verständnis für Meinungsfreiheit und Anonymität im Internet habe. Naja, und was das viele unbegründete Löschen der sachlichen Kommentare anbelangt, stimme ich Ihnen aus eigenen Erfahrungen zu, dass es weiterhin sehr ärgerlich ist. Frdl. Grüße von der “Kranken Schwester” :-)

Frank Gottschlich 04.05.2013 - 18:41:15

Kommt Zeit, Kommt Rat

Bei mir die Tat. (Punkt) Ich vertraue immer noch auf die Unabhängigkeit der Ermittlungsbehörden in Brandenburg. ( In Sachsen nicht :-)) Nichts mehr zum Thema zu sagen ??? Thema ist hier : http://tantower.wordpress.com/2013/05/02/na-mal-sehen-wie-lange-es-in-pinnow-gut-geht/#comment-5181

klaus tretner 04.05.2013 - 17:46:23

@Frank Gottschlich

Ich möchte Ihnen nicht den Mut zur Klärung des Sachverhaltes nehmen. Aber eines sollten Sie beachten, nur ein nicht änderbarer Text wird anerkannt. Und genau das werden Sie nie erreichen. Texte bei der MOZ sind immer änderbar, nach dem Willen des Schreibers, oder auch der MOZ. Und genau darum sind sämtliche Kommentare und Namen und Emailadressen wertlos im Sinne einer Rechtsprechung. Was die IP Adresse betrifft, werden Sie nur weiterkommen, wenn ein schweres Verbrechen vorliegt. Und selbst dann nicht, weil eindeutig nachgewiesen werden muß, dass nur derjenige Zugriff hatte auf die IP, dem diese Adresse zugeordnet werden kann. Und das zu beweisen ist unmöglich. Alles andere ist nebensächlich, kostet nur Geld und rauskommen wird nix. Und genau darum sind alle Foren der MOZ völlig offen. Keiner ist rechtlich greifbar. Sie haben sich doch auch mit "Tja..." auseinandergesetzt. Meinem Nachbarn, über die Straße. Alles, was Sie hier schreiben ist nicht die Tinte wert es zu drucken. Müßten Sie doch auch wissen. Bevor die MOZ einen Leserbrief druckt, wir er doch auch erst mal "in Form" gebracht. Nicht ein Leserbrief von mir an die MOZ wurde im Originaltext gedruckt. Was soll das dann? Die Online-MOZ ist in meinen Augen eine reine Verarschung, oder auch eine Aufrechterhaltung von Stasikontakten. Suchen Sie es sich raus. Ich habe fast ein Jahr dazu gebraucht, um es zu begreifen.

Frank Gottschlich 04.05.2013 - 17:16:44

Wir verlieren den Faden , dass Thema heißt eben '' Cleverle :-)

Wer dem unten zur tantower.wordpress.com geegtem Link verfolgt weiß, was ich hier bezüglich des Themas noch eingestellt hatte. Nämliuch eben ein Mail an den Vorstand. Bezogen auf die Praxis der MOZ, wie Sie darstellten Herr Tretner, wird es nicht mehr lange dauern, bis auch die MOZ Farbe bekennen werden muss. Es läuft eine Strafanzeige meinerseits gegen eine Kommentarschreiberin. Nun ja, wenn, wie ich denke, diese sich wird vor Gericht damit rausreden ..... Dann greift eben die weitergehende Haftung . Und das ist die MOZ. Da ich, in der Regel, BEGONNENES auch durchsetze, werden wir dann sehen. Unten der Kommentar ...ach sch...drauf, so viel Blödheit lohnt nicht zu kommentieren. Man sollte hier...nunmehr sachbezogen aufs Thema weiter kommentieren, oder eben nicht. Oder eben auch drüben in Tantow :-) http://tantower.wordpress.com/2013/05/02/na-mal-sehen-wie-lange-es-in-pinnow-gut-geht/#comment-5181 Im übrigen: Bezogen auf Zugriffszahlen, Artikelbezogen, kann nach meiner Recherche die MOZ noch einiges vom Tantower sich versuchen anzueignen. Ps. Ich verstehe was davon :-) Das wird auch die MOZ bald, sehr bald merken. (Punkt)

klaus tretner 04.05.2013 - 14:37:21

@Frank Gottschlich

Sie sollten eines begreifen: Wahrheit und MOZ sind sich spinnefeind. Genauso Zusammenhänge einmal darzustellen. Wer das von der MOZ erwartet, lebt wohl auf einem anderen Stern. Ich ärgere mich jeden Tag über die Artikel in der "Druck-MOZ". Wenn man zu einem Thema etwas sucht bei der MOZ, findet man auch so manches, aber einen Zusammenhang, durch die MOZ erstellt, kann man vergessen. Heute fließt das Wasser bergauf und morgen eben wieder bergab. Naturwissenschaftliche Kenntnisse sollten sie bei der MOZ nicht erwarten. Ich stehe jetzt echt vor einer Kündigung des Abo der MOZ, weil ich einfach so viel Blödsinn, völlig zusammenhangslos, nicht mehr lesen will. Aber da hat ja die MOZ Partner, wie den RBB. Die agieren ja ähnlich. Danke für ihren Kommentar.

klaus tretner 04.05.2013 - 14:08:27

@Frank Gottschlich

Das Thema hatte ich auch schon mehrmals mit der MOZ. Beleidigungen waren es damals, natürlich unter fiktiven Namen geschrieben. Ständiger Namenswechsel von Kommentarschreibern. Wenn die MOZ sich nicht entschließt, nur einen Namen für jeden zu zulassen, dann werden Sie immer wieder vor dem Problem stehen. Man kann doch bei der MOZ beliebige bekannte Emailadressen eintragen. Nur, um andere zu ärgern. Dann den Namen ändern, und schon hat sich alles erledigt. Ich bin schon lange für den "Echtnamen" bei der MOZ, nur komme ich da einfach nicht weiter. Bei der MOZ ist absolut kein Name gesperrt. Ebenso sind keine Emailadressen gesperrt gegen Doppelangaben. Die MOZ betreibt ein völlig offenes System. Eine telefonische Antwort von der MOZ ergab, dass man absolut nicht in der Lage ist einen Kommentarschreiber zu identifizieren. Vielleicht haben Sie mehr Glück. Aber darauf reagiert ja nicht mal die Polizei.

Frank Gottschlich 04.05.2013 - 13:42:43

IP Überprüfung erfolgt ?

Es entzieht sich dem Leser, wieso sie zwar meine Kommentare löschen, den hier unter meinem Namen letzt eingestellten Kommentar jedoch nicht. Ist ihr System nicht in der Lage eine IP - dem Namen zuzuordnen ? Wenn dem so ist, kann jeder Hanswurst sich unter der Bundeskanzlerin Namen einlocken und seinen Mist loswerden. Man sollte sich besser mit dem Internetrecht auskennen, wenn man solch eine Plattform führt. Ihr handeln , liebe Leute, reicht euch keine Ehre. Ich denke, es ist dringendst notwendiig, dass ihr Konkurrenz bekommt. So wie die hier, aber auch als Printmedium. http://tantower.wordpress.com/2013/05/02/na-mal-sehen-wie-lange-es-in-pinnow-gut-geht/#comment-5181

Frank Gottschlich 03.05.2013 - 16:43:47

Ich endschuldige misch für deen Kommmentar

"Sinn war der gelöschte Kommentar zum Artikel, dass man ihn löscht. " Also noch mal, endschuligung.

Frank Gottschlich 03.05.2013 - 15:11:00

''Sinn und Zweck eines Kommentars''

Sinn war der gelöschte Kommentar zum Artikel, dass man ihn löscht. Nur so, kann ich kontrollieren, dass man den Kommentar seitens der Redaktion auch gelesen hat. Ihr habt ihn gelesen, nun recherchiert etwas sachbezogener und man muss euch nicht mehr aufs WESEMTLICHE ''kitzeln''. Das wesentliche heißt hier, nämlich möglicherweise auch Korruption. Möglicherweise. Ich habe nicht die Zeit wie ihr. Recherchiert ganz einfach mal.

BMT 02.05.2013 - 21:22:20

0,40 € pro Quadratmeter???????????

"Die Miete, so hebt er hervor, sei in Pinnow wesentlich geringer als in Gartz, sie sei extrem niedrig. Genau möchte er es nicht verraten. "Etwa ein Zehntel der Gartzer Miete", sagt er. " Das wären dann 0,40 € pro Quadratmeter in einem augenscheinlich komplett sanierten Gebäude?????????????? Na dann eine Bitte an das Amt Oder-Welse: erklären Sie das mal den Mietern kommunaler Wohnungen!!!!!!!!!!!! UND in den Zeiten der Doppik der Kommunalaufsicht!!!! Aus meiner Sicht wird es keine 3 Jahre dauern, bis auf der Internetseite des Amtes Oder-Welse ebenfalls das Folgende so oder ähnlich zu lesen sein wird: _______________________________ Hintergrundinformationen zur Schließung der Zweigpraxis Dr. Ballouz Quelle: http://wp.me/pSP6f-99d "Dr. Amin Ballouz hat am 3. September 2012 seine Zweigpraxis in der Pommernstraße in Gartz (Oder) ohne Vorankündigung geschlossen. In einer Erklärung des Geschäftsführers der Bau- und Wohnungsverwaltung GmbH, Karl Lau, vom 6. September 2012 heißt es dazu: Dr. Amin Ballouz mietet seit Juni 2010 zwei aneinander grenzende Wohnungen in der Pommernstraße 139. Diese Wohnungen wurden im Vorfeld nach Vorgabe der Betreiberrichtlinien für einen allgemeinärztlichen Praxisbetrieb umgebaut und verändert. Es entstand dadurch eine Praxisfläche von 128,20 m². Der Umbau der Räume erfolgte auch nach den persönlichen Vorstellungen und Wünschen von Dr. Ballouz, so dass erhebliche Kosten entstanden sind, die ausschließlich durch die Bau- und Wohnungsverwaltung GmbH abgedeckt wurden. So kamen Materialkosten in Höhe von 30.474,47 € und Eigenleistungen in Höhe von 20.280,00 € zustande. Dr. Ballouz wurde eine Sonderregelung für Mietzahlungen für gewerbliche Mieter eingeräumt. So zahlte er einen Kaltmietenpreis von 3,98 €/m². Diese Regelung sollte nach Angaben der Bau- und Wohnungsverwaltung GmbH für zwei Jahre gelten. Weiterhin hieß es: Nach diesen zwei Jahren sollte die Kaltmiete auf ortsübliche 6,12 €/m² angehoben werden, so wie es bei den benachbarten Gewerbebetrieben und Ärzten üblich sei. Über die plötzliche Entscheidung, die Praxis zu schließen, war die Vermieterin sehr überrascht, zumal vorangegangene Gespräche zwischen Arzt und der Bau- und Wohnungsverwaltung eine positive Lösung möglich erschienen ließe. Wir bedauern seinen Entschluss, müssen aber seine Entscheidung akzeptieren, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Gerd Korrmann. Für Irritationen und Unmut sorgte vor allem, dass nach einem Zeitungsbericht die Zweigpraxis im Amt Gartz (Oder) geschlossen wurde, zugleich aber eine Zweigpraxis im benachbarten Amt Oder-Welse eröffnet werden soll und dafür Bundesmittel in Höhe von 180.000 € zur Verfügung gestellt werden sollen. Der 53jährige Arzt siedelte 2010 von Nordrhein-Westfalen in die Uckermark. Der allein praktizierende Allgemeinmediziner hatte seine Zweigpraxis nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung bis zur unerwarteten Praxisschließung wie folgt geöffnet: Dienstag 08:00-12:00 Uhr, Mittwoch und Freitag 15:00-18:00 Uhr, Samstag 08:00-12:00 Uhr. Die Allgemeinmedizinerin Elke Kaddatz hat für die Patienten weiterhin geöffnet am Montag 08:00-12:00 und 15:00-17:00 Uhr, Dienstag 08:00-12:00 und 15:00-17:00 Uhr, Mittwoch 08:00-12:00 Uhr, Donnerstag 08:00-12:00 und 16:00-18:00 Uhr, Freitag 08:00-12:00 Uhr. Am 19. September 2012 lud der Amtsdirektor des Amtes Gartz (Oder) Frank Gotzmann, den Bürgermeister der Stadt Gartz (Oder) Burkhard Fleischmann und Dr. Amin Ballouz zu einem klärenden Gespräch ein. Dabei wurde erörtert, inwieweit Dr. Amin Ballouz weiterhin eine Zweigpraxis in Gartz (Oder) unterhalten kann und will. Der Amtsdirektor unterstrich, dass nach einer tragbaren Lösung gesucht wird. Die erörterten Konditionen der Beteiligten reichen derzeit allerdings von der Übernahme der Betriebskosten und völliger Mietfreiheit für die Praxisräume bis hin zur ortsüblichen Miete. Der Amtsdirektor erklärte, dass er die Vermieterin und die kommunale Wohnungsverwaltung gebeten habe, mögliche Praxisräume in der Stadt Gartz (Oder) anzudenken. Diese Räume für die Arztpraxis müssen den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere die des Brandschutzes entsprechen. Allerdings verwies er Dr. Amin Ballouz auch auf seine für ihn geschaffenen und ihm bis zum 31. Dezember 2012 zur Verfügung stehenden Praxisräume in der Pommernstraße, die er am 3. September 2012 vorfristig schloss. Amtsdirektor Frank Gotzmann unterstreicht, dass die Allgemeinmedizinerin Elke Kaddatz verlässlich eine ärztliche Grundversorgung im Amt Gartz (Oder) anbietet. Bis zum 31. Dezember 2012 stehen Herrn Dr. Amin Ballouz weiterhin die für ihn geschaffenen Praxisräume zur Verfügung. An einer Fortführung seiner Zweigpraxis in Gartz (Oder) sind die Entscheidungsträger interessiert und werden gemeinsam an einer vertretbaren Lösung arbeiten."

Uschi Blume 02.05.2013 - 07:07:32

Deutschland arm dran

Der gute Arzt ist hier, weil er im libanon eben nicht so gutes Geld verdienen würde und um seine Stellung gebuhlt würde....die fetten jahre sind in Deutschland auch vorbei und gerade hier im ländlichen Raum müssen wir ja noch dankbar sein, das sich ein Arzt dazu herablässt hier zu bleiben....Ich bin gespannt und werde dieses Karussell gern weiterverfolgen egal welchen makaberen Züge hier noch angenommen werden.....

Peter Schmidt 01.05.2013 - 22:36:47

Aus dem Libanon

Mich würde interessieren ob man einem deutschen Doctor im Libanon auch so freundlich gegenüber treten würde. Ach und im Libanon fehlen Ärtzte, warum ist der Dr. nicht in der Heimat und lindert dort den Schmerz seiner Landsleute???????

Frank Gottschlich 01.05.2013 - 21:46:59

"Etwa ein Zehntel der Gartzer Miete",

http://tantower.wordpress.com/2012/09/28/hintergrundinformationen-zur-schliesung-der-zweigpraxis-dr-ballouz/ "Der Streit war makaber, aber jetzt ist er vorbei, egal." makaber Grammatikangaben: Wortart: Adjektiv Relationen zu anderen Wörtern: Synonyme: abstrus, absurd, beklemmend, beängstigend, dämonisch, entsetzenerregend, furchterregend, geisterhaft, gespensterhaft, gespenstig, gespenstisch, gewaltig, grauenerregend, greulich, grotesk, gruselig, komisch, lächerlich, schauerlich, schauervoll, schaurig, spukhaft, unheimlich, unsinnig (...) arbeiten als Ärzte zum Teil 18 Stunden am Tag.(...) (..) Dreimal in der Woche soll die Zweigpraxis in Pinnow geöffnet haben(...) (...) Seine Hauptpraxis bleibe aber Schwedt, sagt er. "Sie soll und wird nicht darunter leiden."(...) http://www.kvbb.de/fileadmin/kvbb/pdfs/Zweigpraxis_RiLi_VV_Beschluss_161107.pdf Fazit: Es ist nicht entscheidend, wie lange ein Arzt seine Zweigpraxis geöffnet haben will, sondern nach § 6 eben, wie lange ihm die Öffnung der Praxis genehmigt wird. Nun ja, denn wollen wir mal hoffen, dass dieses makabere Schauspieltheater ein wirklich gutes Ende nimmt und unser ' Held in Weiß'', dann doch nicht über seine eigenen Füße stolpert. Don’t cry wolf! Und noch ne letzte Frage: Wie war das? Wurde auch ein Arzt eingestellt ?? Das wurde im Artikel nicht erwähnt. Wenn nicht, AU ha., dann wirds wohl ein kurzes Gastspiel. ...behaupte ich einmal ganz frech. :-(

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